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Der Orden Bne Briss · 1928-11-01 · Nr. 11 - November (11.1928) · p. Seite 202

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1928
Issue
Nr. 11 - November (11.1928)
Date
1928-11-01
Page
Seite 202 (sequence 6)
Language
German
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fung einer isjlännerh eil stätte in Deutschland ist eine Lotterie veranstaltet worden. Die Logen iind aufgerufen worden, eine Anzahl von Losen zu übemehrien. Für def * A b s ch I u ß des Studiums ostjüdi sclfer Studierender an deutschen Hochschalen sind Stipendienbeträge gezahltworden, ferner an den üilfsverein für jüdische Studierende. I Ganz besonderes Augenmerk wurde der Heranbildung des Rabbilner- und Lehrernachwuchses! geschenkt. Hier sind jährlich für Stipendienzwecke 2400,—|RM. bewilligt wdrden. Die Verteilung erfolgte an Höret) der Bildungsanstalteh aller religiösen Richtungen. An den Bemühungen,.die auf die Erhaltung der Samsonschule gerichtet sind, hat die Großlcge regen Anteil genommen. Leider erscheint es fraglich, obein Erfolg erzielt werden kann.' * ■ Für die| Kulturarbeit im Interesse der Juden in kleinen Ortkn, die ohne Zusammenhang mit der Gesamtheit si«d, haben der Hessische Logenverband, die Esra-Loge wie unsere ostpreußischen Logen Vorbildliches geleistet. Die Grolßloge hat Zuschüsse zu der ^rbeit zur Verfügung gestellt. , " I Eine Teilung dtrZu Wendungen an die einzelnen Institutionen in solche der Logeii für örtliche, der Logenverbände für Bezirksunc der Großloge für Reichs-Anstalten hat die Zustimmung der Brüder des Generaikomitees nicht gefunden. Dagegen ist beschlossen worden, eine Auskunftsstelle für die R e i c h s a n s t a 11 e n einzurirhten. Die Stelle ist inzwischen ^geschaffen. Die in Frage kommenden Anstalten sind bekanntgegeben worden. (O. B. Bl 1928 Mai Nr. 5).|Eine Ergänzung kann evtl, noch vorgeriommeti werden. Die' an^estrebte völlige Abtrennung der K. S. (Ö. von der G(oßl«u>e ist inzwischen erfolgt. Die K. S. O führt jetzt den T Namen : Kranken sc hwesternorganisationj, begründet von derGroßlctgefür Deutschiland V1U, U. O. B. B., K. S. O. innerjüdische hat namentlich dei i | Die Frage der Pensionierung der Beamten des J a f f a h e i m s hat die Brüder des Oeneralkomitees beschäftigt. Sie' wird einer Lösung erst dann zugeführt werden können, wenp Klarheit darüber besteht, ob dais Heim von der jüdischen Oemeinde übernommen wird, bzw. inwieweit diese sich an den Kosten der Anstaft beteiligt, J, Das Generalko nitee ist für eine M i 1 d e r u n g im n Parteikampf eingetreten und Präsidenten der Logen die Pflicht auferiegt, während ihrer Amtszeit Zurückhaltung zu üben und versöhnend zu wirken. j* Der immer stärker werdenden wirtschaftlichen Ver-r drängung. von' Juden in Handel undlndjis t r i e gilt die Arbeit, die in Gemeinschaft mit dem Vorstand der jüdisch« n Gemeinde und dem Centralverejin aufgenommen worc en ist» In die Kommission sind seitens der Großloge die Br. Br. Ostberg und Schoyer abgeordnet worden. Wegen der Ei irichtung gemeinnütziger Ehpberatungsste len (Anregung Hanauer - Frankfurt) ist mit dem Verbam der Frauenvereinigungen der U.O.B.B.- Logen Fühlung gefrömmen worden. V; Lieber die Arbeiten der einzelnen Kommissionen, des Sonderausschusses für die geistigen I In - teressen, des Sonderausschusses türKunktfragen, der Jugendschriftenkommission werden besondere Berichte erstattet j An den Ausstellungen der O e s o 1 e i umi der 1 s b p (Jüdische Abteilung der Pressa) war die Großloge beteiligt. ( Die nächste Oroßlogentagung wird in dem Jajhre stattfinden, in dem der deutsche Distrikt auf sein 50jähriges Bestehen zurückblicken kann. Es ist beabsichtigt, eine Oeschichte des Distriktes herauszugeben; mit jder Bearbeitung sind betraut: Br. Großpräsident, Br. Oroßsekretär, die BBr. Elbogen, Goldstein und Kahn.! Der jüdische Dichter Efraim Frisch.! ‘" Von Dr. Luc wig D Die seit Jahrhunderten in Deutschlar d ansässigen Juden, unter denen es ebenso altberiihmte Patrizierfjamilien wie beim adligen Großg rundbesitz gibt, pflegen oft ein wenig spöttisci den Kulturunterschied zwischen sich und den Ostjuden zul betonen. Sie vergessen mitunter, daß sich bei allen Fehlem und Mängeln gerade unter diesen noch unverbrauchte Energien und Intelligenzen befinden, deren Leistungen zu weil m die aller anderen .überragen. Was, um nur Beispiele anzuführen, die Ostjuden Nathan mann (unter dem Namen Max Reinhardt einige Ooldweltbejüljmt) als Theaterleiter und Bühnenrefof mator, oder''Samuel Fischer als Verleger, für jnsere deutsche Kultur leisteten, werden erst kommende Geschlechter-nach Gebühr würdigen. avidsohn, Berlin.! Einer der feinsten Köpfe unter den b>ei Uns schaffenden Oeistern ist der 1873 in dem galizischen Städtchen Stryj geborene Efraim Frisch. Der großen Menge wird er.währicheinlich erst mit seinem jüngst erschienenen, außerordentlichen Roman >Zenobi< bekannt werden, sonst hat er nicht viel veröffentlicht. Dafür aber vriegt das äußerlich nicht umfangreiche Lebenswerk dieses »Langsamen« um so schwerer! — Er kann es sich schon erlauben, den Schopenhauer’schen Ehrentitel eines »Wenigschreibers« für sich in Anspruch zu nehmen und etwa alle 15 Jahre einmal mit einer größeren Arbeit hervorzutreten. Frisch hat von Anfang an das Glück gehabt, keine »Umwege« gehen zu müssen, bevor et ia — 202 — i

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