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Der Orden Bne Briss · 1930-07-01 · Nr. 7/8 - Juli/August · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1930
Issue
Nr. 7/8 - Juli/August
Date
1930-07-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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Verstehens besteht. Für das »Verbrechen«, Juden zu sein, müssen jüdische Studierende sich alle möglichen geistigen und seelischen Demütigungen gefallen lassen. Wir suchen kein Mitleid, kein Verzeihen, keine herat lassende-Toleranz, nur ein bißchen verständnisvolles »Wohlwollen«! »Die Kunst, Jude zu sein« war das Thema eines Rede Wettstreits — ■ des ersten —, zu welchem . sich die geeigneten Vertreter von sieben Hillel- Stiftungen in Champaig i <Ilhnois> zusammenfanden. Der Ordenspräsident Var zq diesem Ereignis, zu dem sich etwa 300 Per ionen einfanden, eigens aus Cincinnati herübergeko nmen. Einen Beweis für die Wirksamkeit dieser Kunst ist die Verleiht ng des Cecil Rhodes-Stipendiums <zwedcs dreijä hrigen kostenlosen Studiums in Oxford) an zwei jüdische Studierende, Morirz Goldschmidt und Liönel M. Gelber. Der Orden ist erfreut, daß diese Auszeichnung zwei in der jüdischen Jugendbewegung lebhaft tätigen Jünglingen zuteil wird. Das Ordensorgan, wirft einen Rückblick auf die Jahre 1880—1930 die ,es als einen Höhepunkt im jüdischen Leuen Amerikas kennzeichnet Die ungeheure Einwanderung um 1881 war für die Juderfheit in Amerka ein Segen, denn unter' dem Zuzug befanden s ch Hunderte, die heute — und deren Kinder — :;u Reichtum und Ehre gelangt sind; »Ueberall m Lande sind ihre Erfolge sichtbar.. Der eine besitzt alle guten Theater in der Stadr, der andere i u der Erbauer des größten Wolkenkratzers in det Stadt, ein dritter hat auf dem Gebiete des* Films sein großes Vermögen erworberf. Oder;sie sind Handwerker, und man hört hin und wieder, daß sie Hervorragendes geleistet haben.« Gewiß auch Armut, aber* sie tt ilen dies Los mit der nichtjüdischen Bevölkerung, Not« besteht nicht. Sorge bereitet, ist die wachsenden Geschlechtes, blick auf das nächste Eine beachtenswerte Anregung. unter den Juden herrscht eine spezifisch »jüdische Was dem Orden schwere Gleichgültigkeit des heran- Dennoch ist sein Aus- Halbjahrhundert durchaus nicht pessimistisch. »Obwohl die Juden von 1980 in einer höchst verriurftmäßig eingestellten Welt leben, finden sie doch die jüdische Religion durchaus Im Einklarig mit modernem Empfinden Ihr schlichter Glaube, ihr Rationalismus befriedigt das Gemüt einer Generation, ’ die jede Art von Aberglauben verworfen hat. Der soziale Gedanke des Judentums hat die Menschheit erleuchtet und ist für die Beziehung von Mensch zu Mepsp» richtunggebend geworden. Darum dürfen die Juden stolz sein auf jhren Beitrag zur Schaffung eineiPgerechteren und schöneren Welt.« t j j Unter d^n zahlreichen Aufsätzen seien erwähnt; »Zufall oder Bestimmung?« von jSamuel Tennenbaum, d. h die Lebensgeschichlle von Ai me p a 11 i e r e auf Grund einer Unterredung. Als j»Ruhige Geistigkeit« kennzeichnet jhn Tennenbaum. Palliere spricht von der Bestimmung Israels in der. Geschichte der Völker. j Ein anderer Aufsatz beschäftigt sich mit der DliamantenbörseTn Antwerpen anlälßlich ihres 25fähigen Jubelfestes Sie ist die einflußreichste und eichste derartige Körperschaft in per Welt, unter hren 2200 Mitgliedern sind 20C0 Juden, so daß nan in Belgien förmlich von einer »jüdischen Diamantenindustrie« spricht. Bei der Feier widmete der belgische Innenminister den luden sehr anerkennende Worte für die nützlichen Di^nst^, die Sie dem Staate geleistet haben. —I Leon Spitz beandelt »Juden in der amerikanischen Diplomatie«, ' Felix Mendelssohn erzählt einen »Besuch der jerusalem-Loge«. Mit allergrößtem Interesse lesen wir einen Aufsatz »Jüdische Geschichte in Medaillen« von M. Narkis. die großartige Münzensammlung des Gothaer Bankiers Dr. OttoGöldschmidt, Mitglied der w. Gotha-Loge, behandelnd. Der Leser itaunt über die Fülle von Münzen und Medaillen jjüdischen Interesses, die Persönlichkeiten und Ereignisse in kunstvoller Piägung fesjhalten. —» Mit großer Freude vernehmen wir, daß Petjenten in Paris die Exekutive uni einen Freibrief zur Installation der ersten Lege R. B. auf fran pösischem Boden gebeten haben. Br. Prof. Dr. Eu giert Wölbe, Montefiore-Loge ^zu Berlin. S5hne und Töchter Die w. Rheinland-Loge Gemeinsamkeit mit den Schve: beschlossen, die in Köln' befip auswärtigen Logenbrüdern zi Es ist in einer gemei Schließung gefaßt worden auswärtiger Logenbrüder, und die Moriah - Loge haben in Sternbünden der beiden Logen idlichen Söhne und Töchter von t sammen zufassen, i samen Sitzung folgende Ent- 1. E$ soll keine besondere Organisation beschaffen werden, die eine Konkurrenz für die Jugcndv :rbände und ihre erzieherischen Bestrebungen darstellt. j |2. Die Logen sollen veranlaßt werden, zu den offenen , Sitzungen, zu denen die hiesige Logen lugend zugelajssen ist, uod zu den geselligen Veranstaltungen auch die Auswärtige Logenjugend einzuladen. -Wir versprechen uns 138 i —

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