Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 9 - Oktober
- Date
- 1931-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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völlig zerstür- , iS Leben kosteie Kraft seines rellen Zwecken des \aters in explosiver W irkung ten und einem jüngeren Bruder ( ten, tragisch auch darum, weil Gedankenwerkes nicht nur kultu (Bergbau, Tunnelbauten, Eisenbahnverkehr), sondern auch dem menschenmordenden Krieg dienten. Es lag Alfred Nobel am Herzen, diesen Teil der Wirkung seiner Erfindung di Mittel, die das Dynamit ihm geb tigen oder zu verringern. Darum bestimmte er in sei* daß aus den Mitteln seines großen (unterlassenen Vermögens, neben vier Preisen für die” jährlich .Jüdische Nobelpreisträger. größten kulturellen Leistungen auf dem Gebiete der Physik, Chemie. Physiologie, der Literatur in ihrer idealistischen Richtung ein Preis für die \erbrüderung det,\ölker. ei 4oilt werden sollte. Dem Tragischen seiner durch ihre kulturelle Ausw wirken. i Friedenspreis, verirfindung suchte er rkting entgegenzurch die großen rächt, zu besei- T— . ein Testament. I. i t c r a t ii r : Nobel-Stiftung. N ' >n Victor J Winkler, Wien—I eip/igi 19>0. ß. Sohlinann. Nobel. Dviiiiinjt imis. Leipzig 19.W die Lebengeschi^hte eines bedeut zu schreiben. Unüberwindliche gen sich aber besonders dann Niederschrift eines solchen Lelens eine kur^e sein muß, wie esin diesen Blatt? Die Ifiobclprrtstrügcr. 50 Jahre ig. Verlag Michael II. Schlick .uni l’etroleiun l’n/ifis- PAUL EHRLICH. ifon Hugo B r a u n - Frankfurt a. M.' Es ist wohl eine der schwierigsten Aufgaben. Mathematik undj lateinische nden Menschen Jedenken dränauf, wenn die während dieser lische ujul chemische Probleme; für den jungen Ehrlich ist rn der f all isti Sprache aus. Schon Zeit besehiiftigten ihn physika- ( harakteristisch folgendes: Das Wenn ich trotzdem der Auffor Jerung, das Le 1h*n Paul E h r 1 i c h's zu schildern, gefolgt bin, so geschah es nur in der Hoffnung, daß. die Lektüre dieses kurzen Lebensal»risses dazu anregen könnte, sich mit der Persör lichkeit und den Werken dieses Forschers zu bes rhäftigen. Denn Paul Ehrlich war einer der gi öflten Menschen, die je gelebt haben. Seine wissenschaftlichen Leistungen ausführlich zu würdigen, ist hier unnöglich. Nur mit Andeutungen muß ich mich bescheiden. Ich will seinen Lebenslauf Schilden und dabei seiner Arbeiten gedenken. - \ . Paul Ehrl.ich wurde am 14. März 1854 in Strehlen in der Nähe von llreslau geboren. Schon E h r 1 i c h’s Großvater und Vater waren bedeutende Menschen- .Der Großvater, ein einfacher Kaufmann, hatte nocl mit 90 Jahren naturwissenschaftliche Studien getriebeti. Die Mutter Ehrlich’s war eine geborene Weigert, aus. deren Familie unter anderen hervorragend naturwissenschaftlich begabten Männern auch der berühmte pathologische Anatom Karl Weigert stammte. Paul Ehrlich besuchte fn Breslau das Gymnasium und zeichnete sich hier durch eine besondere Begabung für Ehrlich Thema des Klausur-Aufsat;:es beim Abiturium lautete: »Das Leben ein Traume, und der Oberprimaner Ehrlich benützte es,'um auszufjihren, daß das Leben auf Oxydation beruhe, und daß auch die Gehirntätigkt it ein solcher Prozeß Traum eine Art Oxydation des Geh eine rnsc sei. Die Note begreiflicherweise: ist, und daß der ■ Phosphoreszenz für diese Leistunglautef|e »Ungenügende Seine medizinischen Studien absolvierte er in Breslau, Strafßburg, in Freiburg und I-cipzig. An diesen Universitäten stand er unter dem Einfluß der hervorragenden Gelehrten Heidenh a i n . Weigert, Wal clever und C'ohnh e i m. E'r prpmovierte in Leipzig mit einer Doktorarbeit, vj-elche bereits die ersten Quellen seiner späterein Forschungstätigkeit enthält, nämlich die \evwendung vofi Farbstoffen für die experimentelle Beantwortung physiologischer Fragen. Sein Ruf der Originalität und großer Begabung warj bald so groß, daß ihn der damals bekannteste deutsche Kliniker F rerichs an die Königlifche Charite nach Berlih berufen hatte. Frerijchs unterstützte Ehrlich i^ seinen Arbeite^ mit großem Verständnis. Diese betrafen in erster Linie!das Problem, die Beziehungen zwischen chemischer Konstitution. Verteilung und Wirkung ^der Stoffe im Organis-