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Der Orden Bne Briss · 1930-07-01 · Nr. 7/8 - Juli/August · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1930
Issue
Nr. 7/8 - Juli/August
Date
1930-07-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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junge Mens dien .werden Zirkel werden gebildet un£ deutung. Audi j J u g e n d rechtlich verbunden sind, sii soll der Nachwuchs des Ord und Führer der Zukunft t jüdischem Sinn erfüllt, jüdische jüdische Fragen gewinnen Be» »Logen, die dem Orden nicht nd begründet worden. Aus ihnen lens kommen, so hofft man, Massen finden. kürzter Form »Die Bne Bf Abkürzungen in Amerika .Sinn« erledigt sforden. einer Bulgarischen Großlcgi logeotagung des Orient-Dis Arbeitsgemeinschaft der eure päischen Distrikte sind in unserem Buenos Aires besteht A'uss cht auf Gründung einer Loge.’) *) I^ie Gründung ist inzwis* uben erfolgt. Verkfirzte Bezeichnung. Es ist der Beschluß gefaßt worden, den Orden in geiss« zu benennen, da derartige üblich sind. Die Wünsche der Die Angelegenheit der Schaffung ist bis nach der fetzten Großrikts vertagt worden. Die vorbereitenden Sehr tte zu Logengründungen in Paris, Lettland und Littauen werden eifrig beobachtet. Auch in Tätigkeit der Kommissionen. Der Sonderaussciuß für die geistigen Interessen tjal wiederum 'eine Zusammenstellung, von Themen für die ^Behandlung in den Logen vorbereitet und die Frage der eventuellen \ /iederBelebung der Arbeitsnachweise in den Logcen zur Eer; tung angeregt. Der Sonderausschuß”’ für Kunstfragen hat den ersten zfyklus der W anderausstellung beendet, die überall! Interesse-u i3 Anfang und zum Teil auch materiellen Erfolg - zu verzeihnen hat. Der Kunstausschuß regt an, in den .Logen Kumtausschüsse einzurichten, bezw. Fragen der Kunst durch die geistigen Ausschüsse behandeln zu lassen und in jedem Termin einmal eine musikalische Veranstaltung eines schaffenden oder rachschaffenden Künstlers abzuhalten. J . Die Jugeidschrif-ienkommission hat in ihrer Jugendbücherei ein weiteres Heft herausgebracht: Aus Tagen der Not. Für den jüdiSchenJugendkalender wird wiederum di : Uebernahn e einer Garantie der Großloge in Gemeinschaft mit der jüdise len "Gemeinde für 1500 Exemplare ä 2,50 M in, Vorschlag g ’braehr, yorausgesetzt, daß der Kalender die Zustimmung der Kommission findet. Die Festnlummer. zum Ordenstag wird in diesem Jahr dem Thema: »Wi -tschaftsfragen« gewidmet sein. Das Jaffa’sjche Waisen- und Erziehungsheim der Gr iß löge, in dessen Kuratorium die Großloge vertreten war,! kennte, da c ie finanzielle Hilfe der Familie Jaffa nicht mehr Möglich war, licht aufrecht erhalten werden Es ist gelungen, mit der jüdise len Gemeinde Berlin ein Einvernehmen zu treffen, daß dt: Anstalt und ihre Beamten übernommen werden. Ebenso soll;das j.ü d i s c h e Erziehungsheim Beelitz, an dein die Groß oge zuT Hälfte beteiligt ist, von der Gemeinde: übernommen werden. Die J e h u d a - H a 1 e v i •Lo g e hat sich aufgelöst. (Inzwischen i,t jn| Berlin als jüngste Loge die Gabirol-Loge gegründet worden^ I m Br. Großschatzmeister Bach-Berlin: Der Rückgang in der Mitgliedschaft des Ordens, den Br. Großpräsident für Amerika gekennzeichnet h; t, trifft auch für uns zu. Während der Etat im Jahre 1924 unter. Zugrundelegung einer MitgliederzaM von 15 214 der Deutsche Distrikt zur Zeit r aufgestellt worden ist, zählt jr noch 14 070 Brüder. Der Rückgang zeigt, daß die katastrophalen wirtschaftlichen Ver- ~ hältnisse sich auch bei uns auswirken unc aus wirken