Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Nr. 4 - April (4.1928)
- Date
- 1928-04-01
- Page
- Seite 63 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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1 des mosaischen Staates, der Theokratie (Staatsgewalt', dem Kult des einen Gottes, dem Rechtswc sen urid den volkswirtschaftlichen Grundgesetzen hand ln. — In der Einführung zu dem Buche wendet sich der Verfasser gegen den Rationalismus und die durch eie Reform 1 herbeigeführte Entwertung der Halacha uac Tradition. Erfolgt hier Oedankengängen, die in dem);>edeutsameis Buchet des christlichen Geistlichen R. Trtvsrs Herford, »Das' pharisäische Judentum», zur Verteidi) ung der Ha'bbinen und der jüdischen Tradition gegen aas Christentum klargelegt sind. > T In der SchluBbetrachtung sucht d :r Verfasser zu beweisen, daß nicht die Bibelkritik,; sondern al|ein die Rabbinen dem mosaischen Gesetz* gerecht geworden sind, für das sie den Begriff der H ifacha, d. b Weg, ‘ Methode prägten. Er i» der Meinuni>„ daß die pialacha sich wohl einordnen lasse in das 0« lüge des modernen Lebens und daß sie zur Lehrmeistc rin der Menschheit werden könne, sobald die Völker i w illens sein werden, ihren Worten zu lauschen. Auf Einzelheiten soll hier nicht jei »gegangen werden. Das Buch wird auch dem Leser vifcli Anregung bieten, der eine andere Auffassung vom hicentum hat j als die traditionelle. Auch in Kreisen der Jfld sch-liberalen Theologie sind Anzeichen einer Abkehr om Rationalismus und einer Rückkehr zum Dogma des s ipranaturalbtischen Offenbarungsbegriffs zu verspüren j (s Felix Oöldmantf »Die dogmatischen Grundlagen der, j dischen Religion«, Monatsschrift für Gesch. u.Wiss. des Juc. LXX S. 440 - 457, und dazu ). Scheftelowitz »Ist das tib rlieferte Judentum eine Religion ohne Dogma?», ebenda S. 65-75,1 und L. Bäck »Besitzt das überlieferte Judentum I )ogmen?«J ebenda S. 225-236). ( So mag allen Brüdern ohne Unters« hied der religiösen und politischen Richtung auch das {vor iegende Buch des Theologen Jacobus empfohlen sein,) de’ uns durch seine moderne Dirstellung der Grundlagen d :s alten jüdischen Staates und der jüdischen Gesetze zziru en will, daß nicht der Rationalismus, sondern-nur ein Zur ickgreifen auf die Fundamente der Tradition den aus Ider allgemeinen Auflösung geretteten Besitzstand an jijdisc len Kulttrrwerten vpr dem Untergange zu bewahren verm ig.! DrJ Abraham Löb. *!. Jesus, der Rationalist von [Riqhard Manno. Diskus-Verlag. 118 S. Leipzig 1927.; Der Verf. gibt dem Begriff (»Rat onalismuS« eine andere Färbung, als die ist, die per £ egrfff sonst hat Er versteht darunter »das Bekenntnis mm Oejst, den Entschluß des Geistes bei sich zu bleibe i, sich ü lein zu suchen in den Erscheinungen«. Aus d en gewundenen, oft geschraubten und nicht immer Ida' Verständlichen Ausführungen läßt sich als Sinn! des Qanzen lerausschälen der Wille, unter den Konstrukt« n »begriffen der Kantischen Philosophie Jesus zu zepchner als den Mann, der in,den Gegebenheiten des Tages cm Oeist gegen den Ungeist zur Herrschaft zu bringen ti achtet, ,iind die Jesusreligion als die zu erfassen, die dieser i Ziel em gegenstrebt Damit ist, ohne Willen des Verf., ein i Rechtfertigung des Judentums gegeben. Denn auf Ojitnd d eser The te wird die paulinische Konstruktion und difc Dogiiatik ab* dehnt, wird der Bergpredigt der Charakter des Pr grammatischen abgesprochen, werden Worte wie die ron denk Hinhalten der anderen Backe zum Schlage als unmöglich gekennzeichnet, wird das HaßgefühL wem es sich