Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Nr. 12 - Dezember (12.1928)
- Date
- 1928-12-01
- Page
- Seite 239 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Jüdisches Kunst# swerbe. Von Br. Pr. K «;r 1 Schwarz, Mc ntfcflore-Loge, Berliii. Eine Diskussion im geistigen!/ Wschuß brachte ein Thema zu r Sprache, das verdien t, im weiteren Rahmen durchdacli t und allen Logen zur B< ratung übergeben zu werden. Wir betonen Stets, daß Wissensci alt und Kunst zu fö| liniere Künstler, die mit nur großer Not leben und in der M absetzen rönnen, recht wenig, sinld — eg wird dies durchaus insere Aufgabe sei, MfcrnJ leisten aber für ge) ingen 'Ausnahmen in qul igen Zeit kaum etwas I )ie {Mittel der Logen ni' ht verkannt — durch wichtige V srpflichtungen bis zum / eußiersten angespannt. Aber es li :ße sich doch vielleicht < in \^eg finden, der in doppelter Hinsicht verheißungsvoll erscheint, da er nicht nuf mater eile, sondern auch wie rtig|e ideelle Ziele anstrfbt, folglich durchaus dem Lc gengedanken folgend, unsere Arbeit erweitert un<J lördei t. j Der gjeistige Ausschuß wurde mit der Aufstellung einer Liste von Bücjhern betraut, < ie gich für Geschenkzwecke der Logen eignen (für bei ondere Ehrungen von Brüdern' bei Jubiläen, Hochzeiten,. Geburtstagen, Barmizwohfeiern etc-) — Mit dem leiben Mitteln wie sie einl an sich doch i ziemlich unp irBÖnliches Buch erfordert, könnte man weit beächtfüiheile und m. E. auch als Logen gäbe viel geeignetere G »schenke überreichen, wenn mun Gegenstände jüdischen Kunstgewerbes wählen würde. j .! . An die Türe des jüdischen .Haiises gehört eine Mesusah. Chanukkaleuchter, Kid jtuschbecher, Sabbatleuchter — um nur Einiges zu; nennen — sind die Zierde jec er’jüdischen Familie. Q leisi werden die alten, ererbten Stücke mit Pietät bew |hrt, oftmals nur als Kuriositäten «fufgehoben. Die Gegenstände entsprechen nient unserem heutigen Künsten pfinden, sind altersschwach (wie z. B. die meist hohl n silbernen Leuchter) oder in venig ästhetischen Fornen (wie die billigen Glasröhre! len -der Mesusoth) g( laltm- Eine schöne Mesusah vürde als Zierde gern angebracht werden. Fs {wäre das sinnvolle Qeschenl der Loge für einen’ Bruder, der eineh neuen Hausstand begründet, ein Haus ,i Die E:ntwickiufijj; Wir <Jlane, in stehen ztl jüdi: cl r läß m berichteten vor ein| 'Breslau ein lassen. Naturgei artiges Iiistitut, wenn es v< dauernder Bedeutung sein wirklich wissenschaftlichen aufbaut, nicht von heut auf treten. Ir den vergangene! Stillen eifijig gearbeitet wordi des neuen Jahres 1929 sol »Das Judentum in der Oesdh die in Breslau eröffnet werdet außen von dieser Tätigkeit Oü in, oder eine neufe Wohnung bekieht, Den Barmizwohknaben würde ein Menorah, eine Bsomimbüchse, ein Becher mehr in seine jüdischen Pflichten gertiahnen, als das x-te Btch. Und welcher Jubilar*) würde nicht mit mehr Rührt ng ein paar schöne Leuchter entgegennehmen als se bst ein wertvolles und umfangreiches Werkj das in d«n Bücherschrank verschwindet? Die Heburg und Fördering' unseres jüdischen Kunstgewerbes isf eine wichti;e Kuftursufgäbe. Das Reser mir der al len Geräte ist b ild erschöpft. . Die wertvollen! Stücke ge iören in unsere öffentlichen Sammlungen und Museen, um erzieherisch zi, wirken und erhalten zu bleiben. Unsen Aufgabe* aber ist es, unsere Tradition heu;:u beleben, unser Judentum in' jeder Form zu aktivii ieren, zu zeigen, daß auch Wir jüdisch .denken, fühlen und uns äußern können, am Alfen zwar, mit Ehrfu-cht hängen, aber uns nicht mit'dem Hergebrachten begnii gen wollen. Sonst laufen Wir Gefahr,, zu antiquieren und iu stagnieren, während wir| doch jüdisches Leben fördern wollen.! Wir haben tüchtige Künstler auf allen Oebieten. Gebt ihnen Gelegenheit, sich ziu betätigen..’ Wir habendie Ansätze zu einem neuen ’ jüdischen Künstgewerbe. Fördert diese Bestrebungen aufch von den Logen aus. Jie Großloge könnte als| Zentrale verschiedene er zur Einreichung von Entwürfen auffordem und eine Kom mission ein Merkblatt mit’ Abbildungen geeigneter Gegenstände an dlej Logen verteilen. Sie könnte eine bestimmte Mesusah entwerfen lassen, die als Logenehrenf abe dient. Es ließen sich leicht Wege findet), um Künstler zu neuen Werken anzuregen, und diese;so billig hrrstellep zu lassen, daß ihr Erwerb nicht teurer käme als der eitles guten Buches.. Dg nach zwei Seitenj hin Gutei und darüber hinaus noch besondere! Werte; von kultt r eil er Bedeutung geschaffen werden, so 1 dürfte diese Anregung vielleicht von allgemeinem Interesse sein. *) Das kom rechtigung, die deutting des G4 ringer zu sein. nt auf den Jubilar an. Bei aller Be- Anregung zukommt, braucht die Beschenkwertes vpn Büchern nicht ge-- Red. des Jüdischen Museums Von Dr. Willy Cohn, Breslau. ger Zeit von ciem hes Museum erkann ein derbleibender und soll, wenn es auf isichispunkten sich morgen ins Leben l Monaten ist im , und zu Beginn eine Ausstellung lichte Schlesiens«, wird, auch nach Kunde geben. r i in Breslau. Um auch Öffentlichkeit in« der breitesten jüdischen für den Mtjseumsgedanken zu werben, der jja überall, wp Juden leben, sich regt, und von dem n^uen Interesse der jüdischen Gemeinschaft an ihrer Vergahgenheit zeugt, läßt der Vorstaid des Breslauer Müseumsvereins eine Schrift hi rausgeben, die von bleibender Bedeutung ist. Oeorg He Aufsatz ein spricht sich Nicht nur von rmann leitete sie durch an Bsontimbüchsen und einen alten Haggaden. Dfr Dichter! von Jettchen Gebert Hier über jüdische Kunst aus. den Gefühlswerten redet er, die — 239