Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Nr. 5 - Mai (5.1928)
- Date
- 1928-05-01
- Page
- Seite 75 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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I weitere religiös - ethische Mission Israels festhalten dürfen. Alles in allem dürfen wir shgen, daß der Verfasser eine tüchtige und verdienstliche Arbeit g leistet hat, und daß der ernste Leser seines Buches sich für seine Mühe reichlich belohnt fühlen wird. ' Rabbiner Max |oseph, Sto!^> i. P Religion oder Illusion? eine Auseinandersetzung mit dem jüngsten Buche von Professor S. Freud: »Die» Zukunft einer Illusion« von Medeinalrat Dr. H. Haa se. Verlag von Moritz Perles, Wien jund Lei >ziz. i Auguste Comte, der Begründer des I'ositivisrhus, hat die geschichtlichen Religionen als die De ikform der noch nicht voll entwickelten, jugendlichen Mensc tiheit bezeichnet. Die reifgewordenen Völker befreien sich von den Träumen der kindlichen Phantasie und iuch voi den pegriffsdichtungen der Metaphysiker, siet folgen der sicheren Erkenntnis der positiven Wissenschaft. 11 seinem Buch: »Die Zukunft einer Illusionvertritt Fri ud von seinem psycho-analytischen Standpunkt pus die: elbe Auffassung der Religion. Ihre Orundlage ijilden n ich der Ansicht Freuds »die religiösen Oefühle der Ohnmacht und Schwäche der menschlichen Natur«. Sie treiben an$ dazu,: in der sichtbaren oder unsichtbaren Welt nach einem Wesen zu suchen, »das geeignet ist, unsere Mangelhaftigkeit zu ergänzen und die Beschränktheit unserer Natur durch die Fülle seiner Macht zu ersetzen!. .Unser Bedürfnis, ist aber erst dann befriedigt, wenn junserer Vorstellung eines solchen allgewaltigen Wesens die Wirkl chkeit entspricht. So entsteht aus menschlicher Sehnsuch1 der Glaube an das Dasein Gottes. An die Stelle dieser infantilen Anschauung soll nach der Meinung Frei ds wissenschaftliche Erkenntnis treten, die Menschen m issen zur Realität . erzogen werden. Mit dieser Auffassung und Beurteilung der Religion setzt sich Haase in leichtverständlicher und eindrucksvoller Form auseinander. U> ter Berufung auf Spengler weist er darauf hin, paß die exakten Naturwissenschaften sich einer Illusipn hingeben, »wenn sie darauf ausgehen, mit den Worten »Kraft«, »Raum« u. a. objektive Fakta, an sich seiende konkrete Einheiten festzustellen, die irgendwann auf dem Wage analysierender Forschung einmal völlig isoliert »erkannt«[werden könnten -. Auch die Wissenschaft ist dejmnach (subjektiv,.! Dentr gegenüber enthält auch dip Religion einjObjektivesj Nicht nur das religiöse Gefühl ist eine Real tat, Sondern Gott wird in unserem Gewissen und in der Natur als wirkende Kraft von uns erlebt. »Unser Gewissei, unser gesunder Menschenverstand, unser inneilichstes Eigenbewüßtsein, sowie die Moralwissenschaft und die große Mehrheit der führenden Denker stimmen mit derh biblischen Axiom er Existenz Oottes öherein.« Die vernunftgemäße rdnung der Natur kann nicht das Werk des Zufalls seit. Intschieden betont Haapeden praktischem Charakter des udentums Nicht auf die uns Manschen unerreichbare ibsolüte Erkenntnis deB göttlichen Wesens! kommt e$ iier an, sondern auf die sittliche Erzieh mg der Mensel - heit. Der undogmatische [jüdische Mot» >thei*mtis ist die Grundlage der menschlichen Kultur. Eine .Tülle vqi Zitaten aüs der philosophischer) 'tätetatur tbelebt und stützt die Ausführungen 1 Hasses, die veitglehertde B< » achtung verdienen, I Leiwkb.w ilz, Berlin. , : 7! Der Schild, Zeitschrift de? Reichs Bundes' jüdischer Frontsoldaten.!■ | In der April-Nummer!