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Der Orden Bne Briss · 1930-03-01 · Nr. 3 - März · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1930
Issue
Nr. 3 - März
Date
1930-03-01
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
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dit bestand. Sie waren ruhig, arbeitsam oder faul, tüchtig ,1er nicht, strebsam oder dahinvegetieren I, aber jeder dodi Ixmüht, sidt bei der Firma irgend einer Vorteil zu ver* .»ffep und seine Existenz zu finden. Als aber plötzlich die •Irma« verkrachte und die Angestellter zum e.rstenmale »angsweise frei waren, da wurden sie au h zum erstenmale •lenSchen. Menschen jn der nackten Aerr ilichkeit oder auch Vielfältigkeit ihrer eigentlichen Natur. (Bisher waren sie r.nbeseelte Automaten. Jetzt .erst erlebaen sie Schicksale, lud nun zeigt Asdi das Herabsinken oder, auch Herauf- -reigen dieser Kreatur. Tragisch undcWeiHi dramatisch gesehen — Auch ein Kapitel echt jüdischei Erlebens zwingt einen 'dal Hier trat ein dramatisch-episches Taler;letzt hat Nathan Asch ein schmäleres ßud . und man darf ein Ansteigen dCS^Dichtertt ms bei ihm feststellcn. Hier gewinnt der anfänglich schar e Realistiker, der Darsteller des rasenden amerikanischen Tenpos, dichterische, lyrische Tiefen und eine seltsame Innigkeit daß man trgriffen biy zum — Eine Liebesgeschichte die so wunderlich Voraussetzung;los anfängt, nur so in Luft, der Bläue des Himmels,’der Sdönheit und Reinheit der Kunst ihren Beginn nimmt, sich so z underlidi durchmischt vön Ahnen, Fühlen, Hingegebensein, Abwehr, Kampf und schmerzhafter Flucht Ende das Schicksal zweier reinen Menschen erlebt. Mitten in dem Auf und Ab steht eiisam und immer sprechend der herrliche Dom zu Chartres das Abbild der Ewigkeit und der stummen Schönheit! Zuerst hat die Beiden die ^wunderbare Bläue eines gemalten Kirchen'ensters erschüttert und erschauern lassen. Und diese großartige nie gedachte Bläue eröffnet ihnen nun täglich den Himmel der Kunst, bis er leise der Himmel ihrer Liebe wird. — Sie ist die planlos unzufriedene amerikanische Ver [nügungsreisende. t seinen Weg an. erscheinen lassen. Asc r Er ein dem Geschäfts'eben entronnener Üng, ■ der trotz seiner Armut sein bes im Dichten, Denken, Schreiben! Dant Liebe zu der Reinen so erfüllt, daß vielmehr nicht Raum für zwei Ausdehfv nun kämpft er einen heroisch - wehen Schaffen?! Dann zerbricht er die süße, und will allein dem Geiste dienen und trotz unendlichen Glücks! Und beider geht wie'sie angefangen, planlos, rein, IFinmrl und das Fenster in Chartrc bleiben .... für alle Menschenkinder wandeln! — — Ein wahrhaftes, tiefes Dichtwerk .hier, in der Gestalt des Jünglings, Nur .ein wahrhalt Dichtender kann so drängnisse, die Gewissensbisse darstell hungrige Geist auferlegt, wenn man ohne zu können! Kampf zwischen Versagen und zwischen dem Leben des Geistes un Lebens. Auf einem Gebiete erfolgt geistige, schöpferische Mensch kann nur hingegeben sein! Der Geist-schenkt viel, für das Liebesieben! Und das Jüdische? Dü Tiefe des Zeifaserung und Zersetzung des Inneren Erkannten. Die Resignation, die Fluqtt Glanze der Liebe und der Welt . zu dienen . . ist das nicht auch jüdisch! Geiste des Juden Nathan Asch kommt. Hindenburg CVS S " i amerikanischer Junges Leben (retten wj'l wird erI durch die sein Geist erschlafft. UITgen fitfdet. Und Kampf: J-iebe oder reine Festfel: er .muß' opfern! £r flieht . . Lieb« stirbt, sie4yer- /«hauchend . . Der wJrd'en 1 ewig blau so da |n Reinheit' «n, il m Kern. Zweitel, jfaß sich selbst zeichnet, die Qualen und IJedie der. handelnde opfern will .... furchtbarem' Wollen, dem Zwange, des die Niederlage. Der nach einer Seite .ganz aber kein Erbarmen jemüts, die zitternde und -des als Hohes vor dem goldenen m allein dem Geiste Zumal cs aus -dem e g m u n d R e i s. Hilfsvcrein der deutschen Juden. _ Am 27. Januar d. J. ist das jüdfsche Kim niedergebrannt. Dabei kamen zwei Kinder drittes schwebt in Lebensgefahr./ die geret notdürftig untergebracht. Der Hilfsverein erläßt deshalb an die' Gemeinden, Logen etc. einen Aufruf zug Werks für das jüdische Kind in Litauen, u Wieder.einriditung des Kinderhauses zu gewii modernen hygienischen un<J pädagogischer entsprechende Erziehungsstätte werden ui jüdischen Kinderfürsorge Litauens dienen erhaus in Kowno ums Leben, ein eten Kinder sind gesamte Judenheit, t nsten des Hilfs» ■ d um Mittel zur firen, das eine den Anforderungen der gesamten . C. rd sc II. Reise gemeinsam machen. Brüder und Schwestern^ die Interesse haben, sich’ der Reisegesellschaft noch anzujdiließen, werden gebeten, sich bis auf weiteres ba d mit Br. Expräsident' Prof. Dr. Heinrich Lcyewe, Berlin NTV 40, Flemingstr. 12 in Verbindung setzen zu wollen. Das Schwarzwaldheim der Stultgart-Lpge ist für schulpflichtige Kinder in den M onaten Juni bis September geöffnet. Der Preis bejrägt pro Tag RM 5,—.-Müh» rrngen liegt ca. 500 Meter über dem Meer, Sol-.'und Stahllle Verpfltgung; Arzt bewährten Kranken.» bäder können verabfolgt werden Ritu am Platze, Leitung in den Händen einer Schwester. Anfragen sind zu richten an Fr tu Grete Adelsjheimcr, Stuttgart, fdospitalstr. 36, Telefon 2961 Jüdische Gesellschaftsreise, nach Palästina. Das Programm der diesjährigen Gesel insofern geändert werden, als, um Dama Balbek (Heliopolis) in das Programm einbe die Seefahrt geändert werden mußte Die R gemäß in Marseille <nidit in Genua) endet ebendort am 1. Mai. Es ist aber worden, daß sich die Reisenden nach Wun treffen und von Berlin, Stuttgart (oder h chqftsreise mußte skus, Syrien und : iehen zu können, •ise Leginnt dem» am 1. April und rsorge getroffen bereits früher München) aus die Vo s h Das Erholungsheim in Ober-Ro:hwitz b Dresden wird am 11. April wieder eröffnet. Bis zum 23. April sind alle Plät, Zeit ab sieht das Heim gern allen B wie deren Angehörigen zum Aufenthalt Anmeldungen sind wie bisher an Berlin-Charlottenburg 4, Sdilüiersfr. 53 belegt, von dieser cjüdern und Schwestern zur Verfügung, rau Minna Schwarz, 2u richten Brüder denket bei der Darreichung von Spenden auch an di«! Großloge. 63 —

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