Mannheim
Compact Memory

Der Orden Bne Briss · 1930-05-01 · Nr. 5 - Mai · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1930
Issue
Nr. 5 - Mai
Date
1930-05-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/6727475-6029149-6074828--2382-4868977
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

M. Steinhardt-, jüdische' Zit* und Streit* fragen. 111 S, Verlag 1. Kauffnann, Frankfurt a. M. Preis br. RM. 3.5Ö,.geb. RM. 4.50. Der Verfasset; der bekannte Führe: der jüdischen Lehrerschaft in Deutschland und der unermü liehe Vorkämpfer der jüdischen Schule/ hat in seinem arbeit reichen Leben zu den Fragen und Problemen, die die deulscfae Judenhcit in den letzten Jahrzehnten bewegten, in Wext und Schrift Sttllung genommen. Eine Anzahl seiner Aufs itze und Vorträge hat ec nun in diesem Buche zusammengefaßt und der Oeffentlichkeit übergeben.i Ein Grundton duichzleht all diese Aufsätze: die Sorge um die Zakunft de; Judentums, um die Erhaltung seiner Institutionen und um die Einigkeit innerhalb der jüdischen Gemeinschaft. Mjt besonc erer Schärfe kämpft er gegen die unwürdige Besoldung und warnend erhebt ef seine Stimme und Stellung der Lehrer,- macht die Gemeinden auf die gefahrvollen Folgen aufmerksam. Seine voraussagenden Befürchtungen sind eingetroffet Die Lehrerseminare leerten sich, viele Lehrer flohen aus Ihren Berufen und ein Lehrermangel trat ein Selbst ein eifriger Logenbruder, wünscht Steinhardt, der Orden seine hforten, den Lehrern und Loge« — so schreibt er an eirjerSti sammen. Die Jugend erziehen Und sie Gute begeistern, will der Lehrer/ dieses fortzusetzen, ist diej Aufgabe der Loge, kennt der Lehrer, jwenn er sich an d ziehungswerke nicht beteiligt/ ein dofpeltes Unrecht begeht die Loge, wenn sie [ihn nicht daran teilrehmen läßt.« Steinhardts Reden und Aufsätze Saben, obgleich viele aus der Vorkriegszejt stammen, an Akt jalität nicht eingebüßt. Den n die hier behandelten Probleme, wie Mischehe, Austritt aus dem Judentum, Jxindertaufen, Parte Fanatismus, Ostjuden u.a. m haben ihre Lösung noch nicht aufgeworfenen Fragen harrennoch der daß eithin öffne. /Lehrer eile — »gehören zufür alles Schöne und Verk an Erwachsenen Seine Aufgabe veresem erweiteren Erwünschen dem Buch« recht weite Verbr itung. Landesrabbiner Dr. S. Silberstein miliennamen der Juden un Berücksichtigung der gese legung in Mecklenburg. So iderabdruck aus der Festschrift zum 25 jährigen Bestehen des J idischen theologischen Seminars Fraerfkelscher Stiftung. Breslaj 1929. Selbstverlag des Verfassers. Preii M. 3.—.' Mit der vorliegenden Abhandlung einen gediegenen Beitrag zur üeschi F. Rostock: Die Laer besonderer tzlichen Festhat der Verfasser 4>te der gesetzlichen Regelung der Annahme und Durchfü lrung der erblichen Familiennamen durch die Juden zu Ende des 18. und io den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhtnderts geliefert. Mit emsigem Fleiße ist hier das Namenmateria I von über 50 Städten in Mecklenburg zusatjimengetragen und Sinn beleuchtet. Es t^äre zu wünschen, suhungen auf dieseth Gebiete auch Provinzen angestellt würden. Sie sind mit Recht betont, dringend erforderlich material allmählich für ein später zu schaffendes Namenbuch der deutschen Juden I erfaßt und eine mit feinem kritischen daß ähnliche Unteri-anderen deutschen wie der Verfasser damit das NamengCr echtere Beurteilung als es bisher in vielen Werken deutscher Namenforscher zu geschehen pflegt, erfolge. Das erschöpfende Verzeichnis der Literatur und Quellen, das der Verfasser seiner Schrift vorausschickt, zeugt von großer Fachkenntnis und Stoffbeherrschung. Kurz: eine vorbildlich gründliche Arbeit, ein überaus wertvoller Beitrag für jüdische Namenforschung und Familiengeschichte. ef. * Hugo Bergmann: Die Geschichte der Universitätsbibliothek in Jerusaiejm bis zum Jahre 5680 d. i. 1920 d. gew. Z. (hebr.). 26 S. Druck: Ha-Sefer, Jerusalem. Zum ehrenden Andenken des Arztes Dr. Josef Chasanowicz, des Begründers der Universitätsbibliothek in Jerusalem, und aus Anlaß der Wiederkehr Iseines 10. Todestages (29. Kislew), an welchem Tage auch [die Ueberführung der Bibliothek in ihr neues Heim, in da^ Wolfsohn-Haus auf dem ökopusberg stattfand,' hat Hugo Bergmann «ine kleine Schrift in gutem Hebräisch verfaßt. An der Hand der von Abraham Jäari gesammelten Materialien schildert der Jerusalemer Uninfangs durch die Heiligen Lande Distrikte erfahren mann, das nur in gefunden. Die hier, Beantwortung. Wir Verfasser die Entstehungsgeschichte der versitätsbibliothek, die Kämpfe, die sie Unduldsamkeit kulturfeindlicher Kreise int zu bestehen hatte (Verfolgung des jüdischen Buches durch Juden), sowie die Förderung die die Bibliothek seitens der Jerusthalajim-Loge und der Logen anderer hatte. Das interessante Schriftchen von Bergn 100t Exemplaren gedruckt wurde, ist gujt ausgestattet und enthält das Bildnis von Dr. Chasanowicz. ef. '; . Jüdisches Jahrbuch 1030. Verlag Jüdisches Jahrbuch, Berlin S.42. ( Der soeben erschienene 4. Jahrgang hat im ^wesentlichen die vorjährige Einteilung beibehalten Teil I beleuchtet in Wort und Bild die verschiedensten Gebiete'der Gemeindepdlitik, Verwaltung, Wohlfahrtspflege, Kunst und Wissenschaft, Palästina — und Friedensbestrebur gen, Hygiene und Sport. Teil II: Organisationen und Vereine und Teil III: Berliner Gemeinde»Verwaltungen und Eirrichtungen wurden weiter ausgebaut, ln Teil IV werden Adressen von etwa 400 jüdischen Gemeinden aufgeführt. En Sachregister am Schluß erleichtert die Benutzung des Buches. Preis des Jahrbuches (halbleinen) M. 4.80. J ’ C. , ed Von jüdischen Bräuchen und j dienst« von S. Müller. VIII und 86 Karlsruhe 1930. Preis 2 RM. Das vorliegende Buch des Heidel S. Müller reiht sich würdig den bekannten ft Verfassers an. Man spürt auch hier wi das Ethos der hohen Aufgabe, die sich S. Verwalter jüdischen Kulturgutes zu sei Bräuchen handelt das Buch, zwarin streng aber auch mit einer menschlich teilnehnj nicht nur Tatsachen feststellen, sondern vermitteln will. üdischem Gottes- 8- Verlag Boltze, jbvrger Pädagogen üheren Werken des er aus jeder Zeile; Müller gesetzt hat: Von jüdischen logischem Aufbau, enden Wärme, die mehr noch Werte Brüder denket bei <^er Darreichung von Spenden auch an die Großloge. - 98 —

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.