Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1930
- Issue
- Nr. 3 - März
- Date
- 1930-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Berlin, März 1930 Nummer 3. vwttcUnn^m fixe (EingEtragensc Tbi (Eigtnft Verlag öer ©roßloge. §nrrb:.|062, $ltlf(trage 12. fctlrptjon: ^mt § 5, fiaibarof]Q 461). Do&fdjijdi&onto: Berlin 16333. Batfl&ntdt rämflid|er Hrtiltcl aus ötcfm IRfttcUiin{trn benoten. Inhalt: Franz Rosenzwcig zum Gedcriken. — Volksbildung zum 2S jährigen Bestehen der Toynbee-HaUe). an'den O. B. B. — Au» dem Biirolder Großloge. — Tag des Buches. — Kurze Uebersicht. — .Vereinigter Logen. — Gemeinnützige jüdisch* Eheanbahnungsstelle „EA" in Frankfurt a M. — Aus Amerika. — Bücherschau. — Mitteilungen. — Lpgenberichte. — Heinrick Bienenstock. — Briefe Kunstaussdhuß der drei Frankfurter Zeitschriften anderer Distrikte. — Franz Rosenzweilg — zum Gedenken. Einleitende Bemerkungen. Von Br. Alfred boidSchmidt. I i In L ranz Kostniweig hat Sich ein Wunder vollzogen: das in sieh steigernden Geistigkeit in ei nein absterbenden Karger, ein Schicksal das an das Heinrich Heines, an deisen Lebensjahre auf der Matratzengruft erinnert — noch durch einen stärkeren Grad des Leidens gekennzeichnet ist. In einem jnngun Leben, das mit fg Jahren abgeschlossen ist. Gründung der Akadaye für die Wissenschaft des Judentums, der Mi t schöpfe - des freien jiinder de Ar Schaffens, der nur i, aß es vielleicht ist“ Cr t dischett f.ehrhauses in Frankfurt a, .11., Verfasser auerkannttr geistiger Werke. Die letzten 71 Jahre dieses Lebeys' 70areu ein langsames Absterben der Glieder, der Sprache. Eine besondere Methode der I 'erstamligung ermöglichte heroischen Frau den l ihm ii'it Hilfe keiner 'Arkehr mit der Außcmoelt. So sprudelten bei siegendem Geist im\ vergehenden Körper Gespräche, die me H ort gttcesen fcareu, geistvolle Fencrkungeu, Scherze itnd .wuchsen Fächer von aberkanntem Werte. f Der lebendige Geist trug dein &fg davon über den fast toten Körper. 'er Anreger, der der Fe ’rgungsfreiheit. „1 Aus den Anfängen unsrer Schriftübertragung. Von Martin Buber. Es werden in diesem Frühl ng fünf Jahre, seit die Gesdiidite dieser Verdeütsdiqng der Schrift begonnen hat. Aber sie hat eiije Vorgeschichte. Ich yhatte schon seit vielen Jahren ^n eine solche Arbeit, vom heutigen Sprachbestand £us zu wagen, gedacht. Meiner damaligen Meinung hachkonnte nur eine Gemeinschaft sie unternehmen, und zwar eine von Menschen, die auch persönlich untereinander verbunden waren Und sc) einander im Werk tiefer helfen konnten, als dergleichen sonst möglich Vor dem Krieg war eine kolche Gemeinschaft ist zwischen ihr und 'einem greßen deutschen Verlag, der die Uebertragung allmählich in einzelnen Büchern <nicht in der Reihenfolge des Kanons) veröffentlichen sollt«), getroffen,- aus dem Plän erwähne ich nur,- daß Moiiitz Heimann zunächst, die Spräche,- ' Efraim Frisch zunächst Samuel, ich zunächst Jesaia' übersetzen wollte. Der Krieg hat aüch dies Vorhaben vereitelt. Aber im folg« nden Jahrzehnt gewann es in mir erst seine Reife, si :ine grundsätzliche und methodische Klärung/ ich lernte jetzt erst unmittel- .bar verstehen, was das für ein Buch ist, im Sinn, im Weiden und sogar schon eine Vereinbarung in der Sprache, im Bau, w, arum esj, trotz allem, 45