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Der Orden Bne Briss · 1930-12-01 · Nr. 12 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1930
Issue
Nr. 12 - Dezember
Date
1930-12-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Kurze Uebersich Die wissenschaftlichen und st der »Ort«-Organisationen lieferte i die Hauptleidtragenden der Obejr Wirtsdiaftsdepression die in di lebenden jüdischen1 Be völkerungsg apstischen Veröffentlichungen wieder den Beweis, daß allen Ländern lastenden osteuropäischen Staaten uppen sind. Die »Habima«, das einzige Existierende hebräische Theater, gab in Stockholm Gastspiele, dite zu ungewöhnlichen künstlerischen. Erfolgen wurden.l Sämtliche Zeitungen der schwedischen Hauptstadt veröffentlichten rühmende Kritiken/ der Hof wohnte den meisten Verstellungen bei. Zum Leiter des gesamten Sowjetunion wurde der jüdische und Organisator Abraham Hol; hat u. a. durch verschiedene Aeroplane beträchtlich erhöht Flugwesen Verdienste erworben Er i und r issischen Luftfahrwesens der F lieger, Flugzeugkonstrukteur gewählt. Holzmann ndungen die Sicherheit der sich um das internationale In Paris starb, dreiundsiet zigjährig, Malhieu Dreyfus Dreyfus, der einst die zenfür die Rehabilitierung ‘des' der Bruder des Obersten Alfreil träte Kraft in der Bewegung wegen Landesverrats unschuldig verurteilten jüdischen Offi ziers gewesen war. In Berlin wurde das neue Mittelstandsheim des jüdischen Frauenbundes, das Olga-Sterji-Haus, feierlich seiner Be' Stimmung übergeben. Dr. Johannes Stanjek, ein früherer katholischer Theologe, ein genauer Kenner des Judentums, jahrzehntelang Schriftleiter der »Mitteilungen'des Vereins zur Abwehr des Antisemitismus«, starb in Berlin im Alter von 67 Jahren. Dr. Stanjek war der erste, der die berüchtigten »Protokolle der Weisen von Zion« als plumpen Schwindel entlarvte. In einer amtlichen Denk: Schaftsministeriums wurden die lungen in der Krim als »öffet schaffen« bezeichnet^ sjehrift des russischen Landwirt- 40 C00 Hektar’ jüdischer Siedtlieh zu rühmende Musterwirt- Zeitschriften ariderer Distrikte. Der Berliner lArchitc Baerwald starb in Jerusalet i wald, der im preußischen wirkte, hat eine große Anz;1 Sein letztes Werk war da> war er, ein gebürtiger Kunstakademie. . kt Geheimer Baurat Alexander im Alter Von 53 Jahren. Baeij« Ministerium für öffentliche Arbeitein ihl Berliner Prachtbauten geschaffen. Technikum in Haifa. Seit 1906 liner, auch Mitglied der Berliner Bi r Die 1899 in Ffankfur: Dr. Hedwig Braun, geborti Amtsgerichtsrätin in Fran erste deutsche Frat^ und mäßiger Richterpostejn anvi Der Nobelpreis für K schiedenen anderen* medi: Landsteiner hervorragende: Serumreaktionen wa^en epochemachend. r a. M.' gebotene Assessorin Frau ne Frank, wurde zur Land- und tfurt a. M. ernannt. Sie ist die Jüdin im Reiche, derein etatsdrtraur wurde. edizin . für das Jahr 1930 wurde dem berühmten Baki eriolog en ' und Biologen Dr. Karl Land- Steiner für seine Untersuc mngen über die Blutgruppierung verliehen. Landsteiner, ah Sprojß einer orthodox-jüdischen Familie 1858 in Wien geb >ren, war von 1911 bis 1921 Professor an der Wienetj Universität. | 1922 ging er nach Amerika und richtete dort eitle Abt :jlung |des Rodcefeller-Instituts für medizinische Forschungen in Newyork ein. Auch auf vef»j inischen Forschungsgebieten hat geleistet, seine Arbeiten über Als interessante^ Beleg fanatikern behauptete »ge Rasse« kann — nebenbei für die von verschiedenen Rassjr-I stige Inferiorität der semitischen bemerkt — die Tjttsadte gelten, daß die Juden der Kulturlä ider bisher '37 mal so viel Nobelpreisträger gestellt haben zienten nach zukämq. als es ihrem Bevölkerungskoeffi- Am 2. November vollf und Dramatiker Schalom (Pplen) geboren, veröffentlich Erzählungen und Romane. Erfolg den »Gott |ler Ti: wirksames jüdisches j Miliec beiden Jahren erschienene Rc bürg«, »Moskau« wjirde ei Bucherfolg. Die gesamte würdigte einmütig dje Bed fitter der Großloge für der! X. I. O. B. B., Jahrgang IX, B’nai B’rith, Monatsb S Cechoslovakischen Staat Nummer 8, Oktober 1930. Doz. Dr. Otto S.ittig schreibt über das Thema1: Warum lachen wir? Da das Lachen zu den ernsthaftesten Beschäftigungen des Lebens gehört, geben wir der Ausführungen anzureget Sittig stützt sich in der einige Hinweise, um zur Lektüre Hauptsache auf die Definitionen des Witzes oder des Komisc len, die von Bergson und Freud stammen. Bergson stellt 3 Voraussetzungen tür das Komische auf: 1. Das Komische findet sich nur in der Sphäre des Menschlichen. Bei G< genständen nur insoweit, als sie ndetc der große jiddische Erzähler ich sein 50. Lebensjahr. Jn Kutno te er schon als Zwanzigjähriger Max Reinhardt führte 1907 trtit che«,- ein lebendiges, dramatischstüdc auf. Die in den letzten mantrjlogie »Warschau«, »Petersii europäischer und Amerikanischer . deutsche und ausländisthe Presse leutung des Dichters. Beziehungen zu Mens hen oder menschlichen Handlungen haben. 2. Wir dürfen nicjbt mit tnserem Gefühl an der betreffenden Person oder $zene Feteiligt sein. 3. Das. Lachen, jdie Wirkung des Komischen, kann nur in einer Geiheinscbuft auftreten. Die Wirkung des Komischen/entsteht aus einem Nachlassen der ständigen Anspannung (einer /Aufmerksamkeit, mit der wir uns den wechsclndjen Verhältnissen des Lebens sfets anzu- ’ passen suchen. So jist beispielsweise der Zerstreute eine unversiegliche Quelle der Komik. ' ‘ ' Nach Freud <Der W^itz und seine Beziehung z'um Unbewußten) ist der Witz ein Lustgewinn, der durch Ueberwindungi einer Hemmung zustande kommt Am i! 235

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