Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Nr. 12 - Dezember (12.1928)
- Date
- 1928-12-01
- Page
- Seite 228 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Großlogentagung: vom 18. jund 19. November-1928 im Logenbaus der Berliner Logen. Kurzer Vc Stärker als je zuvor war die Anzahl der - Teilnehmer '— Repräsentanten und Nicht-Repräsentanten — bei der diesjährigen Vollversammlung der Großloge, feierlicher die Einführung der erstmalig erschienenen Expräsidenten, festtäglicher das , Gewand, wenigstens am ersten Tage. Noch niemals'hatten so viele auswärtige Mitglieder der OroBloge ohne Stimmauftrag ihr Interesse an den Verhandlungen durch ihre Anwesenheit bekundet. ' Dies hat seinen Grund nicht, nur in .dem naturgegebenen Wachstum der Großloge, die jetzt ca. 750 Mitglieder umfaßt. In gleichem Maße’ ist es sicherlich begründet durch die Vertiefung eines Kampfes, bei dem es um das Ringen von Weltanschauungen geht. Dieses Ringen hat schon früh und oft — in vorangegangenen Tagungen — seinen Ausdruck gefunden. Antragstellung, Beratung, Erfassung des Gedankens der Ueberwindung derMischehe war nur Ausgangspunkt. Es hätte auch irgend ein anderer Punkt sein können. » * Im Mittelpunkt stand die groß angelegte Rede des Großpräsidenten Br. Baeck über die Zeitprobleme,' die auf alle Teilnehmer den denkbar tiefsten Eindruck machte. Wir geben sif wortgetreubereits in dieser Nummer zur Kenntnis. * ■ . * ■* Noch ein paar Worte über die Möglichkeiten der Regjegestaltung einer Großlogentagung. Die stets wachsende Ziffer der Teilnehmer, die Vielheit der zur Beratung vorliegenden Fragen machen eine eingehende Aussprache fast zur Unmöglichkeit. Bereits zur Großlogentagung des Jahres 1913*) hatte der verstorbene Br. Expräsident Story Vorschläge nach dem Vorgang der juristentage gemacht. Sie zielten darauf^ hinaus, Einzelheiten der Tagesordnung in sachverständigen Ausschüssen vorberaten und die Endabstimmung nach Anhörung eines Referenten und Korreferenten der Vollversammlung zur endgültigen Entscheidung vorlegen zu lassen. Die Vorschläge Storys *) Vergl. Verhandlungen der GroBlogentagung 1913 — Seite 92 ff. rbericht! wurden damals nicht angenommen. Es ist sehr erwägenswert zu I prüfen, ob ihre Zeit nunmehr nicht als gekommen zu erachten ist * * . Vorbericht jüber die Oesamttagung: Am Sonntag (18. XI. 28) nachmittags 4 Uhr versammelten sich die von 103 deutschen , Logen gewählten Repräsentanten (132) und die nichtstimmberechtjgten Expräsidenten (118) im Berliner Logenhause. Die bereits in früheren Tagungen eingeführten Brüder nahmen im großen Tempel ihre Plätze ein. Die neu einzuführenden Brüder — 70 Repräsentanten und JbÖ nichtstimmberechtigte Teilnehmer — trafen sich im Gartensaal und wurden von den Brüdern Ginsberg, Hirsch, Norden, Walter ' empfangen. Von dort begaben sie sich gegen 7,5 Uhr in den Logentempel. Am Eingang wurden sie von den Mentoren Br. Ehrengroß- Präsident Timendorfer und Br. Oustav Heinemann, Hannover, erwartet. — Inzwischen hatte Br. Großpräsident Baeck die Tagung eröffnet. Unter Harmonifimspiel betraten die Neueingeführten den Raum. Br. Baeck begrüßte . sie- und übermittelte in feinsinniger Erklärung Zeichen und Passierwort. Hierauf erfolgte die herzliche Begrüßung der Gäste aus den anderen Distrikten: Br. Großpräsident Edmund , Kohn- Wien, Br. Vizegroßpräsident Wiesmeyer-Prag, Br. Großpräsident Leon Ader-Krakau und Br. Expräsident Martin Bloch-Zürich. Br. Baeck gedachte dann der dahingeschiedenen Brüder, des Ordenspräsidenten Br. Kraus?Chicago, des Großpräsidenten Br. Prof. Ehrmann-Wien, der heimgegangenen deutschen Expräsidenten, unter denen er besonders die Bbr. Ludwig Cahen- Köln und Gustav Bradt-Berlin hervorhob. — 'Den erkrankten .Expräsidenten Felix Qoldmann* Leipzig, Hermann Blumenthal-Stettin (früher Halle), Engen Beer-München, sowie der Witwe des ehemaligen Ordenspräsidenten Kraus wurden Telegramme übersandt, ferner ein Danktelegramm , an den Ordenspräsidenten Br. Alfred M. Cohen- Cincinnatti in Erwiderung seiner Begrüßung der Tagung. Die als Gäste anwesenden Brüder Ader, Bloch, -Kohn, Wiesmeyer r brachten in ihren Dankesworten für die Begrüßung die treue Verbundenheit mit dem| VIII. Distrikt zum Ausdruck. x— 7i& —