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Der Orden Bne Briss · 1931-04-01 · Nr. 4 - April · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1931
Issue
Nr. 4 - April
Date
1931-04-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Briefe an dqn O.B.B Jubiläumsfonds. Brief der w. Märkiscjhen Loge, Dortmund, an die w.“ Spinoza-Loge, Be Iin. Würdiger Präsident, liebe Brüder! Wir gestatten uns, auf Ihre Zeilen vom 23. Oktober vorigen Jahres zurückzuk immen und die Anfrage an Sie zu richten, wie augenblidcli h’ der Stand der Sammlung zum Großlogen-/ubiIäums-Foi ds ist. Damals teilten Sie uns mit, 46 Logen des deutschen E istrik'tes hätten zugestimmt, während in einer Anzahl Logen lie Verhandlungen noch nicht abgeschlossen seien. Wir hal en das Ergebnis für außerordentlich betrübend gehalren, denn die Zahl der Zustimmungen erreicht noch lange nicht die Hälfte der Zahl der Logen des deutschen Distriktes. Seit Ihrem ersten Aufruf sind nunmehr fast 1’/* Jahre vergangen und «ir soll en meinen, daß diese Zeit genügt hätte, alle Logen dav< in zu überzeugen, daß die Zahlung zu dem Jubiläums - Fonc s eine dringende Notwendigkeit ist. Wer zur Zeit Ihres At frufes hiervon vielleicht noch nicht n .der Zwischenzeit geworden sein. Wirtschaftsnöten von nie gekanntem ler geplante Fonds ein unbedingtes Erfordernis und dringen les Gebot der S,tun<Je. Seinen Zweck erfül len kann er nur dann, wenn alle to -daß die Summe die ursprünglich etwa einer Viertelmillion Reichsmark schriebenes Gesetz sei, Künstler aus eigenen Reihen' Verzügen, so gehören Aufgaben der jüdischen Gemeindet Organisationen den jüdischen Künstlern. \ bf- . uhd überzeugt war, muß es Gerade weil wir uns in Ausmaße befinden,, ist Rm. 5.— umzulegen, wo führung anläßlich des 50 Wir bleiben Ihre erwartend Logen sich beteiligen, angenommene Höhe von auch wirklich erreicht. Wir unsererseits hat en bereits dreimal Rm. 5.—von unseren lieben Brüdern eingezoj en und bei unserer Bank angelegt. Wir brauchen Anfa tg nächsten Jahres nur noch die letzten gez. Frankensteil Präsident. auf wir den ganzen Betrag zwecks Abährig. Jubiläums zur Verfügung haben. Mitteilungen mit großem Interesse 1 därkische Loge gez. Arthur Rosenberg Finanzsekretär. Künstler und Architekten. Eine Anzahl von Künstlern und Architekten aus dem Rheinland und Westfale i haben an ihre sämtlichen Synagogengemeinden eine Eingibe zur Linder up g der Not der jüdischen K instier gerichtet. Sie stellen darin die Forderung, bei Vergebung von Arbeiten seitens der jüdischen Gemeinden tind Organisationen in allererster Linie jüdische Künstler zu b rrücksichtigen. Wie es bei der katholischen und evangelisc >en Kirche oberstes, wenn auch unge- Skepsis tut not. Wir veröffentlichen auszugsweise eine unter 'obigem Motto uns zugegangene Zuschrift des Br. Expr. H tinrich Ort hal, Nürnberg, d(r bereits in Nr. 1 des O. B. B vom Januar 1931 mit Ausführungen über »Heimabende* zu Wort gekommen ist. Br. Ort hal meint, daß die Devise unseres Ordens: «Wohltätigkeit, Bruderliebe und Eintracht« ihre webende Kraft zwar bewiesen habe, aber — kritiklos angewa ldt —• be,i vielen Brüdern und vor allem bei Nichtbrüdern falsche Vorstellungen erwecken könnte. . Die erste Forderung »Wohltätigkeit« habe stellenweise den gefährlichen Wahn erzeugt, daß nur für die Wohlhal »enden Platz in unseren Logen sei, daher seien wertvolle Sc lichten jüdischer Bürger unserer Werbung unzugänglich. Nodi mißverständlicher wirke die Forderung »Bruderliebe« a tf den unbefangenen Beobachter. Der Eingeweihte wisse genau, daß 'wir unter »Brüderlichkeit« keineswegs jene völlige Eingabe verstehen, wie sie in der Familie dem Bruder gegtnü »er er-. waitet wird,, sondern jene Menschenfreundlichkeit, die allen, die guten Willens sind, die Hand darbietet und hil sbereit ist durch Rat und Tat, soweit die eigenen Verhält! isse es gestatten. Das sagt wenig, bedeutet aber viel im heutigen harten Kampf ums Dasein. Br. Orthai wirft die Frage auf, ob man nicht statt großer Worte einfache, aber erlüllbare Programme verkünden sollte.! Seine Forderung richte sich nicht — wie Br. Orthai bebetont — gegen den Wortlaut unserer OrdensdeviseJ Aber es gehe um Einsicht in Gegebenheiten, um Bescheidung in Möglichkeiten, um Anpassung an den heutigen nüchternen Geist der Zeit. Wenn wir plso aus Pietät und mancherlei technischen Gründen unser Motto beibehalten, so sollen wir uns doch nicht ablenken und abhalten lassen, unseren Brüdern und besonders der Außenwelt das Wirkliche über uns zu sagen: »In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister*. Zu diesen Ausführungen sei auf die Veröffei tlichung von Br. Alfred Goldschmidt: »Wohlwollen in der Richtung auf Brüderlichkeit und Eintracht« — Juni - Nummer 1927 — verwiesen.- Mit Br Ort hal sind wir der Meinung, daß Wohltun im tiefsten Sinne des Wortes auch ohne materielle Mittel in sehr wesentlichen Verhältnissen möglich ist. Zeitschriftei anderer Distrikte. B’nai B’rith Mi April 1931, Jahrgang Br. V. Kurrei das Thema »Das geisti an .und .für den^JOr l Bruderliebe und Eintrpkeit aus, von [dem ’,'l eines tiefere» Erkennen: federn geübt« werden feilnngen für Oesterreich,' (Heft] 4, XXXL - Linz .behandelten zutreffender Weise jge NiveauJder'Loge«. Seine Forderung enjist: Güte|und Geist. . Wohltun, icht" muß -»von^einer gewissen Geistig- ^tandpunktfjeiner Artjw e[i s e n Güte, is der Menschenseele und,ihrer Trieb- Ein gutes Herz allein genügt nicht. »Die Geistigkeit ist eine Grundbedingung, um M zu besitzen und — um kein Mißverständnis aufko lassen — heißt das: Nur der Mensch, der ein geistiges kat, wird den Logengedacken richtig erfassen und können«. Das Heft enthält den Sitz sämtlicher Distrikt: des Ordens, ferner eine Aufzählung der. Logen all amerikanischen’Distrikte mit Angabe von Ort, GrQn|di und Zahl der Brüder. enschtum amen zu Niveau iuswerten :s froßlogen außerungsjahr ler 64 1

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