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Der Orden Bne Briss · 1931-03-01 · Nr. 3 - März · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1931
Issue
Nr. 3 - März
Date
1931-03-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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In Berlin fand eine Plenarsitzung der Zentral Verwaltung , Ort-Verbandes statt, auf der wichtige Beridtte Ober die tigkeit dieser Organisation in Rußland erstattet wurden, i der jetzt rasch fortsdireitenden Industrialisierung Rußlands . ,-rden Tausenden von Juden durch die Ort-Abteilungen die j• ,-gliederung in die neuen Verhältnisse ermöglicht: . * . Aus den letzten Veröffentlichungen der »Deutschen Hoch' diulstatistik« geht hervor, daß infolge der jüdischen Wirt- . .aftsnot die Zahl der jüdischen Studierenden im Deutschen K..<h ständig abnimmt. Vor dem Kriege waren 5'/ifl/o der u-hsdeutschen Studentenschaft jüdisch, heute nur noch,3,4%. Si’.r interessant sind die genauen Zahlen in bezug auf jüdische Beteiligung an den, verschiedenen Hochschulen und f;.iki|ltäten, wobei zu berücksichtigen ist, daß den jüdischen Akademikern — seltene Ausnahmen abgerechnet — noch, innrer der Zugang zu zahlreichen Beamtenlaufbahnen verschlossen bleibt. Das Matrikelamt der Wiener jüdischen Gemeinde verdeutlichte seine statistischen Ausweise für die Zeit von 1920 bi« 1930. Davon seien drei Zahlen genannt: 1920 wurden 17H jüd. Kinder in Wien geboren, 1929: 1344, 1930: 1214. . In Berlin feierte am 18. Februar der Rabbiner der Orunewald Synagoge Br. Dr. Emil Cohn, der unter dem Zeitschriften anderer Distrikte. B'pai B’rith Mitteilungen für Oesterreich, Heft 2, F.tiruar 1931, Jahrgang XXXI. In eingehender Weise unterrichtet der sehr rührige Leiter der Monatsschrift den Leserkreis seines Distriktes über Mit-' vorigen, Veröffentlichungen, die von anderen Distrikten •nmen. Außer dem Protokoll der Tagung der Arbeits- ’ finschaft der außeramerikanischen Distrikte vom 8. Dernier 1930 und dem Tätigkeitsbericht der Vereinigung ••ien« vom Jahije 1930 wird den österieichischen Brüdern •führliches über interessierende Vorgänge und Veröffentmgen zugeführt. Besonderes Interesse darf ein Vortrag i sprudien, den in Prag der Geistliche der schottischen Kirche, R. K. Sommerville, gehalten hat. Unter dem Themar äs verdankt das Christentum dem Judentum« setzt der ner das Alte Testament in gebührende kulturhistorische euchtung. Er bezeichnet cs als ein ewiges Protokoll des -tsuchens. Der Grundsatz des 'Monotheismus sei auch Grundlage des Christentums. Das Neue 'Testament immc in manchen Tellen von Juden her, in anderen sei es •<h ihre Anschauung und Erfahrungen beeinflußt. Der 'te Teil der ersten Apostel, die das Christentum unter '■■■ heidnischen Völkern verbreiteten und als erste durch Ueberzcugung den Märtyrertod erlitten, -seien Juden, -r Dank des Christentums für die Leiden und Lehren des dentums müsse endlich unter Tilgung aller Spuren der itternis gegen die Juden ein Verstehen im öffentlichen wie , :n privaten Leben werden. Endlich müßte in einer Zeit, in -r Juden und Christen empfinden, wie schwierig heute der iottesglaube ist, Gerechtigkeit walten. A. Gdt. B-nai B’rith Monatsblätter der GroBloge für den Cechoslovakiichen Staat X. L 0. B. B., Jahrgang