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Der Orden Bne Briss · 1930-02-01 · Nr. 2 - Februar · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1930
Issue
Nr. 2 - Februar
Date
1930-02-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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/ Berlin, Febi 1930. Nummer 2. (Eingetragener ©eretn: ßilliifr SfilQß Dti ©rofiloflf. 0mM: 8162, flft&linige 12. ffiflmgon: 3Lrat $ 5, farbaroRa 46: Bad) brutto HtnlHdier Hrfihel au» bicfen BHttetlungrn to Inhalt: Reisceincjificke in Spanien und Portugal. — Briefe an den O. B. B.- — Minna Schwarz. — Aua i ausstellung. — i Klnder-ErtlolungsHeim Norderney.- —' Das jüdisch-theologische Seminar in Breslau. ■ anderer Distrikte. — Bücherschau, — Zu- und Abgänge in den Logen des VIII. Distrikts April Sepier b 9. lloRfigbMoiito: Uten.! Icm Büro 4er GroßlOKe. - Ktjrze ÜtbersicAt -r- 1929. — Mitteilungen m )cr Reiseeindrücke in Spanien und Portugal. Von Expräs. Dr Otto Aronade (Concordia). Das allgemeine Interesse, das die Marranenfrage in den letzten Jahren in der jüdisdien Welt gefunden hat, dürfte den folgenden Beitrag recht' fertigen, derj als Wiedergabe unmittelbarer per* sönlicher Eindrücke einer Reise durch Spanien und Portugal, keinen Anspruch auf wissenschaftliche Wertung erhebt/ immerhin wird wohl manche Einzelheit als Ergänzung ^u der liebevollen Schilderung, die uns Ehrenpreis in seinem Buche »Das Land zwischen Orient und Okzident« entwirft, willkommen sein. In Spanien sind jüdische Religionsgemein' schäften ebenso unbekannt, |wie etwa protestantische. Das öffentliche Recht kennt nur die katholische Gemeinschaft. Die Begrifft spanisch und katholisch sind identisch, so daß ein In Spanien seit 20 Jahren lebender deutscher Jude mit der Erwerbung der spanischen Staatsangehörigkeit automatisch Katho« lik würde. Soj gilt er lediglich als Deutscher, wie jdie. übrigen meist in den großen Städten — Madrid — Barcelona — Valencia fwohnenden Juden als Polen, Russen, Schweizer! oder Italiener betrachtet werden/ ohne daß nach jihrem Bekenntnisse gefragt wird. Inj den Augen ihner spanischen Umgebung sind sie Heiden, weil sie nicht die Messe besuchen. Kinder, die eini jüdische Erziehung genießen sollen, müssen ins Ausland geschickt werden. Man sollte meinen, daß i bei dem Bestehen der ~ ‘Wander- CpitschHften großen" jüdischen Siedlung in dem seit 1913 unter stehenden Marc kko die in mehr spanischem Protektorat Kenntnis von jüdischen Dingep in Spani’ verbreitet sein mpßtej Aberf dir Spanier reist wenig, und wenri: er ,’in Marokkos H; tuptstadt Tetuän die Juderia, das durch Mauern gl ettoartig abgeschlossene Judenviertel, besichtigt,* in d im Tau sende von jüdischen Familien ihr primitive s Leben führen, so wird ihmf der Unterschied gigenüber den dicht daneben ujhter denselben Vetf ältnissen lebenden Mauren kaum zum Bewußtsein lommen. Nur wenige reiche Juden haben sich bisher* in das Europäer-Viertel vo •gewagt,; mit großer fo 16333. prunkvollen Bauten, und ab und zu erkennt nan hier an dem Firmenschild eines Kaufhauses, daß der Besitzer Jude ist. Abe r das sind Einzelerschi inungen, die gegenüber dem in den engen Gassen dir Jijdensradt in den Bazaren, auf den Straßen vimmelnden Leben nicht ins Gewicht fallen. Hier entfaltet sich die ganze Fülle! des orientalischen Letens, hier arbeiten Schuster und Schneider und Zuc terbädeer im Freien oder in den winzigen nach dttr Straße zu offenen Werkst; tten odjer Höfen, hietr zeigen mir 12 jährige jüdische Knaben ihre, kunstvollen corduanisdien Lederarbeitern mit orientalischen Ör namenten Dowid, dem gerne Araber, das man ich j^cucrarucHCP^ mit oncniansuicn und dem oft wiederkehrendeiji Mögen m ncmon SimtaKai nor ltlu\a>r> ttr*rl nsamen Symbol der Jtiden und iberall, jauf den mosclieenartig — 25 —.

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