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Der Orden Bne Briss · 1930-09-01 · Nr. 9 - September · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1930
Issue
Nr. 9 - September
Date
1930-09-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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Sinns und Gehalts anzuerkennetj. aber bleiben Religion und Wi: des ranzen, tiefen Menschenleben^, der Anfang der Philosophie ist Klärung der Stellung des Mi »Skeptizismus mit Vorbehalten« reebtigte Mahnung, Probleme nicht ■zu bringen! Dr. Albert dsr letsch Alfred Nossig: Judentum und Weltfriede. Demnächst im Philo-Verlag, Berlin SW 68/ Lindenstr. 13, erscheinend. Aus dem Inhalt: 1 ~ — ~ der Lehre, Die Erneuerung der <Das Mysterium- Israel, Israels M enschheitsdienst seit seiner Zerstreuung), Israels Menschheit» lienst in dgr Zukunft. Die Wiedergabe von Skulpturen, die die Frieclensideen Israels symbolisieren, Werke des Verfassers, der auch Bildhauer ist, illustrieren das Buch. In erleset er Austattung 250 Seiten umfassend. Vorzugspreis bis 20. Trotz dieser Antinomie >aft die Sinnentfaltungen Nicht das Ende, sondern Zweifel, ihr Ziel ist die ien im Kosmos. Ein aber bedeutet nur die bevorschnell zur Entscheidung Lewkowitz, Breslau. September RM. 5.—. j Dawar, Tageszeitung der - Israel. Seit drei Monaten gibt ausgabe der obigen palästmensis- Redakteur B. Kaznelson, Tel A deutschen Leser werden das pulsi bleroe des Landes, die Freuden und Menschen näher gebracht j idischen Arbeiter in Erez eine Deutsche Wochen- 4>en Zeitung, die von dem iw, geleitet wird. Dem icrende Leben und die Pro- Sorgen der dort schaffenden Magnus Hirschfeld und E erziehung Der Weg durch Moral. '— Universitas - Deutsche Berlin. Ein Problem, das früher eine bestenfalls der Pädagogen gewu Allgemeingut werdeo. Aus Heimli< »Sünde« soll Offenheit, Klarheit, Ei k erhöhung, Eugenik werden. Was Treibende angesehen und' bekl; g: Schöpferische erkannt und gewertet Kenntnisreichen, das keine Dogma ti legt und-wertvolle Hinweise verra steuern — in einer Fülle illustriere fahrungen und interessanten Form Wald Bohm: Sexual- Natürlicbkeit zur neuen ■ / erlags-Aktiengesellschaft, Bruder Justizrat Angelegenheit der Aerzte, sen ist, soll möglichst i< hkeit, Neugier, Lüsternheit, enntnis, Interesse, Lebensfroher als' das haltlos t wurde, soll als das werden. Ein Buch der ik gibt, aber Fundamente ttelt. Dichter und Denker ender Zitate — ihre Erbitterungen bei. Aus dem Chaoi — als Motto ist das Goethe-Wort vorangestellt t »Opfer fallen hier, — Weder Lamm noch Stier, — Aber Menschenopfer unerhört« — soll Aufbau, Erhöhung, Freude werden. Ein Anfang ist gemacht. Aber irgend eilt mal muß angefangen werden .... A. Gdt. -Ernst Kretschmer. Geniale Menschen. Verlag Julius Springer, Berlin 1929. »£s gibt besondere Konstellationen der Erbanlage bef begabtten Menschen, wo das psychopathische Element nicht nur h<tarnend auf die geistige Produktivität wirkt, sondernwo esj direkt einen unentbehrlichen Teilfaktor indem psychologischen Gesamtkomplex darstellt, den wir als Genialität bezeichnen.«. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet Kretschmer, Professor für Psychiatrie in Marburg — bekannt durch sein Buch:, »Körperbau und Charakter« — das Wesen des Ue-| nialen vom Biologischen wie vom Seelischen aus? Gesetz! und Schicksal der Höhenmenschen, die Tragödie der ZerissenheitJ des Sprunghaften, des Zwanges zum Schaffen wird uns in Erläuterung und Beispiel vor Augen geführf. Verständnis! ist der Lohn des Lesers beim Einblick in Seelen. Goethe,] Bismarck, Luther, Rousseau, Robespiere, Hölderlin, Robert I Mayer u. s. f. erscheinen vor uns als Leidende/ als Schaffende. Eine Portraitsammlung: 83 Bilder — ist das Abschließende. A. Gdt. Im Aufträge des Vorstandes der Israelitischen Gemeinde Frankfurt a. Main hat (Br.) Eugen Mayer, Frankfurt a. Main eihe Gedenkschrift über Franz Rosen zweig herausgegeben, die