Mannheim
Compact Memory

Der Orden Bne Briss · 1928-12-01 · Nr. 12 - Dezember (12.1928) · p. Seite 238

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1928
Issue
Nr. 12 - Dezember (12.1928)
Date
1928-12-01
Page
Seite 238 (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/6727475-6029143-6074780--1910-4868528
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

dem R. I. S. bdzutreten und für ihn propagandistisch tätig zu sein. Sodann" gaben die Vertreter der jüdischen Organisationen jhre Sympathieerkläaingen ab, beglückwünschten den R. j. F. zur'Begründung des R. I. S. und stellten ihre wirksame Mitarbeit in Aussicht. Für den Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden sprach Kammergerichtsrat Leo Wolff, für den Verband Bayrischer Israelitischer Gemeinden Oberlandesgerichtsrat Dr. Alfred Neumeyer, für den Vorstand der Jüdischen Gemeinde R.-Anw. Dr. Köllenscher, für den Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen . Glaubens Just.-Rat Dr. Julius Brodnitz, im Namen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland R-Anw. Dr. Alfred Klee, für die Großloge für Deutschland Geh. Justizrat Timendorfer, der die Einmütigkeit der hier gehörten Erklärungen hervorhob und daran erinnerte, daß der U. O. B. B. schon in sein Grändungsprogramm die För- Briete an «. * Von( Br. Siegmund Reis Hindenburg O.-Schl., erhalten wir folgende Zuschrift: Ein Wort noch zur „Die Schrift“. Von Martin Buber und Franz Rosenzweig. AJS ich kürzlich 'den ersten Band des Bibelwerkes von Buber und Rosenzweig einem Pastor zeigte, und er nur das erste Kapitel des Buches »Anfang« las, dankte er mir herzlich für den ihm so wertvollen Hinweis und bestellte sofort einige Bände. Er, der treffliche Bibeikienner, der Pastor, der ständig mit dem »Wort« zu tun hat, er erkannte die wunder-, volle, poetische und lyrische Uebertragung, und als er in einer kleinen Versammlung «von Schriftstellern dieses erste Kapitel vorlas, wirkte es in dieser Buber-Rosenzweigschen Nachdichtung wie ein kosmogonisches Drama. Und jetzt muß Br. >ef< im letzten Hefte der Logenmitteilungen erst; betrübt zur. Kenntnis bringen, daß die Fortsetzung dieses Standardwerkes gefährdet ist,'da fast 1000 Subskribenten fehlen, um das Werk zu Ende zu führen. Man kann nur eines .voraussetzen, daß offenbar Verehrer von reinsfer deutscher Poesie diese Bibelunternehmung von Buber und Rosenzweig gar nicht kennen. — Ich trete an das Werk noch nicht vom jüdischen Standpunkte, sondern von jenem heran, der einem deutschen Verehrer von derung des Handwerks und der Landwirtschaft aufgenommen hat.*) Fkl. — - - *. i •) Für die Brüder, die sich mit der Frage der jüdischen Kolonisation in Deutschland eingehender beschäftigen wollen, sei hier auf einige Aufsätze und Broschüren hingewiesen: 1. Tuch, Gustav: Innere Kolonisation. Monatsberichte 1897 Nr. 2 S. 7 und Nr. 5 S . 39. 2. O. Heynemann-Magdeburg: Sollen die Juden Deutschlands sich der Bodenkultur zuwenden? M. B. 1899 Nr. 1 S. 1. ' 3. Oberamtmann Cohn: Entgegnung auf aen Artikel von Heynemann. M. B. 1899 Nr. 2 S. 15. 4. Antwort von G. Heynemann. M. B. 1899 Nr. 3 S. 91. 5. Konsul Simon - Hannover: Sollen sich Juden in Deutschland dem Handwerk, der Oärtneret und der Landwirtschaft widmen? M. B. 1901 Nr 9 S. 91. 6. Zur Förderung des Ackerbaus unter den Juden. Zuschrift des Justizrat Peyser- Eschwege. M. B. 1907 Nr. 6 S. 71. 7. Warburg, Otto, Prof.: Eignet sich der deutsche Jude zur Landwirtschaft? M. B. 1913 Nr. 3 S. 33. 8. Kahn, Arthur, Dr.: Die Landwirtschaft, eine Zukunftsfrage der deutschen Juden. Beilage 1913 Januar; ferner die Broschüre »Hin zur Schölle«. 9. Die letzten Jahrgänge der Zeitschrift »Der Schild vom Reichsbund jüdischer Frontsoldaten. I i den O.p.B. i Poesie und1 Lyrik nahesteht, und wenn ich vergleiche mit dem, was ich bisher kannte ich müßte ganze Abschnitte hierherstellen, um die Schönheiten dieser Arbeitfür deutsche Leser aufzuschließen. Es wird darüber bei Gelegenheit noch mehr zu sagen sein. Aber es scheint mir, daß der opferfreudige Verlag Lambert Schneider in Berlin einen idealen, vielleicht begreiflichen Fehrer begeht. Er wendet sich nur und allein, scheint es, an die Nächsten, an die Judenschaft. An dem oben erzählten Falle ersieht man aber, daß auch über diese hinaus sehr viel andere, insbesondere die Religionsdiener der anderen Konfessionen, für das Werk in Frage kommen. Sie werden, wie mein Pastor, begeistert sein, wenn man sie mit dem XjPerke in Verbindung bringt, das fast eine neue zeitträchtige, sinnvolle Sprach» * Schöpfung, voll mitreißender Schönheit und Klarheit ist! Um der bedrohten Fortsetzung des Werkes und um der Erhaltung der preiswürdigen Arbeit der beiden jüdischen Gelehrten willen, bringe ich mein Erlebnis zur Darstellung und lege dem Verlage nahe — die Bibel ist das Buch aller Welt ... . sich nun auch an jene Kreise zu wenden. * ■ - i — 238 —

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.