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Der Orden Bne Briss · 1930-04-01 · Nr. 4 - April · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1930
Issue
Nr. 4 - April
Date
1930-04-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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I lud er die Führer dei großen Organisationen woitete Präsident Taf mit ergebenden Worten für der amerikanischen Judenheit, darunter auch den jüdischen Stamm und deni Orden, die unseres Ordens, zu einer Konferenz nach ... »Während meiner Amtszeit, als Präsident Washington ein, um mit ihnen in Gegenwart des habe ich dem amerikanischen Volke und der weiten Innenministers, Mr. Charl :s Nagel, die Lage der russischen Ji iden, die Paßfrage und die evtl. K indigung des zwischen Rußland ind den. Vereinigten Staaten im Jahre 1832 .geschlossenen Vertrages zu besprechen Hin jahr darauf hat Präsident Taft der Ordensleitung als Sympathiebeweis Tür den U. Or B. B. die Feder ü jersandt, mit der er die Kündigung des Handelsvertrages mit Ruß and zum 1. Januar 1913 unterzeichnet hatte. Diesem durch Gerechtigkeit und Menschenfreundlich! eit ausgezeichneten Staatschef gl tubte die Ordensleitung zu seiner Silberhochzeit ein Geschenk überreichen zu sollen. Es bestand aus den beiden Gesetzestafeln ii hebräischer Schrift, überragt ' *on dem amerikanischen Adler mit ausgebreiteten Schwingen, c er sich auf einen Sockel mit dem hebräischen Bibel« ers stützt: »Ich habe euch auf Adlersflügeln getragen.« <11 Mose 19, 4>. In einer Kabinettsordre b 'dankte sich der Präsident für das Geschenk und ver« idierte, er werde dieses Kunstwerk ur immer auf seinem,, Schreibtische haben, damit der heilige Wortlaut ihn beständig an seine Pflichten erinnere. Im April 1912 tagte las Exekutiv-Komitee zum ersten Male auf europäischem Boden in Berlin. Es wurde beschlossen, di: goldene Toleranz-Medaille des Orlens dem Präsidenten Taft zu verleihen, »weil er im vergangenen Jahre bei verschiedenen Gelegenheiten furchtlos, mannhaft und nadidrücklichs t Grundsätze aufgestellt und Stel ung genommen hat in Fragen, die für die jüdische Gemeinschaft Lebensfragen bedeuten« ... Die Ueberreichung der Medaille erfolgte im Anschluß an die. Tagung des Exekutiv- Komitees am 5. und 6. Januar 1913 im Roten Zimmer des Weißen Hauses bei einem Frühstück, das Taft zu Ehren des Komitees gab. Auf -jdie gehaltvolle Ansprache des Br. Ordenspräsiderit Kraus ant« Geschenk zur Silberhochzeit, 6. Juli 1911 (B’nai B rith News. Sept. 1911 Nr. 1 S. 3) Toleranz-Medaille des .Ordens an Taft (B’nai B'ijth News, Juni 1912 Nr. 10 S 2). Well den Beweis liefern wollen, daß wenigstens in unserem Vaterland« : jeder j Mann, jede Frau und jedes, IjCind vor dein Gesetz« gleich sind und Anspruch dara jf haben, jene Rechte zu genieß n, die wir als unveräußerlich beze ebnen/ daß in unserem Vaterland: jene Rechte nicht nur gesetzlich formuliert und festgelegt sind, sondern daß auch in unserm Volle ein peist lebt’, der die Gruidsätze j unserer Staatsverfassung widerspiegelt und zur Aus ührung bringt. Was nun die jüdische Glaubensgemeinscha t betrifi, - so^ brauche ich ihr wahrlich keine Lobrede zu halten. Hinsichtlich des berechtigtet Stolzes auf eine glorreiche Verj angenhelt müssen wir, die wir der {jüdischen _ Gemeinde nicht angehören, bescheiden .sein. Der Geist, die Kraft Ihres Stammes, die Geduld und Beharrlichkeit, mit der Sie II ire Ziele verfolgt haben, um Ihre Rechte zu schütz« m und die Aufwärtsbewegung des ji disdien Stammes zu fördern, alles < ies/raacht Ihre Geschichte zu einer in der -Sgänzen .Welf einzig dastehenden, .j. .« Dem .Festgottesdienst anläßlich der siebzigjährigen Jubelfeier des Orden > in der Hew Yorker Hauptsynagoge im Jahre* 1913 wohnte Präsidi :nt Taft mit seiner Gemahlin bei. A ach bei d eser Gelegenheit hielt er eine Ansprache, in-der er eh reuevolle Worte für das Judentum und den O den fand. Er knüpfte an die Lieber veisung der Toleranz-Medaille an, di«: er als ijinverdiente Ehre ansehe^ < lennoch I reue sie ihn, denn er entnehme darals leinen Beweis von Werts hätzung seitens des Ordens B'nai Il'rith, der das Streben, der jüdischen Glaubensgeme nschaft, [der ganzen Menschheit Gutes zu erweis« n, verkc^rpeff . . »Ihre Tätigk«it im Dienste der Humanität gibt der Welt ein g ttes Beispiel. Ich weiß nicht warum, aber es ist "atsachej daß -die jüdischen 72

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