gegen aas Unrecht und die Gewalttat richtet, als berechtigt bezeichnet Ja es wird sogar als Meinung; Jesu geprägt, daß der W eg zum Heil gegangen yzi ohne ihn. Aber von überlieferten ist der Ve rf. trotzdem nicht frei. I der Ungei it schlechthin, der Vertrei vom Hane eissinn des jüdischen Sjta antisemitische These ein Dogma, der Behauptung, daß in der Bibel länglich verboten sei, daß »Mosk Trug einem Volke verbieten konnte, seines Erz /aters ergötzte, das . mußte, urr zu bestehen«. So ka nn man zusammenfaste i reicherung der Erkenntnis vom Wtjl bringt das Buch nicht, eine besond nicht zu. Schön und der A i irden könne. — ä u c t icbiefen Vorstellungen Ipm ist der*Pharisäer der Lüge, er red^t nme's; als wäre diese Er versteigt sich zu die Lüge nicht hinlicht Täuschung und das sich an der Litt jnit List sich rüste ihm Satz: »Diel Forderung des heutigen für den Oeist und seine Freiheit, c terialismus Mechanismus, Determinjsi Dienemain und zur Hermann en d sagen: eine Bullen und Leben Jesi» e Wichtigkeit komn t Ünahme wert Ist ei* Tages ist der Kampf " Kampf gegen M^- mus«. ,r Offenbach a. M. Cer Hermann Cohens Schriften Zeitgeschichte, -heraas gegeben von Albet t Oörland und Emst Cassirer. Veröffentlichungen der Cohen-Stiftung bei der Wissenschaft des Judentums. Bd Bd. II 503 . Prinzip der zur Philosoph! Akademie für di: I XVIII u. 570 S. S. Akademie-Verlag,|Berlin 1928. Die Akademie für die Wisset!s< laft des Judentums, die uns v ir wenigen lahren (19Ö4 i Hermann Cohen i jüdische S ihriften in einer mustere iltigen Edition (voi i Bruno Striüß) schenkte, läßt ihnei nun Cohens Abhandlungen nichtjüdischen Inhalts il sachgemäßer Auswahl und Anordnung folgen. Es ka in selbstverständlich nicht meit}< Absicht sein, diese Alibi ndlungen als solche anläßlich itrer Wiedervetöffenllichitn; an dieser Stelle zii würdigen. 'Ich möchte nur diese |Ai sgabe anzeigen um insbesondere die Aufmerksamkeit idi r Logenbrüder au die neue O ibe, der Akademie jenkdn. Diese Schriften enthalten neben und umfangreichen Abhandlungen »E Langes Oeschichte des Materialism|n< lnfinitesimalmeihode» (16* S.J, vierunddreißig den grundlegender nleitung zu Fr. Alb (130 S.) und »Dar 1. Systematischer Platonische Ideen Aufsätze infolgender Anordnung: (darunter Cohens Dissertation;, de lehre; Mozarts Operatexte); 2. Poetisches und Zeitteschichtlicl.es; 3. Persönliches; I. Rezensionen. Dei ammlung geht eine aufschlußreiche Oedenkrede vor Emst Cassirer über Hermann Cohen toran. Die Herausgeber sagen in ihrer Vorreden »Eint Sammlung von Hermann Cohens pt ilosophischen Abhandlungen und von den Schrift« in ur Zeitgeschichte die bisher an verschiedenen, oft weit entlegenen Orter verstreut wr ren, bedarf keiner sach ichc n Rechtfertigung.« Freilich, ab|er man könnte vielleich; di« Frage aufwerfen ob eine solche Sammlung von Ab tandlungen nichtjüdischen Inhalts zum Aufgabi Akademie (ehört. Diese Frage tigung nur m Sinne eines Vorwui sophischen Gesellschaften, die si bewpßt wiren oder sich ihr ei somehr ist das Verdienst der Ai daß sie sich entschlossen hat, di lassene Pub ikation auf sich zu nehmen, um einem längst empfundenen Bedürfnis Genüge zu! tun. Die Al ademie hat übrigens j mit dieser Ausgab« keineswegs den Rahmen ihrer Publikatioi en durchbrochen. Besteht doc h ein innerer im System begründeter Zu reid einer jüdischer itt: jedoch B^rech i ge (en manche philo die ter Aufgabe« nicht Itzqg :n haben. ff Um sdec tie anzuerkehnen, v< n anderen unter- Brüder denket bei der Darreichung'von Spenden auch an d(e Cjroßloge u - 63 -