Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1930
- Issue
- Nr. 2 - Februar
- Date
- 1930-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
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Beziehung profitiert. Nui die dünne Oberschicht der Efendic hat Grund zur Unzufrieden! eit, da ihr durch die veränderten sozialen und nolitisd en Verhältnisse die frühere Selbstherrlidtkeit verloren gegar gen ist. Um die Herrschaft über'die Massen, denen aer Na ionalgedanke ganz fern1 liegt, wiederzugewinnen, hat man sich eines erprobten J» littel$, des* religiösen Fanatismus den Unwissenden, bedient un i Cie durch Verbreitung der ungeheuerlichste^! Lügen zu den grausamsten Taten verleitet. Daß die arabische Ejevölkerüng Palästinas,^ die zu 80°,0 aus Fellachen und Beduinen besieht, noch lange nicht rdtf ist zur Selbstbestimmung, beweisen die Ereignisse des August 1929. Würde man ihnen jetzt ein Parlament geben, so würdepdas Land, wenn es nicht vonl den britischen Bajonetten beschützt werden würde, im Laufelvon wenigen Jahren in den Zustand zurückversinken, in welchem es siejh vor fünfzig Jahren befand. Mit dem jüdischen Kultarzentruih in diesem Lande wäne es dann auch für immer aus. Den Vorgeschmack eines palästinensischen Parlamentarismus mitl einer jüdischen Minorität bietet uns der Stadtrat \jon Jerusalem. i Es ist wahr,, daß fler Aufbhu des nationalen Heimes und damit die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung des Landes leiden wird, wenn die lieben Nachbarn, die im internationalen Jtllcnhaß eitje Stütze finden, Schwierigkeiten machen werden (Aber ebenso wahr ist es, daß die überwiegende Majorität (der arabi: dien Bevölkerung in Ruhe leben und dje Vorteile der jüdischen Aufbauarbeit genießen will. Daher muß auf die Aufkläru ig der Araber in Palästina selbst -wie in den Nachbarländern mehr Gewicht gelegt werden als dies bis jetzt geschehen ist. Dieser Aufgabe haben sich jetzt auch unsere (Logen untarzogen, hoffentlich mit gutem Erfolg. , Jerusalem, den 10 fanuar 193<|. j Jesaias Press Von den Leistungen der jüdischen Arbeit in Palästina war in unseren Ausführungen nicht die Rede, weil sie als unseren Hörern bezw. Lesern bekannt und von ihnen anerkannt gelten durften. Wenn aper Br. Press keine auf diese Leistungen bezüglichen Ausführungen mit den Worten schließt: »Objektiv betrachtet hat also die arabische Bevölkerung von der jüdischen Einwanderung und Kolonisation in jeder Beziehung profitiert«, >o möchte ich daran (erinnern, daß man Dankbarkeit von Völkern nicht erwarten kann, sich über ihr Ausbleiben übrigens nur der beklagen könnt», der seine Arbeit um der Anderen willen getan| hätte. Die europäischen Kolonialnächte, deren Verwaltung den Einheimischen immerhin nancherlci materielle und sonstige 1 Vorteile gebracht! hat, taben keinen Dank geerntet/ die aus ihren Schulen hervorygangenen europäisch) gebildeten Einheimischen haben sich iberall ah die Spitze der gegen die Fremdherrschaft gerichteten Bewegungen gesteht. Mögen selbst »ie Efendis in Palästina c ie Einzigen sein, welche »objektiv« Nachteile durch die jüdische Kolonisation erlitten haben, sie sind (nicht die Einzigen, die {olitisefa unzufrieden and, und der infolge der Einrichtung einer europäischen Verwaltung sich beschleunigende Prozeß c er Politisierung immer weiterer Schienten wird auch diese in s eigendem Maße der nationalen Bewegung zuführen. Br. Press r leint, ut sere Ausführungen scheutet) sich »das Kind beim rtchten Namen zu nnnnen«, ich habe von »Aufbauarbeit« gesprochen, weil ich diese meinte, und es sich für