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Der Orden Bne Briss · 1931-02-01 · Nr. 2 - Februar · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1931
Issue
Nr. 2 - Februar
Date
1931-02-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Thieberger stellt Betrachtungen über den jüdischen Selbsthaß auf der Grundlage eines diesen Titel tragenden Weikes von Theodor L e s s i n g an. jüdischer Selbsthaß, dieser Seelenkeim, — stammend aus jener Zeit, in der man dem Juden tim nicht seinen menschlichen Selbstwert zu geben ver» mochte und noch in die heutige Zeit hinreichend, soweit dieser Selbstwert nicht als Errungenschaft vorhanden ist, — wird bei Theodor Lessing in verschiedenen Varianten dargestellt bei Arthur T r e b i t s c h, Otto W e i n i n g e r, Max Steiner; Paul Ree, Walter Cale, Maximilian Harden. — In einer Abhandlung über »Religiösen und sozialen Messianismus« werden wir hingewiesen auf das neue Drama von Franz Werfel: »Das Reich Gottes in Böhmen«. In dem Führer der hussitischen Bewegung Prokop erleben wir die Tragik des sozialen Messianism'us, in Josef Kas'tein’s Werk die unerhörte Wirkung des religiösen Messianismus — dargestellt in der Figur des.'Sabbatei Zewi. A. Gdt. > Hamenora, Organe periodityie des Bin6 Btritb du District d’Orient No. 11, Jahrgang 8, Nummer 10/11,12,1930. . Die letzten Hefte der Hamenora bringen uns Mittejlungen über Logenverhältnisse und Logenfeiern im elften Distrikt, Abhandlungen über Themen jüdischen Interesses, statistische Notizen über jüdische Niederlassungen, sowie Pressemittei» lungen der verschiedenen Ordensdistrikte. Besonderes Interesse wird den politischen Zuständen in Deutschland nach den September » Wahlen des i/ahres 1930 entgegeng^tracht. Die Situation in Richtung der Juden wurde - bisher etwa pessimistischer aufgefaßt als es der Fall zu sein brauchte. Allmählich scheint eine größere Klärung einzutreten. . A. Gdt. > I Vereinigung Jüdiscneri Studierender iij Paris. Im’Jahre 1927 wurde in Parisgeine Vereinigung jüdischer Studierender gegründet, cjie alle in Frage kommenden Nationalitäten umfaßte. Verhör gab es nur eine lose Vereinigung einer kleinen Gruppe. Dije Vereinigupg*»Association generale des Etudiants Juifs ä Paffe« bemüht sich, ihre Mitglieder aut kulturellem und materialem Gebiete zusammenzuschließen und sie mit den Verhältnissen des französischen Lebens vertraut zu .machen. — Von 42 Mitgliedern des Jahres 1927 stieg die Mitgliederzahl in stetem Wachstum auf 1028. Polen und Rumänen sind am zahlreichsten vertreten '444 bezw. 241). Dann kommt Palästina,! Litauen, Rußland, Ungarn* und weiterhin alle Kulturländer bis Kanada, woher zwei Studenten stammen. Alle Studentehfächer 'sind vertreten, am meisten Medizin <409), Humaniora <168), Rechtswissenschaft <90) usw. bis zu allen Spezialitäten wie beispielsweise Luftschiffahrt <2). Die Vereinigung ist mit den gleichgerichteten jüdischen Studentenvereinigungen aller Kulturländer' sowie mit allen jüdischen'Hilfsorganisationen in Verbindung. Ihr Präsident ist Mr. Haski eiberg, '-i Ihr Etat umfaßten Einnahmen rund 121000.— Fr., an Ausgäben rund 110000.