Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Nr. 8 - August (8.1928)
- Date
- 1928-08-01
- Page
- Seite 112 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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aus dem Deutschen Distrikt hervorgegangen und kann in gewissem Sinne als eine Tochterloge bezeichnet werden. Nachdem nämlich Br. Expräs. Siegmund Simmel von der w Monfefiore-Loge die Maimonides-Loge in Kairo begründet hatte, ging er im April 1883 nach Jerusalem, um auch dorthin -den Orden Bne Briss zu verpflanzen. Die geistig interessierten Kreise in der Heiligen Stadt begrüßten die Anregung zur Begründung von Bne Briss-Logen in Palästina mit großer Freude, denn sie 'waren sich darüber einig, d^ß der Orden Bne Briss für Palästina und den Orient Jvon großer Bedeutung sein würde. Sie hofften durch den Orden die Edelgesinnten aus den verschiedenen zerklüfteten Gemeinden zur gemeinsamen Arbeit zusammenzuführen, den schlummernden Orient aus seiner Letharg:e aufzurütteln, das Selbstbewußtsein der dort lebenden Glaubensgenossen zu wecken und sie zur Selbsthilfe heranzuziehen. . Ende Juli 1SSS wurde die Jeruschalayim- Loge begründet, die bald mit regem Eifer im Sinne des Ordens zu wirken begann. Einige Jahre später konnte sie uns von der Errichtung einer Abendschule für junge Leute, die in der,Jugend keine Schulbildung genossen hatten, berichten, von der Begründung der Bibliothek »Midrasch Abärbanell«, die den Grund? stock der gegenwärtigen Universitätsbibliothek bildet, me'den, von dtr Unterstützung ausgewogener russischer Ackerbauern durch Zuweisung von Ackerland, von Pflege der Kranken' durch Darbietung von A r-z n e i m it t e 1 n , von Förderung junger Leute, die sich dem Handwerk oder dc,m Studiupi widmet:n. Ferner . / hat diese Loge viele Glaubensgenossen aus Iden Häusern der Mission befreit^ die sich in jhre Schlingen verstrickt hatten. Durch Bemühungen ' der Loge wurde das Exekutivkomitee in Amerika sowie dig Logen auf dem Kontinent auf t die verschiedenen notleidenden i Wohlfahrtseinrjichtungen jm Heiligen Lande aufmerksam gemacht und zuh wirksamen Hilfe aufgerufen. In neulerer Zeit beteiligte sich die Jeruschalayim-Loge rege i an dem großzügigen Erziehungslind Schulwerk, an dem Aufbau Palästinas ufid ist nun bemüht, eine Bne Briss-Garlenstadt zu errichjten. Der Jeruschalayim Loge, die eine Anzahl Bj B.- Logen im Orient ins Leben gerufen hat, Verdanken wir auch die Uebersetzung unseres Rituals und der Konstitutionsgeselze ins He-, bräische. Das klassische Hebräisch stammt aus der Feder des gegenwärtigen Großpräsidenten Br. David Yeliin.*) ’ j Von symbolischer Bedeutung und zugleich pfadweisend für die Arbeiten der Jeruschalayim- Loge ist die Ordenszahl, die sie trägt, nämlich Nr 376, die dem Zahlenwerte des |he-, bräischen Wortes Schalom »frieden« entspricht Möge dieser Loge ein weiteres segensreiches Schaifen besch^den sein. Vor allem möge es ihrem wohltuenden Einfluß gelingen, ein Band der Bruderliebe um alle Schichten und Parteien im Heiligen Lande zu schlingen und sie dprch beglückenden Frieden zu einen.' F. < ’) Die Distrikts-Großloge XIV Palästina wurde; im Jahre 1024 begründet: sie umfißt folgende Logen: .1. Jeruschalayim-Loge, Jerusalem, \ 2 Schaar Zion-L^ge, Tel-Av?v, 3 Karmel-Loge, Haifa, |4. Üolii-Loge, Soifed, 5. Rjt-bi Akiva-Loge, Tiberios, GL' Adolph Kraus-Loge, Fichro-:-Jacob, 7. Scharon-Loge, Hedera. •I I Ausstellung Der Orden Bne Briss auf der Pressa (Isop). Zu nebenstehenden Bildern:! j 1. Das oberste Bild bringt zwei Titelbl.i4ter.der Fest-Nunjmern zum Ordenstage 102ö, 19^7 (oberer Teil) und 1924, 1925 unterer Teil).. " < | j 2. u. 3. Jüdische Dramatiker (Fest-Nummer 1927). I '4. a> In der Mitte oben: Kopf der Grolilogen-Zeitschrift, daiunter: Das Memorbuch für hHmgegangene Brüder, b) Tafel links: Die Entwicklungjd'er Logengrür.durigen in den einzelnen Jahren. fl I ci Tafel rechts: Geographische Lage der Logen im VIII. üistiikt. j' " -j 5. Bildnisse von Lcgenpalronen und Künstlern aus den Fest-Nummern. Von links nich rechts: Monteure, Berthold Auerbach, Heinrich Graetz, Camille Pissaro, Lesser Üry. ' Zum Artikel-.Pressa und jüdische Sonderschau; in Köln 192$« von Br. Expräs. Dr. Kobex in der vorigen Nummer dieses Blattes tragen wir gern nach, daß Br. Architekt Robert Stern, Köln a. Rh.,(der Erbauer des Gebäudes der Isop« ist. . . t