Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1928)
- Date
- 1928-10-01
- Page
- Seite 172 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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kennein zu verbreiten,- es .gilt heute das Judentum durch Erkenntnis seiner Inha'te, durch Darstellung seines Wesens, vor sich selbst und gegenüber anderen zu begründen, und das um so mehr, als ja der Weg zu den ursprünglichen Quellen den meisten durch mangelnde Kenntnis von deren Sprache verschlossen ist. Hieraus ergibt sich der Inhalt und Umfang der Buchbestände unseret* modernen Gemeindfebibliotheken. Sie '«ollen dem Juden von heute, der mit sich selbst und einer dem Judentum feindlichen Umwelt um sein Recht auf das Judesein ringr, in wissenschaftlichen, literarischen und künstlerischen Darstellungen den Gesamtkomplex des Materials, in denen dieses Judesein dargestellt wird, zur Verfügung stellen. Daneben sollen sie aber selbstverständlich auch denjenigen, die in« alter'Zeit Judentum wie aus den Quellen immer neu »lernen«, und denjenigen, die es als Erscheinung des Geisteslebens einer Menschheitsgruppe ganz oder in leiten wissenschaftlich erforschen und bearbeiten, das Quellenmaterial hierfür liefern. Diesen beiden. Aufgaben, der populärisie.rendapologetischen und der wissenschaftlich-aufbauenden. dienen die Bibliotheken, die heute in vielen großen Gemeinden West- und' Osteuropas und :n Amerika von den Gemeindeverwaltungen geschaffen worden sind, und die Gemeinden erfüllen auch mit ■ ihnen die alte Aufgabe der jüdischen miw/A. UVIMb jährigen Vorbereitungen, zum gleichen Ziele zu kommen. Von Anfang des 20. Jahrhut derts an hat sich die Entwicklung .dann freilich schneller vollzogen, und heute weisen fast alle größeren Gemeinden, so außer den bereits genannt;:n Nürnberg, Hannover, Dresden, Köln, Körtigsbet g, Frankfurt, Warschau, Wilna u. a. nach tausenden von Bänden zählende Bibliotheken auf. I Es würde 'ermüden, diese Büchersanmlungen irn einzelnen zu beschreiben. Denn abgesehen von den äußeren Umständen der Unterbringung und Verwaltung der Buchbestände und der für die Benutzung geltenden Bestimmungen sowie endlich der Zahl der vorhandenen Büdier, die naturgemäß von den zur Verfügung steheijqen Mit- Beispiel (Berlin) Umfang Und Benutzungsfrequenz mag zu beeinem Die Buchaufzuzeigen, bestände einer solhen Bibliothek umfassen zunächst das Schrifttum der Juden Altertum und Mitteltm •» mxmm ••«#/ f«#.» m *»-i*rr« «Wr <nHn , fiffM, m ft I7J7 fort. CrMw Mil« frrf ■«, tt IHto t» Cmmmt timt m+xuttn<; m» ffe«* temmtwurna iXr N< 9tUXu £i!m» s. «.«. alter, allen also ihren die Eiibel mit Uebertetz ungen! die re- Literatur KeftiUa, die Aufgabe der Erhaltung der jüdischen Gemeinschaft. Die erste jüdische Gemeindebibliothek im modernen Sinne, die sich so zur Aufgabe setzte, nicht nur die Gesamtheit der äus dem literarischen Schaffen der Juden auf jüdischem Gebiete hervorgegangenen Literatur, sondern darüber hinaus die gesamte Literatur über Juden und Judentum in sich zu vereinigen, wurde im Jahre 1850 in Wien begründet. Die anderen großen' Gemeinden folgten diesem Beispiel sehr langsam. 1861 eröffnete die Gemeinde Breslau ihre Gemeindebibliothek, 1873 folgte Prag, aber erst 1902 gelang es in Berlin nach fast vier- und Kommentaren, ligionsgesetzliche des Judentums, also Mischna und Gemara, Midrasch werke und religions-gesetzliche Kodizes, gottesaienstlicftliturgische Werke und Gebetsammlungei), Werke der Religionsphilosophie, der Mystik, der Sprachwissenschaft, der Geschichte und wie auch mögen, in Lebens- Hinzu mehr als immer dfe Wissenschaften heißen denen Juden von jüdischer ansdiauung aus gearbeitet haben, kommen alle di^ Werke, die heute nicht jüdische Literatuierzeugnisse angesehen werden, die aber doch in ihrem Ursprung jüdisch oc er jüdisch beeinflußt sind, >o die gesamte Quellenliteratur zur Entstehung des Christentums und Islams schon diese Werke nach Tausenden, sc Zählen wird die 1 I teln abhängr, sjel: rBibliotheken der! i Gemeinden ihretn nach einander iu|r wechseln ähnlich, daher genügen, den Inhalt einer solchen Bibliofthek mit einigen Worten schreiben und an ten cjie einzelnen Inhalte m Ver- Es einer jüdischen Gemeinde iibliothek : -i \ -i