Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1929
- Issue
- Nr. 5 - Mai
- Date
- 1929-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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- Aus anderen Distrikten. Cechoslovakei X. GroßlogentagunginPragam20 und 21.April 1929. Den Verhandlungen entnehmen wir: Es wurde der Beschluß gefaßt, in Rokizan, an dem Hause der Eltern des dahingeschiedenen Ordenspiäsidenten Adolf Kraus, eine Gedenktafel anzubriijgen, die in Verbindung mit einer Stiftung für die Stadt;gebracht wurde. Der jährliche Zinsbetrag fällt am Todestage von Adolf Kraus einer bedürftigen Witwe oder Waise zu mit-der Maßgabe, das Grab der Mutter von Kraus zu besuchen. Das Jahrbuch »die -Geschichte der Juden in der Cechoslovakei« soll möglichst von allen, evtl, von */'* der Brüder pflichtgemäß erworben werden. An der Aufbringung der Kosten für das Jahibuch beteiligen sichmehrere Gemeinden, auch kleinere, mit einem Beitrag von Kc. 1000.—. Auch in der Gechoslovakei bestehen die gleichen Sorgen und Wünsche für eine stärkere Heranziehung der Brüdedurch Disziplinarmaßregeln. Das sachliche Material wurd : als noch;picht spruchreif dem Gesetzeskomitee ztlr weiteren Behandlung überwiesen. Aehnlich wie bei uns soll aucli eine Zentralisierung der von den Logen errichteten Stellen für Arbeitsnachweise in einer besdhderenOrganisationerfolger. Nacß Schluß der Großlogentagung erfolgte die feierliche Eröffnung des neuen — in der Prager Vorstadt g» - legenen \y- Bruderheims, eine Tat der w. Bohemia. Als Vertreter des VIII. Distrikts nahm Br. Grofsekretär Goldschmidt an der Tagung und der Eröffnung des Bruiderheims teil. I Zeitschriften anderer Distrikte. »B’nai B’rith,| 'Mitteilungen für Oesterreich«, Heft 4. April 1929. Jahrgang XXIX Bruder Adolf Last, gibt uns im ersten Teil einer längeren Abhandlung Betrachtungen über »soziologische Elemente in der Entwicklung der Judenfrage«. In wissenschaftlicher Weise werden uns die Gruppenelemente und Gruppenbeziehungelf vorgeführt, die in den verschiedenen Zeiträumen das Verhältnis der Umwelt zur Judenschaft bedingen. ' Seitens des Vereins zur Versorgung hilfsbedürftiger israelitischer Waisen in Wien — ih Jahre 1928 — sowie der Heimstätte für verlassene jüdische Kinder erhalten wir Aufschlüsse über die segensreich^ Tätigkeit, die von beiden Vereinigungen entfaltet wirft." r' Sitzungsberichte der Logen! »Massadah« und »Graz« sowie die üblichen Bücher- und Landerübersichten schließen sich an. A. Gdt. t Hamenora, VH. Jahrgang No. 3, März 1929. Bei der Einführung des [neuen Beamtenrates der Konstantinopler Loge — . Februar. 1929 — vergleicht Br. Victor Algranti die iErrichtung aeis Tempelbaus einer Loge — im vorliegenden Falle .der Konstantinopler Loge — mit dem Tempelbau biblischer Zeiten, insbesondere die Bereitschaft, alles herbeizutragen, wgs zum Bau und zur Auswirkung des Tempels in materieller und geistiger Beziehung erforderlicn ist. j Diesen Ausführungen, diej anläßlich des 19. Jahrestages der Gründung-^der Loge ausgesprochen werden, schließen sich weitere Absprachen des Bruder Präsidenten Soriano und eines Mitgliedes j der Schwesternvereinigung D. Yahni an. Es folgt eine gedankenreiche Rede" des Großpräsidenten Niego. Große Verdienste "hat sich um die Loge in Kairo und das Jüdische Gemeinwesen inj .15jähriger Tätigkeit Bruder Präsident S. Abravanel erworben. Brüder Abravanel verläßt Kairo, um in einem anderes Ort mit seiner Familie * gemeinsam zu leben. In ungewöhnlicher Weise kam' die Dankbarkeit zum Ausdruck, die aiesem Bruder gegenüber als schuldig empfunden wurde. Die Tätigkeit für Loge und Gemeinschaft fiel bei ihm iii einem so großen Maße zusammen, daß es schwer yvurde, Grenzen zu-ziehen. Eine Adresse an den Scheidenden war der äußere Ausdruck der Dankbarkeit. Es sprachen bei der Abschied sfeier Bruder Präsident Samuel Avigdor, Bruder Albert Fortes,| Bruder Simon Mani, der Groß-Rabbiner H. Nahoum Effendi. Der Gefeierte hatte Gelegenheit, auch in seiner Erwiderung seine schönen menschlichen'Eigenschaften zu teigen. Die Loge in Saloniki gibt einen Bericht über ihre Tätigkeit in geistiger und wirtschaftlicher Beziehung. Die Schwierigkeiten, die die Juden Salonikis durchzumachen haben, spiegeln sich auch innerhalb der! Loge wider. Um so beachtlicher ist das Maß von Leistungen, das erzielt werden konnte. Die mit Schwierigkeiten kämpfende Loge war neben ihrer sozialen Tätigkeit darauf bedacht, beispielsweise eine Musikschöpfung (Renanah) einzurichten, die den Si in für Musik in der jüdischen Jugend zu stärken bestimmt ist. Den Abschluß bildet eine kurze Abhandlung über den dichter Rabbiner Israel Nadjara und ein Bericht über die kleine Darlehnskasse in Konstantinopel. A. Gdt, polnischen Distriktes, B’nai B’rith, Organ des No. 2,3, 1929. Pas Doppelheft knüpft an die Auseinandersetzung des - Dozenten Dr. Edmund Stein in Warschau mit dem Buch von Prof. Zielinski »Judaismus und Hellenismus« an und setzt sie in tiefschürfende^- Weise fort Dr. Sttip beri hrt hier in prägnanter Kürze alle Fragen, die den Begriff und Inhalt des Judentums au»machen, und stellt sie in Vergleich mit dem Hellenismus. So behandelt er u. a. die hohe Einstellung zu Wissenschaft und Kunst, die Offenbarung Gottes in der Schönheit u. dergl., er erläutert im Gegensatz hierzu die Mysterien und Kulte des Helft nismus, behandelt ferner die Liebe zur »Mutter Erle«, .die Wertung von Liebe, Furcht, Freude und geistiger Befähigung; weiter folgen Betrachtungen über die Schätzung der Frau, über den Sabbath, Oeschlechtsmoral und F imilienleben, Messianismus,' Toleranz und Proselytentum; endl ich ' verbreitet sich Dr. Stein über Synagoge, T lora und Predigt, sowie über die hohe Wertung der Arbeit Eine Fortsetzung der Abhandlung wird in Aussicht gestellt. 94