— Fr. Gdt. Bücherschau. Albert Londres. Der ewige Jude am Ziel. (Phaidon-Verlag, Wien). Das erstaunlichste . auf dem an sich schon interessanten Gebiet heutiger jüdischer Publizistik ist wohl das Interesse das jüdischen Problemen in Frankreich entgegengebracht wird — denn vor einem Menschenalter gab es kaum eine französischjüdische Literatur: der Fall Dreyfus, der ja in der modernen französischen Geistesgeschichte überhaupt von epochaler Bedeutung ist, war auch der Ausgangspunkt dieses ganzen Schrifttums. Bedeutend verstärkt wurde das Interesse für jüdische Probleme dann während des Krieges .durch die Masseneinwanderung von Ostjuden: die Schilderung jüdischen Lebens etwa bei den — nicht judenfreundlichen — Brüdern Thäraud oder bei dir borniert-fanatischen Deutschenhassern! Myriam Harry (um nur zwei bei uns viel gelesene Beispiele zu zitieren) ist von sozusagen exotischem Reiz nicht nur für den — völlig assimilierten — jüdischen, auch für den nicht« üdisdien französischen Leser, so daß Palliere mit Recht von einer »jüdischen Mode« in der heutigen französischen Litefatjur sprechen konnte. —! Für dies nicht jüdische Publikum ist offensichtlich das Werk von Albert Londres gedacht: »Der ewige Jude am Ziel«/ der Verfasser hat sich als Reporter' schon vorher mit jüdischen Fragen befaßt, z. B. mit dem dunklen Kapitel des Mädchenhandels. In dem uns vorliegenden Werk macht er sozusagen eine Entdeckungsfahrt in die großen jüdischen Zentren in London und in Osteuropa: in Polen, der Ukraine und in der Tschechoslowakei, um schließlich, direkt vor, und dann hei einem zweiten Besuch direkt nach 'den Pogromen des vorigen Jahres seine Reise in Palästina zu beenden. Selbst für uns deutsch« jüdische Leser, die wir doch schon manches über die Leiden der Ostjuden wissen, sind die durchaus nüchtern vorgetragenen und deshalb um so stärker wirkenden Berichte über die äußerste nur vorstellbare körperliche und seelische Not Jer Juden in Polen und der Ukraine erschütternd, wenn dqdi re4>t viele Nichtjuden dies lesen, würden, um ihre naiven Vorstellungen von der »golderfen jüdischen Internationale« zu korrigieren! Am stärksten wirken, nach der Schilderung lietes unsäglichen Elends und der tapferen Haltung der zionistischen Jugend, die Schlußkapitel, die Unterhaltung mit anbischen Führern nach' den Pogromen, die erklären, sobald die englischen Truppen abzögen, würde es von neuem losgehen. .i »Schön« (erwidert der Autor) »aber Sie Sonnen doch schließlich nicht alle Jucen umbringen . . es sind hundertfünfzigtausend! Das wiirde Sie zu viel Zeit kosten!« »Aber nein«, erwid trte er mit der sanftesten Stimme, »zwei Tage«. Ich fragte die zehn (arabischen, z. T. christlichen Führer), ob sie der Ansicht seienj. »Das sind wir!« - . . Lebet denn also, ihrjjjuden! von Massaker^zu Massaker . Ewiger Jude, bist Du am Ziel? Und mit dieser Frage schließt Londres. : Er wagt nicht, sie zu beantworten. Ef ist ihm aber auch in diesem Werk nicht darum zu tun. Er will nur klar und unvoreingenommen zu den Problemen hinfübren/ und wir wünschten, daß viele die oberflächlich oder gar nicht orientiert an diese Fragen miteiner Patentlösung in der Tasche herankommen, sich einmal und {unbestechlichen' Führer anvertrauen Dr. Dorai Ed in g er. diesem ehrlichen würden! \7 Israelitische Beligipi der Erinnerung an die Die Erinnerungsblät israelitischen Religionsgei Steher, dem Br. Rcchtsan^; ns^emeinde. Plauen i. V. Blätter eihe der-Synagoge, er enthalten! 1. Die Geschichte der tjieinde zu Plauen, von t ihrem Voralt Dr. Goldberg <S. 5—24) und 37 * *

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