müssen Der den Brüdern vorgelegt« Abschluß schließt mit einer Unterbilanz von 10 208.31 M. Sie ist zurütkzuführen auf den Rückgang im Mitgliederbestand und inlolgedessen der Ein» nahmen der Großloge und ferner auf die außerordentlich starke Inanspruchnahme des Bruderhilfsfojnds. Mit Rücksicht darauf, daß der von der Großfogenvolljversammlung angenommene Vorschlag den heutigen Verhältnissen nicht mehr entspricht, hat der Geschäftsausschuß einen neuen Voranschlag für das Jahr 1930-31 vcrgelegt, der die. Billigung des Revi» sionsaussdiusses gefunden hat. > Br. Ehren-Vizegroßpräsident Ku zn it zky « Berlin ergreift ^Isdann in der Diskussion das Wcrjt. Sein Platz ist piit* Blumen geschmückt, da er demnächst! Berlin verläßt, um ach Meran_.su übersiedeln. Nach Worten herzlicher Be» rüßung durch den Großpräsidenten spricht er die Hoffnung us, auch von fern her gelegentlich au den Sitzungen des eneralkomitees teilnehmen zu können. Im Anschluß darän pricht er Wünsdte bezüglich der Propaganda für den Orden aus. Br. Vizegroßpräsident C o h n - Königsberg glaubte den ückgang des Ordens in der Politisierung des deutschen Judentums, in dem starken Wachsen längerer Interesseneise sehen zu sollen. Damit hängt es zusammen, daß. ie neutrale Logenarbeit nicht mehr als befriedigend angesehen ird Die Anschauungen werden nicht mehr von der ge» leinsamen Logenidee, sie werden von politischen Gruppierungen beeinflußt. Die beste Propaganda für den Orden ist die ’Leistuhg.. Er glaubt, Ostpreußen hierfür als Beweis ajiführen zu können. Dort ist — soweit ihm bekannt — ein Rückgang nicht zu verzeichnen. Br. Vizegroßpräsident J e s e I s o h n< Mannheim hält die innere Propaganda für wichtiger als die äußere. Einzelne Ligen sind zu gtoß geworden. 5C0 Mitglieder einer Loge konren sich nicht brüderlich zusacrimenfinden. Die Spinoza- Loge hat mit ihren Heimabenden vorbildlich gewirkt. Im kleinen Kreise könnensich Brüder finden jnd Freundschaften schließen. Für die Logen soll auch die Logenjugend gewonnen werden Ein« allgemeine Politisierung der deutschen Juden ist da, aber nicht zutn Schaden dej- Loge. Durch die Oijdensarbeit ist auf eine größere Ritterlichkeit des Kampfes eirtgewirkt worden Auch das kann aU Aktivum gebucht werden, daß die führenden Persönlichkeiten in den Gemeinden für! kulturelle Fragen durch ihre Erziehung in den Logen größeres Interesse zeigen. Die nächste Grpßlogentagung wird gledizeitig die Tagung des 50 jährigen Jubiläums sein. Sie wird daher als eine geistige Tagung aus: ugestalten sein, an der alle teilnehmen können. Sie wirc propagandistische Zwecke erfüllen können. j Br. Le vi- Mainz tritt für Sparmainahmen ein. Bei einer gründlichen Umorganisation .des Ordens ist es nicht nojyendig, für eine Großlogentagung RM. 25 000.— auszugeben. Die Arbeitsleistung braucht hierunter nicht zu leiden. Bei einer stärkeren Organisation der Lo^enverbände Würde is genügen, einen Delegierten für jederj Verband in das Generalkomitee zu wählen, so daß audi > für die Generalkomiteesitzungen Ersparnisse erzielt werden können. Auch geringe Ersparnisse sind wertvoll, dadurch könnten Mittel gewonnen werden, um Kulturarbeiten, wiej die des Hessischen Logenverhandes, zu fördern. Den Rückgang des Logeninteresjses führt er im Gegensatz zu Bruder Cohn weniger auf die Politisierung der Juden als auf die Verhältnisse des Wirtschaftslebens zurück. 3ie Jugend ist schwer zu bekommen, weil sie sich zu frühzeitig auf eine bestimmte Richtung festlegen läßt. 124 -

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