X, Nummer 2, Febrnar 1931. Pseudonym Emil Bernhard auch oft ^ufgeführter Dramen sch Br. Cohn gehört dem Orden diesem Termin das Amt eines \ Loge. Br. Cohn ist seit einig« i Jugendschriftenkommission, um drei Jahren den »Jüdischen Jug eine Reihe vielbeachteter und ■ieb, seinen 50. Geburtstag, seit. 1907; an und bekleidet in izeptäsidjtnten der w. Gabiroln Jahren eifriges Mitglied der Iler deren Mitwirkung er seit tndkalender« herausgibt. In Kassel starb, erst dreijindvierzigjährig, Br.lDr. Car Gotthelft,, der Chefredakteur uhd Herausgeber des »Kasseler Tageblatts«, ein bekannter Journalist, derauch als Leiter und Mitglied der jüdischen Organisationen ’ Kassels bedeutendes geleistet hatte. Während des Weltkrieges war er zum Oberleutnant befördert und mannigfach ausgezeichnet worden. An der Bestattungsfeier nahmen die Spitzen der Kasseler Behörden, sowie der Oberbürgermeister und der Polizeipräsident teil. i * •, - * Nach etwa halbjähriger Pau;e trat in Berlin am lj Februar unter dem Vorsitz des Kammergerichtsrats Wolff die Arbeitsgemeinschaft der jüdischcjn Landesverbände des Deutschen P eiches zu einer Sitzung zusammen. Es wurden in erste ’ Linie Fragen des Religipnsuntenichtswesens,'des Schächtsd mties und Mißnahmen gegen die Wirtschaftsnot erörtert. Flr die kleineren, notleidenden Landesverbände wurde ein Hilf tfonds geschaffen. .. - ' Innerhalb der Berichte' übir gemeinschaft der außeramerikanü der Logen de/ 10, Distriktes übe gehen uns Mitteilungen über dit die Tagung der Arbeitzeiten Distrikte und der Berichte ihre Tätigkeit im Jahre 1930 Mitteleuropäische Arbeitsgemeinschaft für jüdische Wänderfürsoige« zu,' Oberinspektor Hugo S 1 o n i t z berichtet übe' die in Prag stattgefundene Tagung. Die Ueberseewanderu ig der Juden hat eine nach Kriegsende ständig steigende’ Einschränkung, erfahren. Die Vereinigten Staaten von Ame'ika, wohin! ta den Jahren 1899—1914 1.465.641 jüdische brenschen, alsO|durchschnittlich 92.850 jüdische Seelen pro Jahi, eingewandert sind, haben sehr enge Grenzen gesetzt. Bez dehnend ist, daß Argentinien, welches' bisher eine Gebühr ven $ 27— ffljr das Einreisevisum erhob, diese Gebühr auf , läßt Passagiere der dritten Schi 1 hat eine Verordnung erlassen Betriebe Angestellten geboren« Australien und Süd-Afrika haben Ihre Häfen! für unbemittelte Einwanderer geschlossen. Spani n, wohin ra^h.dem Kriege 150.000 Juden einwanderten, h; t gin Gesetz zum jSchutze $ '33. erhöht| hat. Brasilien fskiasse. nicht ans Land und derzufolge; 75% aller im Brasilianer ' sein müssen. eingeborener Arbeiter erlassen. Frankreich, hältnismäßig große Niederlassung imöglichkeft Einschränkung gelangt. Für Polin beträgt diejQuote 1207(100 Einwanderer. Die Juden partizipieren daran-mit etwa 10%. Auf solcher Grundlage hat sich die Ueberüge*anderung umgesetzt in eine Binnenwanderung! der Juden, für die eine erhöhte Wanderfür orge erforderlich ist. Die Notwendigkeit der Zentralisierung ejer Wanderfürsorge ergibt sich damit von selbst. [Ejine einheitliche Wanderordnung ist aufges! eilt worden,! die dem £wcdce dient. Arbeitswilligen zu helfen, Arbeitsscheue! aus der sozialen Wohlfahrtspflege auszuschalten.' Eine Wainderkartedas eine verbot, ist zu einer 53

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