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Der Orden Bne Briss · 1928-08-01 · August (8.1928) · p. Seite 45

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
Beilage 1928 (1928)
Issue
August (8.1928)
Date
1928-08-01
Page
Seite 45 (sequence 1)
Language
German
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feg Beilage Der Orden > ' August 1928. »ne Briss Logenberichte. Allemania-Loge, Stettin. Aus dem Tätigkeitsbericht für den Termin 1927/28 von Br. prot. Sekretär J. Peiser. . , Im verflossenen Termin j hatten wir 36 Sitzungen, nitrvon 2 gemeinsame mit den Schwestern und 3 offene Logen. j - Von wichtigeren Beratungsgegenständen sind zu erwähnen: das Erholungsheim yi Agnetendorf, unsere Nothilfskasse bei Sterbefällen, [und unsere Stellung zum Ostdeutschen Logenverband, j i Der Besuch unserer Sitzungen ließ leider immer mich zu wünschen übrig, der Besuch der gemeinsamen, Sitzungen mit unserem Schwesternbund ist als besser zu bezeichnen. Der schwächste Besuch war stets, wie wir ftststeilen mußten, bei den j reinen Arbeitssitzungen zu Verzeichnen, so daß deutlich der Wunsch der Brüder zu erkennen war, die Arbeitssilzungen'mit einem Vortrage Zu verbinden. Es wurden 20 Vorträge gehalten. Diese Vorträge nahmen im allgemeinen s/c bis 1 Stunde in ' Anspruch, so daß die gescha ftlichen Angelegenheiten der Loge und des Ordens dadur :h in keiner Weise zu kurz kamen. In den Beratungen über das Heim in Agnetendorf kam die Meinung der Brüder zum Ausdruck, dasselbe ' unverzüglich zu veräußern, j Der vom Ostdeutschen Logenverband eingerichteten Nothilfe haben sich nur wenige Brüder unserer Loge angeschlossen. Die große Mehrzahl steht auf dem Standpunkt, daß die von unserer Loge selbst eingerichtete Nothilfe vorzuziehen sei, w« il diese allen Brüdern kugute {kommt und nicht nur de len, welche ihre Mitgliedsbeiträge entrichten. Wir h: ben im vergangenen Termin | dem Tod eines Bruders zu beklagen, außerdem erfolgten P Austritte, davon 2 mit At gangskarte. Es wurden aber jjm Laufe des Jahres 5 reue Brüder eingeführt. Die Mitgliederzahl beträgt heut« 187 Brüder. Unserp Logenräume j;aben wir, wie bisher, für /wecke der jüdischen Vereine her. Wir waren in der Lage, die im Etat für wohltätige /wecke vorgesehenen Betrage im Laufe des Jahres überschreiten zu Jcönnen und i isbesondere den Witwen und Waisen zahlreiche Unterstützungen zuteil werden zu lassen. Besondere Erwähnung jkerdient die Arbeit des Ferienkolonienausschusses unsere i Schwestembundes. Die betreuten Kinder konnten gai ze Tage im Freien verbringen. Sie wurden beköstigt, erh »lungsbedürftigp an die nahe See oder auch zu auswärtigen Schwestern verschickt. Es wurden recht gute Erfolge hierbei erzielt. ,j L. i Zacharias Frankel-Loge, Breslau Aus dem Jahiesbericht 1927/28. Mit Rüdesicht darauf, daß nach dem Statut unserer sondern zusammen mit den Brüdern teilnehmen, hatte i wir eine große Logensitzungen. an den Logenarbeiten Anzahl von offenen Es' fanden im vergangenen Termin nur 14 geschlossene |;egen 15 offene Si zungen statt. Nahezu an jedem Logen« bend wurde ein Vortrag gehalten oder über ein aktuelles Thema referiert. Auf Anregung des Präsidenten des vorigen Termins, unseres Br. Expras. Hugo Lesser, wurde in Erinnerung, an den Namensnatron Unserer Lo;e Zacharias Frankel erstmalig ein Gedenktag abgehal en, der den Namen »Frankel-Tag« führen und in jedem Jahre siattfinden soll. Der. Zweck dieses Tages ist, die Verdienste Zacharias Franke s dadurch zu ehr:n, daß. von berufener Seite.ein der jüdischen Wissenschalt entnommenes Thema behandelt wird. Im vergangenen Vermin hätten wir den hohen Genuß, am Frankel-Tage einen Vorträg des Seminardozenten fr. Dr. Heinemann das Thema »Ph zu hören. Wir traten Bestände von 65 den Angehörigen falle eine einmal auf die geringe Beihilfe vorläufig wenn die zur fügung stehendeji gesunken sind lo’s griechische ind jüdische Bildung« n den verganget en Termin mit einem Brüdern ein, der sii h durch Neuaufnahmen auf* 71 Brüder erhöhte,' jedoch durch .den Austritt und den Tod von je 2 Btüdern auf 67 Brüder verminderte. Wir errichteten im vergangen« n Termin eine Hinterbliebenen-Fürsor|;e,'die es sich zur Aufgabe gemacht hat,' eines verstorben :n Bruders im Todes-'' ige Beihilfe auszt zahlen. Mit Rücksicht I Aitgliedcrzahl uns trer Loge kpnnte diese nur auf Mk. 600,— bemessen werden.« Heinrich Graetz-Loje, Breslau Jahresbericht 19 7/28. . Aus den zahlreichen Beratungsgegenständen (Logen (Lessing - Loge) über heim, Logenverbpnd usw.) seien wähnt Die Loge b tschloß, einen G Notstandsh und zwar in scheine über nur die Folgenden errr a nt i e foft d s für I f e im Bruderkn ise ins Leben zu rufen * di r Weise, daßfr« iwillige Verpflichlungsbestimmte Summen unterzeichnet werden, --—*- — Loge die Schwestern keine eigene Vereinigung besitzen, von Professor Ci die nur ganz oder teilweise au gerufen werden sollen, I Unterstützung im Bruderkreise zur Ver- Logenmittpl uni er eine bestimmte Höhe Das Respltpt de r Zeichnungen kann als befriedigend' angesehen werden; bisher ist die Garantiesumme noch nicht in Anspruch g< nommen worden. Der Sinn einer derartigen Aktion soll sein, die Brüder, nur im konkreten Notfa le zu ^belasten i nd nicht ohne Not größere Mittel zu entziehen., Es verdient erwähnt zu werdi n, daß die Verschärfung der politischen I Kämpfe mnefbalb de’s Judentums zeitweilig die Gefahr heraufbeschwor, auch die Loge zum Kampfplatz zwischen den beiden Haupirichtungen der.jüdischen Politik werden zu lassen. Den Anlaß hierzu gab eine Vertretung säm tlicher hiesiger 1 ogen bei einem Besuch haim Weitzmann in Breslau. 45

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