Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1930
- Issue
- Nr. 6 - Juni
- Date
- 1930-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Berlin, Juni 1930. Nummer 6. ftgmr fjtilag Dti ©roßlofte. Ha (Eingetragener Berein ßnrean: $062,0le!g|tTaßel2. (Brlqtyon: }nt $ 5, farbaioga 4619.-|j8gf4fMmito: Ifrtta 16333 Ijbrudt rämlüdjrr Brtiftel au« toteren BDttteUunßen toerboten. ^Uttettungm . - »San<;en. — Lt>i Inhalt: Loge und Kunst. — an den O. B. B. — Kurze Abginge in den Logen des H nntnn Sudermann. — Allons Petzold. — Prlthjof Nansen. — Ein Mahnwort Jeberslcht. — Zeitschriften anderer Distrikte. — BUcherschau. — Mitteilungen 'III. Distrikts Oktober 1029 bis 31. MIrz 1930. dro der Narr*. — Briefe genberichte. — Zu- und Loge und Kurvst. Eine Berichterstattung. In der Großlogenta, auf Anregung von Br. Schließung einstimmig a ,>Die Großloge den Gedanken der ' erfassen und .fordert Strebungen zu f ördern. Der Annahme diesi :i gende Ausführungen von i, jung des Jahres 1924 wurde Joldschmidt folgende Ent« i genommen: begrüßt die Bestrebungen, Kunst im Ordenssinne zu die Logen auf, diese Be- \ ■! r Entschließung gingen fol- Br. Alfred Goldschmidt v eit. Um voraus: Wenn jemand die welchen Sinn die Verbirg über die ritualgemäße Schaft und Kunst hat, unseres Ordens in übertr; fassen: es ist eine Kun größere — in einer Um — Jude zu sein! im Sinne* unseres Oi einer— Kunst, bedarf Menschen. Die Kunst, Mensch spiel dafür anführen, wahrlich weit weg voi ist das Verhalten von Marx! Friedrich Engeli Führender, behielt Jahre kaufmännische Steifung ihren Erträgnissen Karl zu unterstützen? weil Frage aufwerfen möchte, düng von Loge und Kunst Ijlnterstützung von Wissenso könnte man den Sinn agener Weise in die Worte st, Mensch zu sein, eine :, wie der gegenwärtigen ein Mensch, ein Jude jdens zu sein, bedarf es es des Sdiöpferischen im 'in zu sein! Darf ich ein Bei« — in diesem Augenblick Politischen gedacht. Es Friedrich Engels zu Karl , selbst ein Geistiger, ein lang eine ihm verhaßte allein zu dem Zweck, aus Marx und seine Familie zt von ihm das Werk erwartete, von dem nach seiner Meinung das Glück der Welt abhing. | Ich neige mich in Demut vor solch menschlicher Größe. — Und weiter; ich erinnere mich, einmal eine Aeußerung eines Staatsmannes über einen anderen gelesen zu haben: der 4t kein Künstler, der wird nichts leisten. Ein tiefetj£inn steckt darin. ‘ V-'": „ Kunstgefühl kann aus der Quelle einer speziellen Kunst stammen, es kann aber auch ini »Maler sein, der ohne Hände gehörert ist«. - Es bedarf’ nicht so sehr des Technischen, cjes Aeußerlichen. Gefühl ist alles, Name ist Schall {und Rauch. Dieses Gefühl im Menschen [ist das wahrhalt Schöpferische, Bildnerische und darum Göttliche. Es muß im Geistigen, Ethischen epenso vorhanden sein wie in irgend einer speziellen Kunst. Es führt zu Gott, dennes schafft ihm nach Darum gehört das Wort Stifters hierher: die Kun^t ist die irdische Schwester der Religion, die uns auch heiligt, und wenn wir ein Herz haben, sie zu vernehmen, dann werden wir erhoben und beseligt. v * Der, von dem die tiefsten Dinge über Menschen stammen, Goethe, hat es selbst (n Augenblicken stärksten Lebenspessimismus ausgesprochen, daß das Schöpferische das Lebenbewertende «st: »Das Leben ist gerade gut genug, ein paar Trauerspiele daraus 103 -