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Der Orden Bne Briss · 1928-06-01 · Juni/Juli (6.1928) · p. Seite 29

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
Beilage 1928 (1928)
Issue
Juni/Juli (6.1928)
Date
1928-06-01
Page
Seite 29 (sequence 2)
Language
German
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allein es erfährt,, wenn die Notwendigkeit' der Hilfe eintritt. Deshalb muß sie in den Stand gesetzt wenden, diese Pflicht zu erfüllen: Dieser Aufgabe dient die Erhebung des erhöhten Beitrages, der gefordert wird. Es ist eine Pflicht, die die einzelne Loge der anderen gegenüber zu erfüllen hat. Vor dem Kriege war es unser $tolz gewesen, das Motto aufzustellen und zu befolgen; »Nichts für uns, alles für andere.« Heute hat das Wort siinen Sinn für jede Loge in* Beziehung zur anderen Loge gefunden. Sie muß sich sagen: »nicht für uns, fordern tür andere«. In diesem Losungswort liegt die Forde vng, die gestellt ist. Jede Loge muß es wissen, daß sie nicht allein steht, daß sie Loge unseres Distrikts ist, dall der ganze Distrikt bei ihr steht, wenn sie in Sorge odei Not ist. — Er erwähnt in diesem Zusammenhang die nicht unbeträchtliche Spende, dit die Saar-Loge im verganj enen Jahr aus Anlaß ihres Jubiläums für die Gesamthet der Großloge -zur Verfügung gestellt, als beispielgebend. — Die Frage der Erhöhung des Großlogenbeitrages wird also der wichtigste Teil der Beratungen des Geieralkomitees sein. . * Das Prinzip der Staffelung der Beiträge sollte noch mehr in die Logen hineingetragen worden, damit künftigen Brüdern, die am Beginn des Atifbaus ihrer Existenz sind, es ermöglicty wird, in die Logen einzutreten, ohne durch die- Zahlung eines zu großen Jahresbeitrages eingeengt und bedrückt zu werden. Die. Staffelung der Beiträge kann freilich nur eine d|skr«fte und freiwillige sein. * . Um eine Erleichterung der Unterstützung, ven sogenannten R e i c h s Institutionen, deren A itiönsradius sich über ganz Deutschland erstreckt, durchzuführen, ist eine Liste veröffentlicht worden, die virllejcht noch kein Endgültiges darstellt, und noch verbeisse rt qnd ergänzt werden kann. Eine sehr wichtige, Aufgabe stellt die Schaffung einer jüdischen Tuberkuloseheilstätte für Männer in Deutschland dar. Es gibt eine ganze Reihe von Fällen, die auch in Deutschland geheilt werden können und für . dieauch im Falle der Unterbringung in deutschen Anstalten materielle Hilfe durch die Reichsversich^rungsanstalt geleistet wird. Die Aufbringung der Mittel für die Schaffung des Heimes soll durch eine Lotterie erfolgen. Von den Logen sind bisher 12200 Los^ abgenommen worden. Ungefähr ein Drittel der Zahl,} die) in den Logen untergebracht werden sollte. Der Referent bittet die Brüder des Generatkomitees, in den ihien zugeteilten Logen sich dafür einzusetzen, daß eine größere Zahl von Losen noch abgenommen wird. — Dte Heilstätte »Etania« in Davos, in der wir bei der Unterbringung von Kranken jedes Entgegenkommen erfahren, *>U nlch Möglichkeit gefördert werden.! Die Arbeiten für die Erhaltung der Samsolnschule haben noch keinen allzu großen Erl olg gezeitigt. Es soll die Arbeit aber fortgeführt werden, um vielleicht mit Hilfe der Landesverbände zu eirem Ziel zu kommen. . ) Von dem Bayrischen Logenverband ist die < ankbare 'Anregung gekommen, P rä»s i d e n te nko n f e r e n z e n zu veranstalten. Der Verband selbst will zunächst eitlen Versuch unternehmen. Nach seinen Erfahrungen wird" dann das weitere erfolgen können. | Ueber die Schaffung einer gemeinnüitzigen Ehevermittlungsstelle wird Br. Oro^Sekretär einige i Ausführungen, in der Diskussion Ooldschmidt machen. Die Beziehungen zu ^deii, Nachbardistrikten si sehr enge, und darüber hinaus zu allen europäischen und amerikanischen Distrikten. Die A r b e i t s g meinschaft der Europäischen Distrikt für die in den letzten Jahren wertvollste Arbeit von d Brüdern Popper und Wiesmeyer geleistet worden ist, kt im Dezember in Berlin. zusammengetreten. Er spriqlt den Brüdern für ihre Arbeit herzlichen Dank aus un| bittet Br. Stein, Prag, den Dank zu übermitteln. Zwei Dinge sind insbesondere von der Arbeitsgemeinschaft angeregt worden. Einmal die Einsetzung eines Schiedsgerichts zur Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Logen und Brüdern verschiedener D - strikte und ferner die Anfügung des Lichtbildes des Bruders, der eine Reisekarte benutzt, a 1 die Reisekarte. Wir haben die Freude, häufigen Besuch aus de 1 Nachbardistrikten bei uns zu sehen und die Logen der auswärtigen Distrikte häufiger zu besuchen. * Die beiden Logen in Königshütte und K a t't o : -wit'z haben nunmehr ihren Anschluß an den Polnischen Distrikt vollzogen. Der Gang der Dinge hat gezeigt, dall die Ansicht, die von. unserer Seite gegenüber dem poL nischen Distrikt vertreten worden ist, die Dinge sich ent ■ wickeln zu lassen, die richtige gewesen ist. Die Verbindung ist heute eine innere, während sie bei einer äußeren. Be einflussung nur eine äußere hätte werden können. Di< Beziehungen zwischen den west- und ostöberschlesischer Logen sind die gleichen, wie bisher. Die Logen, werdeij zu den Veranstaltungen der deutschen Logen stets ein] geladen. 1 Für die Heranbildung des Rabbiner- und Lehrernachwuchses wurden in den letzten Jahren vom Oeneralkomitee 2400 M. jährlich bewilligt. Die Brüder werden gebeten, diesen Betrag, auch weiterhin zur Verfügung zu stellen. . Der Sonderausschuß für die geistigen Interessen hat seine Arbeiten fortgesetzt. Einer An» regung von Br. Fritz Kahn zufolge soll die nächste Nummer zum Ordenstage der Bedeutung der jüdischen Oemeinde für jeden einzelnen gewidmet sein. Auch der Sonderausschuß für Kunstfragen hat wertvolle Arbeit geleistet. Er hat u. a. den Logen die Anregung nahegebracht, 20 M. jährlich für Zwecke der. Künstlerhilfe zur Verfügung zu stellen. DieArbeit der Jugendschriftenkommissiofn dokumentiert sich vor allem in den bereits vorliegenden und demnächst erscheinenden Bändchen der Jugendbücherei. Für die schöne Ausstattung der Bücher sei auch dem Verlag der Dank ausgesprochen. .* * I Zum Schluß seiner Ausführungen kehrt Br. Oroßprätsident zu dem Ausgang zurück und betont, daß da;, nicht genug zu rühmende Werk der deutschen Judenheiwänrend der letzten 5 Jahre — die Aufrechterhaltung und der Ausbau der Institutionen und Anstalten, die durch Krieg upd Inflation dem Untergang nahe waren — nur möglich geworden durch die große Opferwilligkeit und die Hingabe jedes einzelnen, der nicht fragte, wem sein Opfer zugute kommt. Und bei allen Klagen, die wir zu führen haben, bei aller Kritik, die wir an uns — 30 —

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