Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 8 - September
- Date
- 1931-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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; iftcn Kräften: Eros, dem Schaffenstrieb, und dem odes trieb, dem Zcrstürungs- und A'igriffstrieb. . Iiieberger knüpft in seiner Betrachtung einen meta- •hysischen Gedanken an. — Die internationale Stu- :eiitenkonferenz in Nyon über die Judenfrage, ein»* Vussprache zwischen Juden un«J Nichtjuden über die 'pnuniinesvcrhültnisse an den internationalen lloehhulen bespricht Zqduck Tohn. Näheres über die Verhältnisse unserer Bnc Briss- ■ igen in Aegypten und Palästina erfahren wir durch . me Reisescnilderung von Dr. Ernst Wodak (Prugut. Logenberichte. Basel-Loge. Aiis dem Bericht des Präs. Br. M y r t i 1 K u liu .ir den Termin 1930—31, entnehmen wir die Beieiligung der Loge über ihre Betätigung auf ■ i-tigem und materiellem Gebiet. Der Logenbesuch war mit 36% der in Basel ‘ihnliuftcn Brüder nonmal. An der Abhaltung ui teilweise hervorragenden Vortriieen und Refoiten waren jn der Mehrzahl Baseler Schwestern ■ul Brüder, und von diesen bereitwilligst jüngere ‘.inler in geschlossenen und offenen Logen beteiligt. i Uli- Logenbibliothek mit dem Ziel einer* Xovitütcii- . Iierei wurde eröffnet.' Eiir Unterstützungen und iturclle Interessen wurden 1H20 F’rs. verausgabt. "1z. der schweren Weltwirtschaftskrise gibt die aanzlage der Loge zu besonderen Bemerkungen : ,um . Anlaß. Der im vorletzten Termin begründete ruls für llinterbliebenenfürsorge, aus dem die llin- bliebenen eines verstorbenen Bruders pflichtmällig lt>00.— nnnchmen müssen, verfügt ajn 3t. 3. f'93| ■ :r Frs. 3139.—. Er soll die Grundlage für. einen schaffenden allgemeinen Bruderhilfsfonds bilden. Basel-Loge bearbeitet aufmerksam die Frage der ‘ riindung einer Loge in Genf. Der Termin schließt iil einem Mitgliederbestand von 79 Brüdern. '-alo Adler-Loge, Schneidemühl. Dem uns übersandten Jahrcsberidit entnehmen;..ir: Die Sitzungen waren von 40 Prozent der Brüder >ucht. Die wirtschaftliche Notlage bedrückte auch die Salo Adler-Loge lind viele Brüder; soziale Arbeit mußte eingeschränkt werden. In - geschlossenen;nd offenen Logen wurden vor Brüdern, deren An- . "hörigen und eingcladenen Nichtmitgliedern eine Mi/ahl Referate, Vorträge und Lichtbildvorträgc gc- ■■:">ton,, und duTch ähnliche Veranstaltungen an den Wohnsitzen der auswärtigen Brüder der Zusammenhang mit diesen gestärkt. Mit der Schwesternvereini- -aiig arbeitete die Loge in voller Harmonie. Der Mitgliederbestand hat sich ungefähr gehalten. Man- "ls geeigneten Nachwuchses kann sich die Loge nur -ihwer entwickeln. Hermann Cohen-Loge, Frankfurt a M. Aus dem gedruckt vorliegenden Bericht des Br. Präsidenten Hirsch, über den Termin 1930,31. In sehr übersichtlicher Anordnung werden die Leistungen der Loge auf sämtlichen Gebieten der Irdenstätigkeit aufgezeigt, wie folgender Auszug ergeben möge. Soziale -Arbeit wirkte sich in weit über 100, teilweise eiligen Unterstützungen aus. Nicht weniger als 3t gemeinnützige, verschiedenartige Anstalten erhielten Beihilfen. Die »Jüdische Wohlfahrtspflege« fand besonderes Intercfssc. Der Aus- 'chuß für Bruderhilfe mußte stärket; als je cingreifen. An Witwen verstorbener Brüder wurden 6000.