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Der Orden Bne Briss · 1929-07-01 · Nr. 7/8 - Juli/August · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1929
Issue
Nr. 7/8 - Juli/August
Date
1929-07-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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mittags, mit einer Weihefeier in der Berliner Hochschule für Musik in Gegenwart von Vertretern staatlicher und städtischer Behörden, der jüdischen Gemeinde und zahlreicher Vereine und Verbände eingeleitet Herr Rabbiner Dr. Baeck hielt die' Weiherede, Ansprachen in- und ausländischer Vertreter verschiedener Verbände folgten. Die folgenden Sitzungen brachten Referate über soziale' Arbeit und über die Hamburger Tagung des Weltbundes jüdischer Frauen, dessen Qrijndungsidee von deutschen Frauen ausging, über »die bevölkerungspolitischen Aufgaben der jüdischen Frau in Deutschland« und über »Neuere Gesetzentwürfe zu Fragen der Bevölkerungspolitik«. ' Eine Reihe von Fachsitzungen beschäftigten sich mit bestimmten Materien. i Eine am Abend des 11. Juni unter Leitung der Frau Patala Ollendorf im Herrenhause veranstaltete Kundgebung bildete den Abschluß der offiziellen Tagungen. Führende Frauen aus England, Holland, Amerika, Schweiz, Polen und Palästina berichteten über jüdisches Leben, Stellung der Frauen, soziale Leistungen etc. in ihren Ländern. ' Frau Paula Ollendorf gab dem Dank der Versammlung an die Begründerin und Präsidentin des neu begründeten Frauen-Weltbundes, Frau Rebekkah Kohut-New York, * Ausdruck, und Frau Dr. Eschelbacher, Seniorin des I.F.B., schloß die Versammlung mit dem Hinweise, daß bei der Schicksalsgemeinschaft der Juden aller Länder auch die Pflichten die gleichen seien, die in dem Gedanken des Weltfriedens gipfeln. ' C. I Verein zur Förderung ritueller Speisehäuser e. V», Hamburg L Die Mitgliederversammlung des Vereins zur Förderung ritueller Speisehäuser fand am 23. Juni in Hamburg statt. Aus dem vom Vorsitzenden erstatteten Geschäftsbericht sei erwähnt, daß die Mitgliederzahl einen Zugang von ca. 130 erfahren hat. Die Gesamtzahl der dem Verein angeschlossenen Restaurationen usw. betrug am Ende des Berichtsjahres etwa 3S0; die Anzahl der vom Verein errichtetfen oder unterstützten akademischen Mensen ist von 7 auf 9 gestiegen. Der Verein wird sich auch in Zukunft der bedeutsamen Aufgabe der Mensen mit besonderem Interesse widmen; dabei ist er allerdings darauf angewiesen, daß die Landesverbände auch weiterhin diese Bestrebung unterstützen. Ein Verzeichnis der rituellen Speisehäuser, abgeschlossen Ende Juni 1929, ist vor kurzem erschienen. Infolge der Bemühungen des Vereins z. F. r. Sp. hat diq »Deutsche Gesellschaft für Kaufmannserholungsheime« sich bereit erklärt, den jüdischen Gästen der Ferienheime für' Handel und Industrie (F. H. J,), die das Mittag- und Abendessen in rituell geführten Speisehäusern einnehmen wollen, eine Rückvergütung von RM. 1 50 pro Tag zu gewähren. — Es kommen in diesem Jahre — und zwar nur in der Nachsaison — die folgenden Orte in Frage: Landeck-Schl., Neuenahr, Norderney, Reichenhall und Wiesbaden. Der Verein z. F. r. Sp. hat mit den an den erwähnten Orten befindlichen ihm angeschlossenen Restaurationen' vereinbart, daß den Gästen der F. H. I. Mittag- und Abendessen zu ermäßigten Preisen verabreicht wird. Meß-Sondersitzung der lj_eipzig - Loge siehe s. 137. Brüder denkt bei der Darreichung von Spenden auch an die O r o ß 1 o g e. Es gibt wohl kaum eine Stelle, von der aus so vielfach die Möglichkeit gegeben ist, Not würdiger Menschen zu lindern. Es gibt Menschen, welche ‘sich, wenn alle Hilfsmittel versagen, in ihrer letzten Not an die Großloge wenden, würdige Menschen, denen nur diskret geholfen werden kann. Unter ihnen sind Künstler, Angehörige der freien Berufe usw. Wenn auch die Großloge‘keine Organisation ist, zu deren Funktionen Einzelunterstützung gehört, so kann sie doch im Einzelfall Hungernde nicht ohne Brotf und Menschen in höchster Not nicht ohne' unabweisliche Stütze lassen. Vielfach hört man bei Besuchen kleinerer oder mittlerer Logen, daß die materielle Lage am Orte so günstig ist, daß die einzelne Loge nur wenig -für soziale Not des einzelnen heran* gezogen wird. — Brüder, .denkt bei solcher Lage, wenn Ihr Spenden für irgend einen Zweck zur Verfügung stellen könnt, auch an die Grofiloge. 140

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