Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Nr. 3 - März (3.1928)
- Date
- 1928-03-01
- Page
- Seite 40 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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eine ausgezeichnete humanitäre Wirksamkeit entfaltet wird. Durchdiesen umfassenden Fonds werden zahlreiche Schulkinder in der verschiedensten Weise gefördert, werden Bedürftige bekleidet, Kranke-unterstützt, Darlehen entliehen, Studenten Stipendien gegeben (und dgl. Wir dürfen es mit Genugtuung verzeichnen, daß in Erinnerung der Persönlichkeit eines Bruders des deutschen Distrikts, des Gründers der Orient-Logen,] so segensreiche Hilfsarbeit geleistet wird. Ausführlich Wird die Installation der Serbien neu begründeten löge in Zagreb geschildert. In lebhafter Weise spiegele sich die Freude wieder, daß eine neue^ Gemeinschaft im Sinne des Ordersgediinkens erfaßt worden ist. Die Bibliographie weist jauf ein beachtliches Werk von E. Eberlfn Die Juden yon Ijeute«, hin, aus dem tiefes Verständnis und Anerkennung jüdischen Wesens und jüdischen j Leides spricht. A. Gdt. Bucherschau. „Die Mission der Juden". ZuGrafCoirdenhove-Kalergis Bugh: »Held oder Heiliger >.*)! Von Br. Siegmund Reis, Hindfnburg O.-S. In tieferer Auslegung unserer Aufgaben haben wir die Pflicht, die großen Auseinandersetzungen der Welt auf ihren Zusammenklang mit dem Logeingedanken abzi/V stimmen und zu prüfen. Und so-haben wir mit Aufmerksamkeit aufzuhorchen, wenn der Schöpfer des paneuropäischen Bewegung, Graf Coudenhove-Kalergi, etwas von sich aus zur weiteren Fundierung Pan-Europas zu Sagen hat. Denn auch diese Bewegung muß uns etwas ’sOin. Die paneuropäische Bewegung ist ja bereits zu einem Instrument der großen Politik und der Wiijtschaft gewordeti, zu einer Plattform des möglichen Wiederaufbaues Europak nach dem Kriege, die mehr als Viele Wissen, und mehr als man ahnt, alle unsere Verhältnis;^ beeinflußt. und wirksam auf allen Gebieten ist. j Ueber das eigentliche Wesen der Bewegung wollen wir ein andermal abhandeln. Heute wcjllen wir im Sinneder obigen Pflichten die Frage aufwerfen: »Hat denn »Paneuropaetwas mit den Juden zu tiln?« Jede Bewegung,die>auf Völkerversöhnungund Völker-, Verbindung ausgeht, bringt in ihren nächsten und letzten Auswirkungen fast automatisch-eine Befreiung der Juden 4 ' l r *) N: Coudenhovj - Kalergj: »Held oder Heiliger«. Pan-Europa-Verlag, Wien, Leipzig, Paris.- — Mk. 4,50. Ganzleinen Mk. 7,—. mit sich, — eine Ausschaltung} alles Natior s- und Rassenhasses und \yas fast noch vtichtiger erscheint: die Entfernung wirtschaftlichen Elends . mit seinem-- grausamen Gefolge von Arbeitslosigkeit und Unsicher! eit und schließlich . die Möglichkeit d£s Wiederaufbaues Europas. Und damit das Aufleben des schwer gestörten Kulturlebens des Abendlandes I Damit im Zusammenhänge verschrumpfen, verflachen und verschwinden die »geistigen« und materiellen Oifte aus dem Arsenal der io oder anderswie betonten Antisemiten .... j ■ Ein neues Europa — die Betonuni j fällt auf das »neue* — müß auch eine nleue sittliche Prägung, eine neue Ethik haben oder zumindest eine Hthik echter Art überhaupt! Die geltende hat ja den We! tkrieg nicht verhindert, ja ihn direkt erst möglich gemacht. Lange hat Graf Coudenhove - Kalei gi geschwiegen, um die Bewegung nicht dfirch ethisch-philosophische Diskussionen, die außerhalb des Praktisch-Politisch-Wirt-I schaftlichen 4ich bewegen müßten, zi belasten. Iml Grunde-war und ist der Weg zu Paneuropa ja doch nur jenem geöffnet, der -aus einem festen Fond von Ethik immer seine Schritte lenken leann ...'. ändere Menschen, finden ja den Weg dorthin nicht! Für mein Empfinden] war das Schweigen gar nicht; nötig, denn die Bewegung' hat ohne besondere Betonung! durch Worle ihren ethischen Inhalt verraten, aber jetzt ist sie so starl: und tragkräftig geworden, daß Coudenhove-Kalergi auch sein oder das ethisch-philosjophische Prograjnm des neuen Europa’auf-i Brüder denkt bei der Darreichung von {spenden auch an die G r o ß I ö g e. Es gibt wohl kaum eine Stelle, von der aus so vielfach <jjie Möglichkeit gegeben ist, Not würdiger Menschen zu lindern. Es gibt Menschen, welche steh, wenn alle Hilfsmittel versagen, in ihrer letzten Not an die Großloge wenden, würdige Menschen, denen nur diskret geholfen werden kanti. Unter ihnen sind Künstler, Angehörige der freien Berufe usw. Wenn auch die Großioge keine Organisation ist, zu deren . Funktionen Eineeiunterstützung gehört, so kann sie doch im Einzelfall Hungernde nicht ohne Brot, und jMenschen in höchster1 Not nicht ohne unabweisliche Stütze lassen. Vielfach hört man bei pesucheri kleinerer oder mittlerer Logen, daß die^materielle Lage am, Orte so günstig ist, daä die einzelne Loge nur wenig für soziale Not! des ein reinen herangezogen wird. — Brüder, denkt bei solcher) Lage, wenn Ihr Spenden für Irgend einen Zweck ztir Verfügung stellen an die GroBloge. - 40 - könnt, auch