— Mark Sterbegelder ausgezahlt, die laut Mehrheits- ■ beschluß auch weiterhin im Unilageverfahren aufzubringen sind. Die Bruclervereiniguiig Friedberg- Bad Nauheim stiftete einem Bad N’uuheiin-Kurfoncls. An kultureller Arbeit werden " besonders hervorgehoben die Unterstützungen -für die Akademie _ für die Wissenschaft des Judentums, die aka-. dcmischcn Mittugstische in Frankfurt, Friedbexg, das Kulturwerk des Hess. Logeiivcrbnndes. .Persönliche Stipendien wurden Studenten zur-Fortsetzung Ih/er Studien gewährt. An Stelle der bisherigen Pachtung des jüdischen Lehrguts Rodgc*s erfolgte der Ankauf des tSO Morgen großen Gutes Gejiringshof bei Futda. Aus der von den drei Frankfurter Logen zu Chanukka veranstalteten Kunstschau, wurden mehrere Werke augekauft. Eine stattliche Reihe von Vorträgen und Veranstaltungen fand in geschlossene;!! lind offenen Logen, auch gemeinsam mit den beiden anderen Frankfurter Logen statt, in denen jüdische Kultur, Zeitftagen, Politik und Wirtschaft, Kunst und Orden^- fragen behandelt wurden.' Gesellige * Zusammenkünfte dienten der Propaganda des Gedankens, dal! die Loge existenzfähig und notwendig i.et als die Notgemeinschaft menschlich-jüdischer Gesinnung. Infolge Stiftung, eines Bruders kann deu Witwen verstorbener Brüder jährlich zu den. hohen l'e^ertagen ein Zeichen der Verbundenheit.zugewendet werden. Dazu diente in diesem Jahre die L’eberreiehung jo eines Exemplars der Buber-Rösenzweig-Bibel, die auch den .Söhnen von Brüdern als 'Buritiizwa-Gcsehenk in diesem ’Lorjnin dargebrächt wunde. Der Bestand von 288 Brüdern zu Beginn des lermis ging infolge Ablebens und Austritts ntit und ohne Karte auf 276' Brüdef zurück, v* : Tür soziale und kulturelle Zwecke wurden zirka 26 01)0 M. verausgabt. Die Finanzen sind zeitgemäß nicht ungünstig. 's ( , Südwcstdeutscher Logen\erhand. In Anbetracht der durch die ZeitveFhültnisse uns auferlegten Raumspurung können wir aus dem uns übersundten Protokoll nur einen, kurzen Auszug'geben. Die Tagung fand um 8. Juni d. J. in der Verbands-Vorortloge, Fricdrichloge zu Heidelberg, untpr «lern Vorsitz, des Präsidenten Br. Rothheimer statt. Die Großloge war durch Br. Vizogroßpräs.- Jesclsoh’i vertreten. Von der Tagesordnung rief Punkt 1: ’Logcnverband und Logenverbündc, ihre Organisation und Zusammenarbeit«, eitle sehr rege Diskussion hervor, die mit dem Beschluß endete, einp. Kommission Von Brüdern einzusetzen, die in der nächsten Sitzung des Verbandes einen Antrag einhringen soH, in welcher F’orm und Art ein Zusammenhang zwischen den Logenverbands-Vorsitzenden und der Großloge zu schaffen sei. p im'k t 2: »Die Stellungnahme zum Aufruf der Spinoza-Loge für den Jubiläumsfonds«. Infolge der Verschiedenartigkeit der Beschlüsse -der Einzellogen soll jeder Loge Form und Höhe.ihrer Beisteuer überlassen bleiben. P u n k t 3: »Korporativ-Mitgliedschaft im jüdischen FTicdensbund«. Die Aussprache endete ohne offiziellen Antrag. Punkt 4: »Verschiedenes«. ..Die Breisgau-Loge wird gebeten die Patenschaft für eine amerikanische Kriegswaise in Höhe von 200 RM. zu übernehmen. Im Zusammenhang mit dieser Frage wird der Antrag angenommen, pro Kopf der dem südwestdeutschen Logenverbande angehörigen Logen 50 Pfg. an den Verband abzufülnren. Als Vorortloge für 1932 wurde die Zubringer Loge, Pforzheim gewühlt. . " . Der südwestdeutsche Distrikt der Schwcstern- Iogen will in diesem Jahre eine Ferjen.fcolonie für Logenkinder über 13 Jahre in Hörden gründen. 121