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Der Orden Bne Briss · 1928-08-01 · August (8.1928) · p. Seite 46

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
Beilage 1928 (1928)
Issue
August (8.1928)
Date
1928-08-01
Page
Seite 46 (sequence 2)
Language
German
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Eli scheint aber, wie wenn auf beiden feiten die ' Emsidbt zum Durchbruch gekommen ist, daß tfin Ueber- : greifep jüdisch-politischer Kämpfe die größte' Gefahr für; den Fortbestand der Logen überhaupt ist und!deswegen unter1 allen Umständen vermieden werden muH. Im laufenden Termin wurde zunächst versuchsweise die Abhaltung von Tempellogen beschlossen. Die Tempellogen sind besonders feierlich abgehaltene Sitzungen; in denen geschäftliche Dinge nicht beraten werden, sondern die ihrem ganzen Charakter nach auf, eine Verinnerlichung gestellt sind. Den Hauptpunkt bildet eine Rede, die wichtige, auch aktuelle Dinge, aber von einer hohen Warte aus behandeln soll. Derartige Tempellogen Ifanden ungefähr einmal im Moriat statt; da sie sich eines guten Besuches erfreuten, wurde ihre Beibehaltung beschlossen. Der Besuch von 19 Sitzungen im Termin betrag im Durchschnitt 64 Brüder. Die offenen Logen jind die gesellschaftlichen Veranstaltungen im Sommer unjl im Winter waren gut besucht. 2 Brüder schieden durch den Tod aus dem Bruderkreise. 6 Brüder traten aus verschiedenen Gründen aus der Loge aus, so daß am Schlüsse des Termins der Loge 221 Brüder angehören.! gez. Dr. Curt Wiener, Präsident, * . i Lessing-Loge, Breslau j Aus dem Bericht von Br. Mach; prot. Sekretär,, über de: Termin 1927/28. I Die Lessing-Loge stellt durch ihre Größp und durc! die Altersunterschiede der Brüder keinen j homogenen gesellschaftlichen Körper dar. Dies wird besonders durfch die Tatsache klar, daß wir 23 liebe Brüde^ durch deh Tod verloren haben prnd diesem Abgang nur 4 Neueirjtritte gegenüberstehed. Der Besuch der geschlosseneh Logen blieb mit 120 Brüdern im Durchschnitt pro Abenp unter 25 v. H. der Mitgliedervthl. Am Schlkiß des Termins betrug die Mitgliederzahl 500. [ Trotz der schweren wirtschaftlichen Lag^ der Brüder hat der Opfersinn nicht nachgelassen, so daß insgesamt der ansehnliche Betrag von über 46.000,— Mk. für Unterstützungen an Brüder, Witwen und Waisen yon Brüderji, Anstalten und für kulturelle^ Zwecke ausgegeben werden konnte. Von dieser .Summe entfallen jedoCh mehi^ ajls 40.000,— Mk. auf Unterstützungen innerhalb der Loge.: Not Auch in dieser Gegenüberstellung drückt sich die Not unserer Bruderschaft aus, durch welche wir leider gezwungen waren, uns in Ausgaben für kulturelle Zweck< immer noch große Schranken aufzuerlegen. Eine besondere Erwähnung verdient unsere Bibliothek, die sich dank der Opferwilligkeit der Brüder, der liebevollen Betreuung durch den Br. Expräs. Dr. Willy Cohn und nicht zuletzt der guten Verwaltung der Brüder Bibliothekare zu einer beachtenswerten Sammlung, entwickelt hat. , Die geistigen Darbietungen in geschlossenen und offenen Logen und in der Kunstgruppe standen auf ganz besonderer Höhe. Sämtliche Vorträge wurden von Brüdern. und Schwestern der Breslauer Logen gehall in. Von 20 Vorträgen behandelten nur 5 nichtjüdische Themen. . * Stuttgart-Loge, Stuttgart. Br. Kommerzienrat Adolf Wolf geatorben. In dem am 9. Juli 1928 in Stuttgart ventorbenen Kommerzienrat Adolf Wolf hat die Stuttgart-Loge und mit ihr der Orden U. O. B. B. einen der wertvollsten, u ld besten Brüder verloren. Bruder Adolf Wolf war bei der (Gründung %der . Stuttgart-Loge mittätig und hat seitdem stets die Interessen der Loge auf das eifrigste vertreten. Er hat, obwohl er durch seine ungewöhnliche Arbeitskraft in meinem nahezu über die ganze Welt ausgedehnten Geschäftsbetrieb stets außerordentlich in Anspruch genommen war, immer die Zeit gefunden, \yenn er orts inwesend war, die Sitzungen der Loge zu besuchen urd hat an deren Verlauf stets, lebhaften Anteil genommen Wie er in den weitesten Kreisen als großer Wohltäter bekannt war, so hat er auch stets für die Einrichtungen der Loge eine offene Hand und ein warmes Herz gehabt. Sein schlichtes bescheidenes Wesen hat ihn davon a ^gehalten, ein Amt innerhalb der Loge anzunehmen. Trotzdem aber wurde sein Wort und sein Rat immer dankbar aufgenommen. 'Viele Anregungen von ihm, insbesondere auf dem Gebiete der Wohlfahrtspflege, wurd;n in .-die Tat umgesetzt. Sein Andenken wird als das eines vorbildlichen. Bruders stets hoch in Ehren gehalten werden. Expr. Dr. Ounzenhj user. SchueMerM der « Artikel und Berichte aut dem Verbände sUhen unter Verantwortung der Redaktion der Monatsberchte der Groseloge; * Manuskripte für Einsendungen, die unter dieser Rufyrtk erscheinen sollen, werden jedoch zuvor an die Ädretse von Frau Anne. -Leicg, Stettin, Elisabethstr. 10, erbeten. Ernestine Eschelb&chers 70. Geburtstag. Der 8. Juli, der 70. Geburtstag j von Ernestine Eschelbacher, den die gesamte deutsche Schwestern- und Brüderschaft des Ördens Bne Briss, und über sie hinaus die europäische jud^nheit und die jüdischen Frauen der Wdt als einen gemeinsamen Freudentag empfanden, er ist vorüber. Aber mit ihm ist nicht das erhebende, einzigartige Erlebnis geschwunden, das allen denjenigen zuteil geworden ist, die das Glück liatten, an der Feier dieses Tages teilzunehmen. *— In dem reich mit Blumen geschmückten »großen Saal« des Berliner Logenhauscs harrte dicht gedrängt die Festversammlung schon lange, ehe die jugendliche Oreisin unter feierlichen Begrüßungsklängen auf ihren Ehrensessel geleitet wurde. Und als nach dem einleitenden Gesang des Herrn Oberkantors Friedmann die »Festansprache« im Aufträge des Schwe stemv« rbandes — st

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