Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1930
- Issue
- Nr. 5 - Mai
- Date
- 1930-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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zuführen und auch ausz idehnen vermocht. So viel immer wieder von fähigkeit verlangt werden nußte und muß, so war ler persönlichen Opfer- Bedürfnissen doch jetzt dank den Landesalfen diesen mannigfaltigen in ihrem Notwendigsten, verbänden, eine gewisse S dierheit gewährt. Und wie überall war hier im G< ben zugleich ein Empfangen: die Leistungen haben neuen Willen zur Einheit geschenkt. Diese vielfache Bereitwilligkeit wurde möglich, weil sie aus dem Religiösen erwuchs. Hiervon kann mit wenigen Worten gesprochen sein, aber es ist das Wesentlichste, das in Tiefsten Geschichtliche. Den deutschen Juden isf sei altem eine ernste und klare Verbundenheit mit ihr rr Religion eigen, der | Sinn für das, was die Zeiten eint/ die Juden in ■ den rheinischen Landen, ih -er ältesten deutschen Heimat von anderthalb Jahr ausenden her, hießen einst weithin bei Ihren Glaubensgenossen »die frommen Deutschen«. Das reunzehnte Jahrhundert mit all dem Veränderten unc in mancher Beziehung Revolutionären, das es br; dite, hat datin hier manchen Blick beirrt/ die n :uen Tage haben bisweilen kurzsichtig oder audi blind für das Bleibende gemacht. Sie hatten au h ihr Auf und Nieder, und daneben gab es die Verschiedenheiten nach Generationen 'und Landschafte n/ das Radikale blieb allerdings hier selten. Schon in den Jahren vör dem Kriege war danach, besc nders von der Jugend und auch von der Jugendbewi gung her, eih lebendigeres Gefühl für das Gehein hatte mannigfach seine Gestaltungen und Formen gesucht/ marf hatte damals sehe n von einer jüdischen Renaissance gesprochen. ‘ Erlebnisse im Kriege und nach "'ihm, Erfahrungen von dem, was über das Land undwas über die Gemeinde hinausreid t„ haben dann vielfältig das religiöse Empfinden vertieft, das religiös^ Streben verstärkt. Die Angriffe auf Juden und Judentum haben eben dahin g« wirkt, sie haben den religiösen Besitzesstolz geweckt Bewußtsein von dem seelischer den Vätern überkommen hatte die Zeit fügte, manche auch zu richtungen, die vom Judentum zogen hat, im wesentlichen Frömmigkeit erwachr, und deutschen Judentum haben ihren Anteil an ihr ge. wonnen. Aul ihr hervor konnten erst'die Bereitschaft und die Entschiedenheit kommen, die in den Gemeinden das Werk auf siih genommen haben, und gefestigt, dieses. Gut, das man von Wenn alles, was :xtremen Gedankenfortführten, bingeist eine bestimmtere ällc Richtungen im zu erhalten und auch hier eine zu sorgen Jahrzehnt ist wie wenige. Es ist schwer, von ihm Wort zu berichten, angesichts die jüdischen Gemeinden wie 5 meinschaft hereingedrungen w u festigen..* Diesem Zeit der Geschichte ohne ein rühmendes der »Not, die über eiten über eine Ge* ar, angesichts des Wert des Religiösen wieder nis, für den seelischen rege geworden und Opfers und der Hingebung, der Geduld, und des Zukunftsglaubens, die den Auf >au vollbracht haben. Spätere Geschlechter, denen Jie'Feme den Blick für die Linien des Ganzen gebrn wird, werden die Größe der Leistung ganz würdigen können.. Arbeitsgemeinschaft der außeramerikanischen Distrikte. Sitzung vom 31. März 1930 in Berlin. Anregungen für die tagung inAtlantic Ci Br. Großpräsident Baeck Pistrikt sowie die der Arbeitsgei neinschaft der außer amerikanischen Distrikte ange schlössenen Groß 'logen auf der Conventionstaguig vertreten. Conventions» y i m A p r i I 1930. wird den deutschen bitten wir die Teilnehmer der Arbeits|;eineinsch; ft: ■Distrikt VHI: Br. Baeck-Berlin, Groß| räsident, Br. Timendotfer-Berlin, Ehrengroßpräsident, . Br. Walter-Berlin I ] Br. Stein-Berlin? Yl’zeKroßPräsi<*tn,en'. Br. Lisser-Hamburg I I Br.. Goldsdimidt-Berlin, Großsekretär, Distrikt X: Br/Popper-Prag, Groß[ räsident, Distrikt XII: Br. Sdinabl-Wien, Grol Präsident, Distrikt XIII: Br. Ader-Krakau, Groß »räsident, < Holländische Logen: Br. van Raalte-Amsterdam. Vom rumänischen Distrikt Anträge gestellt worden: 1. Im Namen des IX. Distr ktes Arbeitsgemeinschaft, sich unserm Anträge be treffs der Versöhnungsvi rmiftlung, den wir bei der Konferenz der Arbeitsgemeinschaft vom, Jahre 19Z7 vorbrac iten, anzuschließen und diesen beim (Zonveftt vet treten. — Der Antrag Unser die Vertreter al fassende Orden stellt auf alle Gruppen und Parteien im Juden tum versöhnend zu wirken. — Einer bezu in Ameoka lautet: er Richtungen umsich die 'Aufgabe, sonderen Begründung d eses Antrages be» <1X> sind folgende 89