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Der Orden Bne Briss · 1929-12-01 · Nr. 12 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1929
Issue
Nr. 12 - Dezember
Date
1929-12-01
Page
[Seite] (sequence 22)
Language
German
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ihm wurde, vor Jahren im Wiener und errang einen allgemeinen Achtun Jurgtfoeater aufgeführt »erfolg. :■ r rt' Am 18 Oktober wurde d^r 185*1 rühmte französische Philosoph^ der Bergson. Söhn von in Paris eingtwand alt. Einel Reihe von Jahren j war Kommission für intellektuelle ipusan bund — [Es gibt kein Werk über Philosophie«, 64s nicht eine Darstell Lebensarbeit' dieses Mannes etilhält aller fünf Erdteile brachten Arti >e1, dilt In Berlin trat *jn 17. Okiober der drei Konfessionen für den Fri zusammen. Von jüdischer Seite wa Dr. Leo Baedc, Oskar Wassermann treten. Verschiedene Organisptions kt Paris geborene be- Nobelpreisträger Henri en Ostjuden, 70 Jahre äergson Präsident ■ der enarbeit beim Vö.ker- •(Geschichte der neueren g und Würdigung der Die großen Zeitungen den Gelehrten feierten^ ie Arbeitsgemeinschaft ^jlen« zu einer Tagung' die Herren Rabbiner nd Alfred Nossig ver» agen wurden erörtert. In einem Regierungs^eric^rt vo* Innenminister der dortigen Regierung gewanderten jüdischen Famitiejn ein. sames, intelligentes und hoch stehen Er bezeichnte jedwede jüdisa als äußerst wünschenswert Urüguay erklärte der daß die ca 70 eingeganz besonders-arbeits Element darstellfn. : Einwanderung :ig ährig tler In Leipzig starb sechsunisiebzl Theologe und berühmte Alttestantcn Kittel. Seine Bücher über »Die Psa tjien« Könige« und »Die Geschichte des dardwerke. der evangelische Professor Rudolf »Die israelitischen kes Israel« sind Stan- In der hauptsächlich von. Jude i bewohnten polnischen Kleinstadt Sarny errichtete de. Ges -dische Handwerkerschule, bestellend au Glasereischule und Nähwerks sieb um eine Musteranstalt, stiften wird. llsdiaft »Ort« eine jü- Tischlerei-, Schlosserei», ube Mädchen. Es handelt die ahrscheinltch : viel Segen t : . '.ln Preußen werden die Ziffern der letzten' Mortalitäts» Zahlungen veröffent ichr. Es stellt siet wiederum die bedauer» liehe Tatsache herauf, daß e ie jüq sehe Bevölkerungsgruppe doppelt so viel Selbstmörder anf^tist die Nichtjuden. Dif, Gründe liegen auf dec Han] gruppierung und Konzentraten in eine stärkere Gefahr psychisdier Et In Hamburg starb am 25. Okt, Ordinarius^ für Kunst» und Universität, Professor Ur. geschaffene kunsthistorische DieN üdisdie Berufs» len Großstädten bedingt wurzelung. dreijndsechzigjährig der \ültuü| esdiichte an der dortigen c^by Warbuiig. Das' von ihm ’nstitum an der Hamburger Uni» versität ist weit über" Hamburg hi* tus berühmt. J. im neununddreißigsten Blinddarmentzündung der In Prag s:arb am 28. Okt. dl] Lebensjahr an den Folgen 1 einer 1 hochbegabte jüdische Dichter iHrrmp an Ungar. Schon Thomas Mann wies 1920 in mehreren Aufsätzen auf den jungen Erzähler und sein Werk »KnabenJ und Mörder« hin. Eine Reihe weiterer Bücher bestätigten |ie großen Hoffnungen, die »Der -rote General« mit im vorigen Theaterwinter man auf Ungar' gesetzt hatte. Kortner in der Titelrolle wurde an den Barnowsky»Bühnen ein großer Erfolg. Ein neues Stück war vom Berliner Staatstheater angenommen. Seine Uraufführung sollte der Dichter, der ein begeisteter Jude und überaus tätiges Mitglied vieler g jüdischer Vereine war, nicht mehr erleben. , In Breslau fand eine Generalversammlung des Vereins »Jüdisches Museum« statt. Es sind durch den Verein schon soviel historisch und künstlerisch wertvolle jüdische Alter» tümer und Gegenstände gesammelt worden, daß das jüdische Museum zu Breslau eine der reichhaltigsten Schaustellungen dieser Art zu werden verspricht. . Jüdische Kunst, ln Berlin wurde im Hotel Kaiser« hof unter großer Beteiligung ein | »jüdischer Museumsverein« begründet. Dr. Max Osborn gab einen Ueberblidc über die bereits bestehenden Vereinigungen] denen sich nunmehr Berlin anschließt. Er wies auf die Bestrebungen hin, die dazu geführt haben,, wertvolle Dokumente jüdischer Kunst zu erhalten, erinnerte an frühere und gegenwärtige Privatsammlungen und betonte, daß es interessant sei, festzustellen, wie| weit sie ein Ausdruck angebofener Rasseeigenheiten, wii weit sie von anderen Kulturen beeinflußt sei Dr. Karl Schwarz zeigte in Lichtbildern die besten Stücke der Berlinei Sammlungen. r In Wizn feierte der hervorragende Künstler und Gelehrte | Professor Oskar Strnad, Professor an der Kunstgewerb«» , schule, am 27. Oktober 1929 seinen 50 Geburtstag. Seihe 1 Szenenbildcr zu zahlreichen Reinhardtsdien Inszenierungen l hatten ihn zuerst bekanr t gemacht. Jetzt ist ergeben I anjgrem ejner der gesuchtesten Bühnenmaler. 1 . '! * Aus Wien kamen wiederum Nachrichten über andauernde und heftige, geradezu pogromartige Ausschreitungen gegen die jüdischen Studenten. Am 7. November traten die Rektoren der Wiener Hochschulen zu Beratungen zusammen und setzten die Schließung der Hodischülen fest, werden somit ein Semester verlieren.' Sämtliche Student rn Das jüdische Theater »Habimah« hat seine Tournee der Schweiz beendet. Sämtliche Sd.weizer Zciiu'igen loblen in enthusiastischer Weise die künstlerischen Leistungen der Truppe, die jetzt wieder in Deutschland gastieren wird. Die Pariser Sorbonne wählte am 10. November Profes or Einstein zum Ehrendoktor. In feierlicher Sitzung, unter dem Präsidium des- Rektors der Pariser Universität, Profes ,or Charlety, wurden Prolessor Einstein vom Dekan der nat jrwissenschafilidi-mathematischen Fakultät, Professor M*ur. in, die Urkunden und Insignien seiner neuen Würde überreiht. Sämtliche französischen Minister waren anwesend. Die Fi ier wuchs sich spontan zu einer begeisterten Huldigung (ür len großen deutschen Gelehrten au«. Es wurden auch polit sdi wichtige Reden gehalten, deren GrundthemaAfölkerversöhn mg war. Zum ersten Mal nach dem Kriege hat das o f f i z i e 1 e Paris damit eine weithin sichtbare deutschfreundliche Handl jng begangen. Im preußischen Herrenhaus fand am 12. November hüte große Kundgebung deutscher Juden statt, die sich gegen die zionistische Agitation wandte. Verschiedene Redner spra hen ( — 248 —

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