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Der Orden Bne Briss · 1929-01-01 · Nr. 1 - Januar · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1929
Issue
Nr. 1 - Januar
Date
1929-01-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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-1 finden, so steilen diese Kurse wertvolle Beiträge zur Frage des »besseren Verstehens« dar. Uebrigens, auch die christlichen Studentenvereinigungen auf rein-religiöser Orundlage haben ihre geistlichen Führer, mit, denen der jüdische Religionsprofessor in gutem Einvernehmen und ( regem Meinungsaustausch lebt. Kennzeichnend für diese gemeinsame Arbeit ist die jüngst vollzogene Wahl des Rabbiners Levinger zum Präsidenten des Universitätskirchenbundes, dem fast alle protestantischen Studentenvereine, einschließlich des »Christlichen Vereins junger Männer« bezw. junger Mädchen, angehören. Den jüdischen Studenten steht es natürlich frei, ob sie den Gottesdiensten am Freitagabend und Sonnabend oder denen freierer Richtung am Sonntag beiwohnen wollen. Beide; werden durch die, Mitwiikung freiwilliger Studentenchöre verschönt. Der 2. Distrikt scheint -unter seinem neuen Großpräsidenten Br. Isidor Feibelmann einen bedeutenden Aufschwung zu nehmen. In unseim Ordensorgan, das jetzt den Vorgängen iml Logenleben einen. besonderen, einheitlichen Raum, »Der Spiegel«, widmet, wird die Botschaft, mit der siel) Br. Feibelmann bei seinem Amtsantritt an seinen Distrikt wendet, vollinhaltlich abgedruckt. Besonders warm ist der Appell an die’ Brüder, niemals säumig in der\ Entrichtung ihrer Logenbeiträge zu sein; er sagtj »Eine meiner ersten Amtshandlungen war die Unterzeichnung eines Schecks über 60000 Dollars als Vierteljahrsbeitrag zum Waisenheim unseres Distrikts, für 12000 Brüden Ihre 50 Cents, ai^ sich eine unbedeutende Summe, ermöglichen diese Summe. Wie aber, wenn Sie Ihre Beiträgt nicht bezahlen —? Dann muß die Loge trotzdem den Betrag für Sie an die Großloge abführen und dabei mit anderen wichtigen Aufgaben finanziell im Rückstände.' bleiben. Möchte ein denkender, seiner Verantwortung bewußter Bruder ein solches Odium auf sich nehmen und siejh einer solchen Pflicht Versäumnis schuldig machen? ' Was ich Ihnen sagen will, ist klar: machen Sie dem Finanzsekretär seine Arbeit nicht zu schwer und bezahlen Sie die Beiträge regelmäßig!« Für das erste Halbjahr schreibt Br. Feib^lmann — von dem wir unzweifelhaft noch viel hören werden — nicht nur den üblichen B. B.-Tag, sondern auch einen »Expräsidentejn- Tag«, einen »Väter-, und Söhne-Tag«, einen »Besserverstehen-Tag« aus. Entschlossen setzt sich Br. Feibelmrum dafür ein, in jüdischen Logen nur jüdische Themata zu behandeln: über cStasiatische Kunst, die Ureinwohner von Wales und jritfranzösische Dichtung können sich Uns :re BBr. auch außerhalb unserer Logen unterricht :n: für jüdische Logen fordert er Vorträge, die uns Kenntnisse vom Wesen und den Leistungen,, von den Bräuchen und Oegenwartsnöten des Judentums vermjitteln. Unter den Auspizien der Logen haben in New; York Kurse für jüdische Sozialarbe ter statt^efunden, die jetzt mit einer Prüfung endeten. i Es haben 18 Abiturienten ihre Reife nachgewiesen. Außer dem Direktor dieses Seminars,. Maurice J. K a r p f, haben Felix M. War bürg und der Direktor des New Yorker jüdischen Wohlfahrtsamtes, Solomon Löwenstein, bei der Entlassungsfeier Ansprachen gehalten. Die gleichfalls vom Orden propagierte Bewegung zur Erzielung besseren Verstehens zwischen Juden und Christen beginnt recht beachtliche Früchte zu zeitigen. Zumjüdischen Neujahrsfeste , hat 'der Verwaltungsrat 1er »Kirchen. Christi in Amerika« eine Olückwunschbotschaft erlassen,. in welcher er den Juden der ganzen Welt hohe Anerkennung zollt. Unser Ordensorgan nennt diese Kundgebung »eine historische, edle Geste, die abej iire^ Frucht bringen wird, indem sie das Oefuhl 1er Brüderlichkeit aller Menschen in der ganzen Welt weckt«. iMit Interesse lesen wir in unserem Ordensorgan von einem begeisterten Juden, der in den dichtbevölkerte^ Straßen New Yorks nach \rt der Heilsarmee | durch Gesänge und Ansprachen für die Wiedererweckung jüdischer Religiös tät wirkt. In flammenden Worten hält er 1er jüdischen')ugend ihre Gleichgültigkeit gegenüber dem vieJtausendjährigen Erbe ihrer Vorfällen vor und fordert Rückkehr zu Oott und ztm Olauben Israels sowie zu den altehrwürdi(;en Bräuchen unserer Religion. Von den wissenschaftlichen Aufsätzen sei hier eine schöne, erschöpfende Darstellung des Malers Pasternak aus der Feder des Br. Israel Auerbach erwähnt. 1 Br. Eugen Wölbe), Montefiore-Loge zu Berlin

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