Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Nr. 11 - November (11.1928)
- Date
- 1928-11-01
- Page
- Seite 216 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Vetters, des verstorbenen Rabbiners Zebi Perez Chajes, > Tagesereignisse im Jall re 1836/37« — Randnotizen eines Rabbiners zum Kalender 5597. Persönliches mischt sich dabei mit politischen Erinnerungen. — Der österreichische Distrikt 'läßt Richtlinien für das geistige Leben seiner Vereinigungen herausgehen. 1 S. Kraus behandelt.in längeren Ausführungen das Werk von Michael Giuttmann, Breslau, »Das Judentum und seihe Umwelt«. Eine 'statistische Aufstellung »Die Juden der Welt« ergibt übersichtliche Zahlen über die Verteilung der Juden der Welt. ' Es schließen sich Mitteilungen, über russische Volksstämme jüdischen Glaubens in Kaliformen "und die Negersynagoge in New York an. Heft 8 Oktober. 1928. Das Heft 8 bringt in der Hauptsache die Fortsetzungen der Aufsätze von Feuchtwang und Chajes. Im Anschluß daran Berichte über die Tätigkeit der Logen des 12. Distriktes, Buchbesprechungen und eine reichhaltige Umschau. \ •’ B’nai B’rith Monatsblätter für den Cechoslovakischen Staat — Nr. 7.— September 1928. Der 10. Distrikt hat durch das Hinscheiden sefnes_ Oroßscbatzmeisters Bruder Adolf Glaser einen schweren Verlust erlitten, Oskar Don.at h berichtet über die Brünner Ausstellung Vir zeitgenössische Kultur, die aus Anlaß des zehnjährigen Bestandes der Cechoslovakischen Republik errichtet worden ist. So viel Jüdisches in dieser Ausstellung mit Allgeaieinem sich auch vermischt, so bedauert Bruder Donath] daß nicht eine selbständige Ausstellungsgruppe in einem eigenen Pavillon eingeführt worden iist Br.iM. Feith behandelt Josef Popper Lynkeus und sein Lepenswerk. Wir erhalten einen Einblick in die geistige Werkstatt des großen jüdischen Denkers, der auch im Großlogenorgan des Deutschen Distriktes vor einiger Zeit eine persönliche Würdigung gefunden hat. Br. Ex Präsident Zieglers vierzigjähriges Amtsjubiläum wird in seinem. trefflichen Verlauf uns geschildert. 1 A. Gdt. Nummer 8 Oktober 1928. In einer Trauerfeier der w. Praga-Loge werdefl durch den Br. Gottlieb Stein den Manen jdes dahinges^hiedenen Großschatzmeisters Adolf Glaser Worte des Öedenkens gewidmet, während Br. Otto Frjeund in warmherziger Erinnerung. des früheren Präsidenten Br. Arnold Pollack’gedenkt. Dem Bericht des Generalkomitees am-28. 9. 28 entnehmen wir, daß der cechoslovakische Distrikt für die durch die Erdbebenkatastrophe auf dem Balkan betroffenen Juden eine ansehnliche Spende zur Verfügung gestellt hat Eine Hilfsaktion in Katpathorußland, wo ungefähr 80000 Juden wohnen, ist in Erwägung gezogen worden. Bei depi Umfang der -notwendigen Leistung1 soll die Aussprache über diesen Gegenstand zunächst den Logen zur näheren Aussprache und Beratung überwiesen werden. Dabei muß in Erwägung gezogen werden, ob eine Gemeinschaft mit anderen Organisationen zu tätigen ist. — Eingehend i*t über die Gründung von Schwesternvereinigungen am Sitze aller Logen gesprochen worden. Die prinzipielle Zustimmung, Frauenvereinigungen an allen geeigneten Orten zu gründen, wurde zum Ausdruck gebracht. Mit Rücksicht auf die Notwendigkeit jüdischberuflicher Tätigkeit wurde der jüdischen Gewerbe-Schule für mechanische und technische^Oewerbe in Mähr.-Ostrau eine einmalige Unterstützung bewilligt. — Ein literarischer Teil und eine reichhaltige literarische Umschau.schließen das Oktober-Heft ab. Hanienora, Organe Pärfodfque des Blnä Blrith du District d’Orient No. XI — August/September 1928. In dem Doppelheft August/September erhalten'wir die Schilderung des 2. Kongresses für jüdische Kultur in Italien von Br. Dr. Yakir Behar. Der Kongreß fand in Venedig statt In längeren Ausführungen gibt Rabbiner I. Algazi eine Widerlegung der Behauptung, daß im mosaischen Oesetz eineVermensch'ichungGottes enthalten sei. A. H. Na von, Direktor der jüdisch - orientalischen Normalschule, gibt uns einen Ueberblick über die jüdischen Orient-Gemeinden. Seine Ausführungen sind einem Vortrag entnommen^ den er im Mai 'dieses Jahres in einer Konferenzgemeinschaft in Paris gehalten hat. Die »Hamenora« übermittelt einen Aufsatz von David Shulman aus dem B’nai B’rith Magasine über »Mendelssohn als Quelle der Kultur«. Dem Journal »L’Aurore« sind literarische Notizen über die »Bibel bei den französischen Königen« entlehnt. Br. Joseph Benrubi (Philon - Loge, Athen) — unter dem Schriftstellerflamen Jose d’Orient schreibend — steuert eine kleine Erzällung jüdischen Inhalts bei A. Gdt. denkt bei der Darreichung von Spenden auch an die O r o ß 1 o g e. Es gibt wohl kaum eine Stelle, von der aus so vielfach die Möglichkeit gegeben ist, Not würdiger Menschen zu lindern. Es gibt Menschen, welche sich, wenn alle Hilfsmittel versagen, in ihrer letzten Not an die Großloge wenden, würdige Menschen, denen nur diskret geholfen werden kann. Unter ihnen sind Künstler, Angehörige der freien Berufe jjsw. Wenn auch .die Großloge keine Organisation ist, zu deren Funktionen Einzelunterstützung ßrüder gehört, so kai nL sie sie doch im Einzelfall Hungernde nicht ohne Brot, und Menschen in höchster Not nicht oine unabweisliche Stütze lassen. Vielfach hört;man bei Besuchen kleinerer oder mittlerer Logen, daß die materielle Lage am Orte so günstig ist, daß die einzelne Loge nur wenig für soziale Not des einzelnen lwangezogen wird! — Brüder, denkt bei sorcher Lage, wennllhr Spenden für irgendeinen Zweck zur Verfügung stellen könnt, auch an die Groilloge. — 216 — I