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Der Orden Bne Briss · 1930-12-01 · Nr. 12 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1930
Issue
Nr. 12 - Dezember
Date
1930-12-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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t Heilstätten eintritt und allgemeine Aufklärungsarbeit leistet. Besonders sei dabei der Bestreblingen •zur Gründung einer., Männerheilstätte — einer seit langem dringend erforderlichen Ergänzung der Frauenheilstätte in Nordrach — gedacht. Eine weitere notwendige Aufgabe ist die Verbesserung, der Fürsorge für jüdische Nerven- und Geisteskranke. .Hier wird hoffentlich in nicht allzu ferner Zeit die Möglichkeit der Errichtung einer jüdischen Heilstätte für die überaus zahlreichen jüdischen Kranken bestehen, die auf eine rituelle Verpflegung und auf eine jüdische Umgebung Wert legen. In der Erholung sfürsorge wird vor allem die Vereinheitlichung und Rationalisierung der Verschickung von Kindern und Erwachsenen sowie der Verwendung und Belegung der Heime angestrebt. Auf dem Gebiete der W irtschaftsfürsorge ist die in der gegenwärtig schweren Wirtschaftsnöt im Vordergrund der Arbeit stehende Förderung der Darlehnskassenbewegung als eine der wichtigsten produktiven Hilfsleistungen zu erwähnen. Die ZWST wird jetzt, gemeinsam mit dem Preußischen Landesverband und der Reichsarbeitsgemeinschaft der Landesverbände, eine Aktion zur Begründung neuer und zum Ausbau bestehender Darlehnskassen durchführen. Zu den Aufgaben der Wirtschaftsfürsorge gehören sodann auch die Vergebung .von Anstaltskrediten für den Ausbau von Anstalten und Einrichtungen, die Durchführung der sozialen Wohlfahrtsrente und des mit ihr verbundenen Ausgleichsfonds für finanziell ungünstiger gestellte Anstalten und der Ausbau der »Jüdischen Studentenhilfe«, an dem auch die Großloge mitbeteiligt ist. Im Anschluß an die Wirtschaftsfürsorge muß besonders die Tatsache hervorgehoben werden,' daß die ZWST seit Beginn dieses Jahres in enger Arbeitsverbindung tnit der Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge und Arbeitsnachweise steht, die ihre Geschäftsstelle mit der ZWST vereinigt hat und der die Bearbeitung der großen sozialpolitischen Gebiete obliegt.. Hierher gehört, neben der planmäßigen Einrichtung und Durhführung einer geordneten Wanderfürsorge und den bereits erwähnten' Vorarbeiten für die so notwendige Arbeiterkolonie, - vor allem die zeitgemäße Ausgestaltung des in der gegenwärtigen Lage vielleicht (bedeutendsten Arbeitsgebietes, des jüdischen Arbditsnachweiswesens und der Berufsberatung. Audi an diesen Arbeitszweigen haben die Lj>gen seit langem besonderen. Anteil genommen. ’! Ein reichhaltiges A r c h i v (Archiv der halboffenen und geschlossenen Einrichtungen und Organisationen der jüdischen Wohlfahrtspflege in Deutschland und im Ausland, sowie Zeitungs- und Zeitschriftenarchiv) und eine Bibliothek, qie sich in starkem Ausbau befindet; ergänzen und unterstützen die Arbeit der 2WSTpie ZWST gibt als Monatsschrift die »Zeitschrift für j irdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik«, ferner einen.»Führer durlch die jüdische Wohlfahrtspflege in Deutschland« uijd zahlreiche andere Veröffentlicht! igen -heraus. j Im ganzen Reich sind der ZWST in" der geschlossenen Fürsorge 2)7 Anstalten urtd 14 Abteilungen anderer Anstalten angesdilossca mit 9313 Plätzen, in denen 1953 hauptberufli h tätige Pflegekräfte beschäftigt sird. Die h äl hoffen e Fürsorge zählt 82 Eint* richtungen und. 2 Abteilungen ■ anderer Anstalten!, (Kindergärten, -horte, Tägeskblonien usw.> irÜt 4547 Plätzen und 216 hauptberuflich Tätigen. . In der offenen Fürsorge werden gezählt: 55 Krankenpflegestationen, 30 Ambulanzen urd Polikliniken, 10 sonstige Beratungsstellen, etwa 2000 Wohlfahrtsvereine mit etwa 200 000 Mitgliedern, von denen etwa 1 i 000 aktiv an d£r - jüdischen Wohlfahrtsarbeit beteiligt sind. j Nach der neuen Satzung vom Jahre 1927 steht an der Spitze der ZW5T ein Gesamtvofstand und ein geschäftsführender Vorstanji Zur' Durchführung einzelner würden mit anderen jüdischen die Arbeitsgemeinsd aften »Jüt fürsorge«, »Jüdische Erholung ifürs'orge gebildet. größerer Aufgaben Reichsorganisation^n lische Qefährdeteijt- und »Ji^f Folgende disdie Tuberkulosenl ürsorge«' Organisationen stehe n durch Blürogemeinschaften in enger Arbeitsverbinlung mit! der ZWST: der Bund der jüdischen Kranken-j und PflegeanstalteJt, der Soziale Aussdiu) des Allgemeinen deutsch^ Rabbinerverbandes, der Ausschuß *•. »Lehrerschaft und Jugendwohlfahrt« und der Reichsausschuß d^r jüdischen Jugendverb inde. . J I Die ZWST st tht'-allen' Einrichtungen, Organisationen und Einzelmitarbeitern der jüdischen Wohlfahrtspflege stets zu jeder Förderung ihrer Arbeiten zur Verfügung. I ir ZieFist dejr Ausbau uftseier gesamten Wohlfahrt s p f 1 e gle in jüdischem Geis. t]e und nach den Methoden neüzeitj-, licherWohilfalrtsarbeit. 233

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