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Der Orden Bne Briss · 1931-01-01 · Nr. 1 - Januar · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1931
Issue
Nr. 1 - Januar
Date
1931-01-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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in der Welt befaßt, und wird si dieses eminent wichtigen Problems i|ch dem Studium zuwenden. Einen breiten Raum der Ta jung nahm die Frage einer zu organisierenden Fürsorge für jüdische Studierende in der ganzen Welt ein. Wh" wissert, daß zahlreiche Universitäten den Besuch jüdischer Stüdemen einschränken. Auch aus anderen politischen, ökonomischen und pädagogischen Gründen streben viele ausländische jüdische Studierende die Möglichkeit aij, an deutschen und sonstigen Universitäten studieren zu können. Es soll nun eine Organisation geschaffen werden, die feststellt, an welchen Universitäten, an kleineren Orten der verschiedenen Länder, jüdische Studierende wiljkommen sind, und es sollen in den Ursprungsländern, aus denen die jüdischen Studierenden stammen, Beratungsstellen und Auskunftsstellen eingerichtet werden, um die betreffenden Studierenden zu informieren und s e gleich in diejenigen Universitätsstädte zu leiten, in denen sie sicher sind, angenommen zu werden.' So gibt es in Frankreich, in Italien, in England und zum Teil auch in Deutschland kleine Universitätsstädte, in denen jüdische Studierende weit eher ankommen, als an den gan z großen Universitätsstädten Als Spezialrefereftt vburde Br. Expräsident Gronemann damit betraut, ^zusammen mit anderen Brüdern, einen entsprechenden Organisatiör splati auszuarbeiten, zu dessen Verwirklichung Orden mit ahderen großen jüdischen wie »Hilfsverein der Deutschen Juden«, »Alliance Israelite« und anderen zusammentin will. Schließlich ist der Beschluß trotz des bisherigen Mißlingens, ern zu machen, ein einheitliche die Logen in Europa zu Ausarbeitung eines neuen Entwur der österreichische Distrikt übernom Mit Befriedigung wurde die ersten Loge in Südamerika,: der in Buenos Aires äufgenommep, bei “deutsche Br. aus Frankfurt und Stut^ und die bevorstehende Installation sich dann unser Organisationen gefaßt worden, tut den Versuch Ritual für schaffen. Die les hat zunächst men. Gründung der Argentina-Loge deren Errichtung gart mitwirkten, eitler Loge in Paris. Generalkomitee Einiges von dem Behandlungsstoff der Arbeitsgemeinschaft beschäftigte aheh die vorangegangene Sitzung des Generalkomitees. Entgegen sonstiger Gepflogen retten war keine größere Tagesordnung vorgesehen, sondern nur fiie Berichte des Großpräsidenten und des Groß* Schatzmeisters. Br. Baeck sagte am Schluß, die diesmalige Tagung 1 sollte dem Drude _ der herrschenden allgemeinen Depression und Nervosität ein Ventil schaffen,! und zwar dadurch,' daß die Zeit der Tagung Bür eine allgemeine freimütige unbeschränkte Aussprache zur Verfügung gestellt wurde. . Die Kritik sollte nicht bagatellisiert werden: Kritik ist notwendig und nützlich und‘dies umso mehr, als sie auch zur Antikritik Gelegenheit und Anlaß bietet. Br. Groß-Schatzmeister Bach konnte feststellen, daß der Etat der Grpßlöge einigermaßen balanziert Inwieweit dieser Zustand auf die Dauer Stabilität verbürgt, muß dahingestellt bleiben Die Ansprüche notleidend werdender Logen, besonders die Ansprüche zur Unterstützung der Brüderschaft und ihrer Witwen und Waisen werden von Tag zu Tag größer. Die Möglichkeit, den Logen neue Steuern aufzuerlegenL wird bei der Finanzlage der einzelnen Logen zusehends geringer. Audi die Großloge Jegt sich daher in ihren Ausgaben und Aufwendungen die größtmögliche Zurückhaltung auf. Der Geschäftsausschuß hat eine eigene Sparkommission eingesetzt, die neue einengende. Richtlinien für die Ausgaben aufzustellen har. ' Immer wieder wird der Wunsch geäußert, daß die Logen von der Z ahlung des Großlogenbeitrages für diejenigen Brüder, die ihre Mitgliederbeiträge an die Logen selbst! nicht zahlen können] befreit werden. Es ist dies] abgesehen von gesetzlich formalen Gründen, unmöglich, weil die Großlojge ihren Etat bestreiten muß, der zum größten Teil Zwangsläufig gegeben ist.. Die Großloge lebt yon den Beiträgen der Logen, sie verfügt im wesentlichen über keine anderen E Einnahmen. Wenn dje Logen für diejenigen Brüdei, die der Loge selbst keine Beiträge zahlen, die Großlogenbeiträge nijht mehr abzuführen hätten, so würde nichts anderjes dabei herauskommen, als eine Erhöhung des tjegulären Großlogenbeitrages. Der Großlogenbeitjrag ist nebenher der Ausdruck der Zugehörigkeit aller Brüder zum Orden, a im derjenigen,1 die außerstande sind, ihren regulären jLogenbeitrag zu leisten? die aber nach den eigene i Wünschen der Logen Mitglieder des Qrdens b1 eiben sollen./1 Immerhin wäre zu überlegen, ob niiht diejenigen1 Brüdetj, die — hoffentlich nur vorübergehend — njeht in der Lage! sind, ihren vollen Mitgliedsbeitriag zu: tragen, wenigstens zur Bezahlung des'Groß»1 logenb.eitrages angehalten werden j könnten. j Ein großer Teil, etwa die Hälfte^ der Zahlungen der Logen an die Großloge, Hießt übrigens, von der Großloge aus w eder den Lögen zij, in den verschiedensten Formen, an Unterstützüng von - 9

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