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Der Orden Bne Briss · 1929-12-01 · Nr. 12 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1929
Issue
Nr. 12 - Dezember
Date
1929-12-01
Page
[Seite] (sequence 24)
Language
German
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Selbstachtung sollte uns doch gebieten) das Wort in diesem Zusammenhänge niemals anzuwjenden.; Dr (Bottlieb Stein. Wir fügen, hinzu: Eine ähnlich« Ablehnung sollte auf jüdischer Seite das Wort »judenrein» finden. Es entstammt häßlichen Zusammenhängen, ^n seme Stelle muß die Be- -Zeichnung: judenfrei treten. * *! Hamenora, Heft 8, Jah(gangj7, Oktober 1929.' In dem Oktoberheft wird in ehrenden ijiathrufen des zu früh i dahingeschiedenen Br. Dr. Salomon Alcalay, Mentor der Belgrader Loge, gedacht. — Wir erhalten Mitteilungen über die bulgarischen Logen, aus denen zu ersehen ist, in welch hohem Maße die einzelnen Logen für soziale Zwecke vortreffliche , Einrichtungen geschaffen, haben. — Br. Elie Sidi, Präsident der Mizpah-Loge, den wir auch bei der Arbeitsgemeinschaft in Zürich begrüßen konnten, ist in glücklicher Weise durch seine Geistesgegenwart dem Revolverattentat eines Qeisteskranken entgangen. A. Gdt. Bücherschau. Die Lehren des Judentums. Hfcnausgsgeben vom Verband der Deutschen Juden. Fünfter Teil: Judentum und Umwelt. Gustav Engel Verlag, Leipzig, Mit diesem Buche ist nach zehjtv Jahren ein großangelegtes Werk zum Abschluß gekommen. Der »Verband der Deutschen Juden«, bis zum politischer^ Umsturz die repräsentative Vertretung der deutschen Jucknheit, .hatte sich auch ’zum vornehmsten Ziele gesetzt, den ewig gültigen Wert der jüdischen Weltanschauung in aller |Klarheit und Wahrheit zu verteidigen und für Juden und INichtjuden darzustellen. Ein unübersehbar reichä literarisches Material hat er nach seiner Auflösung einer apologetischen Kommission' zur Bearbeitung übergeben. Daraus ist das fünfbändige Werk: »Die Lehren des Judentums« hervorgegangen, dessen letzten Teil wir jetzt vor uns haben. 'Dtr ganze Lehenskreis und Geltungsbereich jüdischen Denkens und Füllens, jüdisch-religiösen Glaubens .und Tuns und siltlicher Gesinnung wird hier in einer Objektivität behandelt,! die kaum ip einem anderen Buche über irgend eine der großen- Weltreligionen ihresgleichen findet. Das ganze Werk läßt immer über ein Teilgebiet des Judentums die jüdischen und nichtjüdischen Quellen von der Bibel bis zum neusten religiösen Schrifttum zu uns sprechen, so daß jeder Vorurteilslose sich unbeeinflußt von aller subjektiven Deutung ein eignen Urteil über das Ganze, . und die Einzelantworten des Judentums auf die Lebensfragen der Menschheit bilden kann und 'spll. Ganz knappe Einführungen erleichtern den Zugang zu.piem objektiven Qyeilenmaterial. Die früher erschienenen vier Teile behandeln: die Grundlagen der jüdischen Ethik, 4ie sittlichen Pflichten des Einzelnen, die sittlichen Pflichten deij Gemeinschaft/ die Lehre von Gott. Der vorliegende Band zeigt uns »Judentum und Umwelt« ‘in ihren gegenseitigen Beziehungen und die Ausstrahlung des Judentums auf Christentum und Islam, seine Abwehrstellung gegenüber dem antiken Heidentum, vor allem die Verschiedenheiten der christlichen Religionen vom Judentum in den Grundgedanken uhd in den Erscheinungsformen. und den Einfluß des