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Der Orden Bne Briss · 1928-06-01 · Nr. 6/7 - Juni/Juli (6.1928) · p. Seite 84

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1928
Issue
Nr. 6/7 - Juni/Juli (6.1928)
Date
1928-06-01
Page
Seite 84 (sequence 8)
Language
German
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Das Ringen um Menschheitsfragen, Ewigkeitsprobleme, findet z. B. in der katholischen und evangelischen Sonderschau ergreifende Gestaltung. Aber erst die umfassende Intemationalität der Ausstellung — Ab Länder der.Erde mit dem Völkerbund haben sich hier friedlich zusammengefunden — gibt ihr den Hintergrund, auf der die vielfachen, über die politischen Grenzen hinausgehenden Bindungen des Pressewesens an Weltwirtschaft und Weltverkehr sichtbar werden. -—-——>---:- Stellung im Kleinen sein. Wenn man zuerst den in roter Farbe gehaltenen Mittelraum des Pavillons betritt — es ist die Ehrenhallfe, die nicht zu einem sakralen Raum gestaltet Worden ist — so findet sich in ihrem Mittelpunkt in einer großen Vitrine eine alte Wormser Thorarolle; diese wie das äuf der gegenüber liegenden Wand befindliche Bild Lesser Urys »Moses sieht das gelobte Land vor seinem Tode« ist charakteristisch und symbolisch für die ganze jüdische Isop. Gebäude der Jüdischen Sonderschau auf der Pressa|in Köln. Daß in dieser- Kulturschau das Judentum nicht fehlen darf, ist selbstverständlich. In verschiedenen Abteilungen der Pressa, wie in der deutschen Zeitschriftenabteilung-und »Frau und Presse« finden sich von Seiten des Centralvereins, des Hamburger Fanulienblattes und des jüdischen Frauenbundes kleinere Ausstellungen. Zur vollen Geltung aber kommt das Judentum erst in dem geschmackvollen Pavillon der Jüdischen Sonderschau, der auf der Ostseite des Auenweges neben dem Kirchenbau der evangelischen Abteilung seinen Platz gefunden hat. Die Jüdische Sonderschau soll die große Ausjf Schau, die Thora als der Ausgangspunkt des jüdischen Schrifttums, das Bild Lesser LJrys als Symbol für das Reich der Zukunft, das Ziel jüdischer Sehnsucht. Erlesene Proben des weitverzweigten jüdischen Schrifttums, Bibelübersetzungen, Talmud, Codices, Midrasch, Gebetbücher, Religionsphilosophie usw. schmücken in besonders wertvollen Wiegen- oder Erstdrucken die Vitrinen des Mittelraumes und des Lesesaals. Kostbate Wandteppiche unid Thoravorhänge und Bilder berühmter jüdischer Persönlichkeiten geben' diesem Raum das künstlerische Oepräg^. Dank- 84

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