Reden und Ansprachen von Baedc, Blau, Martin, Buber, V. von Weizsäcker, Strauß, Wolfskehl u. a, m. enthält * Eingegangen: < Die w-:iße Fahne, Zeitblätter für Verinnerlichung und Vergeistigung, Jahrgang XI, Heft 5, Mai 930. Baum-Verlag Pfül fingen in Württemberg. Grund tüge der Neugeistlehre, Einführung in die Neugeistige Den;- und Lebensweise. Bücher der Weiße« Fahne. Verlag 0er Neugeist-Zentrale, Pfüllingen in Württemberg. . I iugo Kuznitzky ztim Abschied. Unser allverehrter und Heb tr Ehrenvizegroßpräsident Br. Kuznitzky, der am 31. Juli d. J. seinen 70. Geburtstag in körperlicher und geistiger Frische begehen durfte, verlegt nunmehr seinen Wohnsitz rach Meran. Es ist uns aufrichtiges Herzensbedürfnis ihm bei diesem Anlaß unsere ihm zu seinem Geburtstage ausgesprochenen Glückwünsche^ zu wiederholen, ihm nochmals für seine im Laufe eines Menschenalters unserem Biruderbu ide geleisteten wertvollen Dienste wärmstens zu danken und ihjm treubrüderliche Wünsche in sein neues Heim zu senden. Br. Kuznitzky kam im Februar 1896-von der Germania-» Loge, Halle, in die Deutsche ReichLoge, bekleidete daselbst seit April 1897 die versdiiedenen Logenämter und vertrat seine Loge als Repräsentant auf mehreren Großlogentagungen. Im Juni 1901 wurde er in das Generalkomitee und im November 1906 in den geschäftsführenden Ausschuß der Großlogc gewählt .Auf der Großlogentagung Mai 1911 wurde ' ihm das Amt eines Vizegroßpräsidenten übertragen. Als er im Jahre 1928 aus Gesundheitsrücksichten aus dem Präsidium - der Großloge ausscheiden zu müsseh glaubte, wurde ihm auf der Großlogentagung dieses Jahres der Titel eines Ehrcnvizegroßpräsidenten verliehen, um seine Mitarbeit im Generalkomitee zu erhalten. Während seiner Zugehörigkeit! zu unserem Bunde wirkte er durch sein vornehmes Wesen vorbildlich auf die Brüder, deren Liebe und Wertschätzung er in vollem Maße genoß. Die Gradheit und Klarheit seines Denkens sowie seine Liebe zum Judentum ließen ihn die hohen Aufgaben des Ordens in ihrer .Tiefe erkennen und machten ihn Tzu einem hervorragenden Führer in unserem Bruderbünde. Seine Referate in den Sitzungen des G. A. und des Gencralkomitees zeichneten sich durch scharfe: logische Gliederung, seine Ansprachen und Reden bei] -Besuchen von Logen, Installationen uod anderen Gelegenheiten durch hohen Schwung und edle Diktion aus. Auf dem! Gebiete der Konstitutions- und Gesetzesfragen war er Autorität. Auf (Jrund seiner Gesetzeskenntnisse gehört er seit einer: Reihe von Jahren auch dem Ordens-Appellationsgericht an. Ihm verdankt unser Distrikt im wesentlichen die Bestimmungen des1 »Ehrentätlichen Verfahrens«, die in die Allgemeinen Gesetze aufgenommen wurden. Sein Aufsatz »Die erziehliche Wirkung des Ordens« in der Festschrift zum 20 jährigen Bestehen des. Ordens in Deutschland wirkt noch heute belehrend, erfrischend und begeisternd wie zur Zeit seiner Veröffentlichung im Jahre 1902. |Das gleiche gilt von seinem Aufsatz »Das Wesen des Ordens Bne Briss und seine Bedeutung für die deutsche Judenh^it«, der in unserer bekannten Werbeschrift zum Abdruck gelangt ist ■ Ajjßer in den oben genannten Ehrenämtern wirkte er noch itj der Jugendschriftenkommission der Großloge und im Kuratorium des Jaffaschen Fürsorge- und Waisenheims mit stets sich gleichbleibender Pflichttreue. Br| Kuznitzky verlegt nun sein Domizil nach Meran, wo er, von detj Berufspflichten frei sich wissenschaftlichen Studien hingeben will. Wir hegen die Hoffnung, daß sein Interesse für unsern Bund auch in der Ferne wach und rege bleiben wird, und daß es ihm gelingen wird, als oer Macrum die Idee des Ordens in seind neue Heimat 2u tragen. Unsere herzlichsten W ünschc begleiten ihn und seine opferfreudige und treu sorgende Gattin in den: neuen Wohnort. Seine unserem Bunde gehaltene Treue werden wir stets in Dankbarkeit und Verbundenheit, mit. Trfue vergelten. |! V 158

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