Judertums auf die Weltkultur. In diesem fünften Teil finden sich allerdings mehr ausführliche zusammen fassende Darstellungen als in den übrigen Bänden, weil das Quellenmaterial nier so umfangreich war, daß das Buch über Gebühr angeschwollen wäre. Darum aber wird es das erhöhte Interesse auch der Nichtgelehrten finden. Und jeder Leser wird sich in aufrichtiger Gesinnung dem Dank der Mitarbeiter an Herr * Justizrat Felix Makower anschüeßep, der mit zäher Ausdac <r die ganze Arbeit vom ersten Entwurf bis zur letzten Selig über alle Ungunst der Nachkriegszeit hinweg ermöglicht I pnd gefördert hat. So wird Judentum und Umwelt diesem außergewöhnlich bedeutsamen Werke, das seinen dauernde^ Zukunftswert hat, weil es uns zu den Quellen führt, freudig die wahrhafte und begeisterte Anerkennung darbringen. ( Dr. Löwenstamm, Berlin-Spandau. Das neue Heft der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums wird durch eine Übersicht über .Neuerscheinungen zur Bibelwissenschaft eröffnet, einleitend widmet der Verfasser dem bekannten Bibelforscher Harold M. Wiener, .der das Opfer der Augustunruhen in Jerusalem geworden ist, ein Wort wehmütiger Erinncruifg. Es folgt ein Aufsatz zur Statistik der Juden in Prag, der weit mehr als lokalgeschichtliches Interesse beanspruchen darf. Bekanntlich steht in der Tschechoslowakei unsern' Glaubensgenossen frei, sich zur jüdischen Nationalität zu bekennen, und zwar ganz unabhängig vom Glaubensbekenntnis, der Verfasser unterscheidet nun zwischen »Israeliten« (im religiösen) und »Juden« (im nationalen ^innc) und weist nicht nur nach, daß es unter den Juden, allerdings in minimaler Zahl, auch Anhänger christlicher Bekenntnisse gibt, sondern daß sie auch statistisch eigentümliche Merkmale aufweisen, so ist die durchschnittliche Kinderzahl bei dieser Gruppe keinesfalls geringer, eher größer als bei anderen Nationalitäten. Ferner setzt sich Prof. Dr. med. et phil. Stern mit einem neueren Versuch auseinander, die Rassenkunde auf neue Grundlagen zu stellen und nicht nur die körperlichen, sondern auch die seelischen Merkmale unter neuen Gesichtspunkten zu beleuchten, von hieraus ergeben Sich auch für das Judentum wichtige Folgerungen. Eine Reihe streng wissenschaftlicher Abhandlungen| ergänzt das lesenswerte Heft. * 1 r Kittel, Rudolf, ord. Prof. a. d. Unlv. Leipzig. Die alttestamentliche Wissen sch aft in ihren wichtigsten Ergebnissen dargestellt. Mit 14 Tafeln und 21 Abbildungen im Text- 5. aufs neue durch« gearb. Auflage. Verlag von Qjielle '3D Meyer, Leipzig 1929 XJ und 298 S. , | ' Die wichtigsten Forschungsergebnisse der alttestamentliehÄi Wissenschaft, die das vorliegende Buch darbieten will, kennen zu lernen, ist nicht nur für den Jünger der Wissenschaft, sondern auch für jeden gebildeten Leser der heiligen Schrift von größtem Interesse. Es ist gewiß nicht zuviel, wenn behauptet wird, daß die heilige S&rift ohne diese Kenntnis für den modernen Leser in vielen und gerade den interessantesten und bedeutsamsten Teilen unverständlich ist. Denn was gibt es interessanteres, ergreifenderes und bedeutsameres zugleich als es der grandiose Kampf ist, den die großen Propheten Israels mit den gewaltigen Mächten des Heidentums innerhalb und außerhalb ihres Volkes, gegen 250

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