(1S• beginnt die Zeitschrift in pietätvoller Ehrung der T° 000 gefallen;n jüdischen K imeraden fortlaufend Namenlistenlunse er Toten zu veröffentlichen. Die erste Liste umfaßt 179 Namen. B:i dpm Anteil der Opfer im Bruderkieise darf das Interesie der Lbgenkreise vorausgesetzt werden. ' Der Morgen. Herausgegebei voi Pr]»f; J. GÖlil-, stein, Darmstadt. Philoverlag Berlin.! Jährlich 6 Hefe 12 Mark. , Im neuen Heft, dem ersten'des zierten Jahrgangs, schreibt Dr. Rudolf Hallo über jüdische Kult* und Kun: tdenkmäler im hessischen Landesniuseur i in Kassel» wor n sich die ganze Geschichte der Juden in Hessen abspfege t. Sieben Bildertafeln mit Erläuterungen und einem Antiar g sind dem Artikel beigegebin. Uebjer Ifarl Marx’ inneres Gesicht und die Triebkräfte seiner Hindlurgen schreibt Dr. Theodor Steinbüchel. Ein Aufsatz R Travers, Herforl: Die religiösen Grundlagen im,Lichte de: Christentums und des rabbinischen Judentums« stellt die- / uffasdung des Verfassers über das Problem des Verhältnisses van christlich:r und pharisäisch-rabbinischjer Theologie dar. Dr. Regina Barkan führt in ihrem Aufsatz: Neues und Altekzur Ideed >s Führertums. ihre Betrachtungen übet NjitzschesAuffassuiigj des Führertums und über jüdisches Fihrertiijm aus. Kt rtj Zielenzieger schreibt über die Aufga >en djer Encjuet;-j Kommission, Arturo Bab [über diel berufliche und söziale Schiciitung der Juden irr Argentinien Und Julius Goldste nj weist in seinem Artikel: j»Schrifti,n zur religiösen Lage der Zeifauf eine Reihe I von $<:firif en hip,- die übpit Fragen des sittlichen und religiösen Bad Naulieinj" während der Kürzeit dberg-Bad Nauheim des U.O.B.B. veranstaltet en Räumenj des Caf4 König, Bad Nauheim, n Schwesterp_und Brüder recht herzlich einlädt gefördert geben. Else Schu.bert-Chr staller s Legende: -Das Testament ..bei. Eingegangen: He n r i p h K Juden, ernstes und h üferes .jjn IPoppelauer Verlag Berlin J92S. feuert, eine sehr scfiüti^ Lebens Aufschti u r t z i g. D o rostischen Leute nj. Logenabende in Die Bruderverefniguh» FrieL Montag abend um 8 Uhr in r en ober die in Bad Nauheim zur Kur 1 veilende den drei Frankfurter Logen .du ch Ent: Wpnsche und Anfragerj betr. ■ Manauerstraüe 7. endung von! Rednern der Logenabende si ld zu richten an Brude'i Mitjteiluiligen det Loge „Karlsbad“ 1.0 (Die Loge Karlsbad-] IO.B.E. Karlsbad, ^eranstaltet in der heurigen Sommei Kur weilenden Brüder und Schwestern regelmäßige Zusammenkünfte jeden Mitt Glattauer, Parkstraße, beginnend sb 9. Mai d. 1: Bei diesen Zusammenkünften we vorträge abgehalten werden. )- In fylarienbad finden di{ regelmäßigen Zusammen unbedingt Erfahrung zuverfässig, 48 J ihre al:, in der Manufaktprwaren. branche, unverschuldet in Not «ge ger iten, sucht ge« ignete Position. Angebote an das E üro der m statt. — Außerdem hält die Loge 19-Mai LJ. 1 .8 Uhr abends, i Abend ein Vortrag des Br. Universifi Ischen Uriversität, Prag, statt. Mittwoch 8 Uhr abends i&i Hotel Walhalla Sitzung vor den Sommerferien am Sa nstag, den Haeffners Haus, I. Stock, ab ind find« t an diesem der w. . Praga«, Prag, ehemal gen Rel tors der deu Auskünfte in Kuranj eiegChh üten erteilen in Karlsbad: Br. Robert Sehe lk, Prokurist der Böhmischen Ur ionbank, Filiale Karlsbad, in Marienbad: Br. Ludwig Lederer, Dir. der Böhlnischen L nionbank, Filiale Mariep. in Franzensbad: Br. M. U. p . Jose Zcitner, »Berliner Ho|f | Der pnot. Sekretär: Robert J «henk. Brut er, mit und Großloge. I langji hrjger Konfe ctionsau:h Zusamn Die L. O «■ 1928. in dieser Saison jeden enlünfte, zui denen, sie enibehde Werden von .Dr. 'Opp<qheim,eit,'Friedberg, ti.B. für isaison voch a fden Ri nkiinfte Karlslj); Logei äts sprof« p alle in Karlsbad.ztor - 8 Uhr im Hotel e(ernte und Diskussiors ab 16. Mai:.d, J. jedrin adl« ihre letzte Plen frheime KajntstraBe 7, sor Dr- S.j Steinherz üauptst 4d, Hau I Kirchenstraße. Der Präsident: Fii . Buchbinder u Gesellenprüfung mit »gut'1 Ungekündigter Stellung, si ’ fien gegeben ist, sich a Angebote an da: I Po nd bestall Stel ifch kau^nüi Büro licht affe, »Hauä'Edelweif ^Hamburg«, , tzüRosneir. ritefeuilter, dein, 25 jjüue alt, lg, wo ihm Gelegi :nlinnisch zii betätig :n. i ler. Oroßloge. ■ . — 75 I—