mich nicht, v ie für Br. Press als Zionisten, um »den Aufbau eines Völkerr xhtlich gesicherten jüpisch-nationalen Heimes« handelt. Die Ziele sind Sache der Zionisten. »Aufbauarbeit« geht alle diejenigen ai dem Anteil nehmen, was in Palästina vergeht, die zionistischen welche überhaupt an Erfolg der »Aufbauarbeit« von dem Einvernehmen mit den Arabern abhängig ist, so erst Strebungen derjenigen Großmi arabischen Gebiete unter sitf Gerechtigkeitsstrebens« sehen. Unabhängigkeilsbestrebungen Glauben aufgeben müssen, politischen Bewegungen der N. -Frankfurt a. M , den 6. 2. Wenn aber schon der dauernde recht die Erreichung des, von( Br Press in seinen eben an geführten Worten formulierten’ Zieles. Ich muß den arabischen Politikern Recht geben, wenn sie die Einrichtung der Mapd: te auf die: imperialistischen Beehre zurikkführen, welche die verteilen > wollten, und kann darin nicht mit Br. Press einrn Ausdruck »internationalen Wer die jüdischen Wünsche den Arabern begreiflich maden will, wird die arabischen. n Rechnung stellen und den als könne ( Palästina von den ädibarländer unberührt bleiben. 1930. I Josef Hc Vorsicht bei der Anmul Der Zuschrift einer Loge Gedanken:. Die Aufnahme eine: . Fällen als eine Freude sowohl didaten als für die Loge bezeid ii eines Kandidaten durch ein un ständen eine verhängnisvolle Die Ablehnung wird als ei empfunden. Sofern sie bekannt Folge^ für den Betroffenen in kommjen, daß einem un^rwünsdil dem Ballot so schonend wie Bewerbung nicht zu versuchen Brudff vorhanden sein, einen schaftj anzuregen, so sollte i n dem bestbeieumundetsten Mens mit dem Präsidenten oder den ausschusses stattfinden, bevor Eintritt nahelegt. Mit allen daß ein von einem Bruder Au ungünstigen Ballots ausgesetzt ipird. loro vitz. düng neuer Brüder. entnehme» wir die folgenden neuen Bruders darf in vielen ür den .aufgenommenen Kaninet weiden Die Ablehnung ig Instiges Ballot ist unter Um- Sache für den Abgelehnten. .gesellschaftliche; Aechtung vird, kann sie die schlimmsten schließen. Es muß dahin en Kandidaten möglichst vor n öglich nahegelegt wird, eine Sollte der Wunsch bei einem“ dischen Bürger zurMitgliede d e m - F a M e — auch bei i hen — eine; Fühlungnahme Vorsitzenden des Prüfungsnan einem Kandidaten den :teln muß krorgebeugt werden, geforderter der Gefahr eines s ch Miti Jüdische Mittelstark Ishiife. jin Breslau. I Unter Hinweis auf di»in de-Dezember-Nummer vorigen Jahres unter der Rubrik »Briefe Darstellung »Jüdische zinsfreie öffentlichen wir diese uns in danke iswerter Wei Ausführungen: . “ v .| Nach beendeter Inflation er ries skh die Darlehnskasse dringend nötig. Im Jahic Gründungsversammlung des Da lehnsvereinsJin Breslau statt, dem in kurzer Zeit 50 Mitglieder mit 12000 RM an Spenden , und Darlehen beitraten. Es wur len Darlehen bis zum Höchst- ''betrage von 600 RM gewährt, e ie unter Bürgschaft von zwei Breslauer einwandfreien Bürgern >der Verpfändung von Effekten bezw. Wertgegenständeif in se hsmonatlichen Raten ‘ zurückzuzahlen waren.| An Verwalt jngsgebühfen wurden“ 3,6°/l, berechnet. Ende 1924 waren bepeits 151 Mitglieder] mit einem " verfügbaren Kapital von etwa 16 003 RM veihphden, - und cs konnten Darlehen im Gesamtbeträge - von 3]3 000 RN gegeben werden. Den immer mehr sich hat fenden Gesuchen nicht mehr gewachsen, bat der Darlehnsvereii den Vorstand der Synagogen Gemeinde, Logen und Vereine zu einer Besprechung einzu laden mit dem Erfolge,. daß das Kuratorium der Fränkelsdien an den C|. B* B.« erschienene Darlehenjsgesellrchaft« vereise zugegangenen Gründung einer 192$ fand die 33