Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Nr. 2 - Februar (2.1928)
- Date
- 1928-02-01
- Page
- Seite 28 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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3, Aus anderen Distrikten. B'nai B’rith Mitteilungen für Oesterreich. Heft 1. •Januar 1928. Jahrgang XXVIII. j Die. Januarnummer ist zu einem wesentlichen Teil dem Andepken des Br, Oberrabbiner prof. Dr. Chajes gewidmet. Der Tod dieses bedeutende^ Mannt s, die nur ein Alter von 51 Jahren erreicht hat, hinterläßt tiefe Spuren. Br. Expräsident S. Frankfurter 'gibt persönliche Erinnerungen an den, ihm nahestehenden Bruder. In lärfgeren Ausführungen zeichnet Bruder Expräsident Emil Engel ein Bild des dahingeschiedenen Gelehrten und Menschen. In der Trauerfeier am 29 Dezember 1927 erscheint noch einmal das frische Bi|ddes Entschlafenen. Die Wiölergabe der Antrittsrede vön Br. Dr. Chajes als Oberrabbiner von Wien am 3. S.-191^ betitelt »Mein Amt. jzeigt die Charakterfestigkeit und die Tiefe der Anschauung eines Mannes, der Seele urtd Herz auf seine Gemeinschaft auszustrahlen bemüht war.’ Alles was in diesem Manrte an Wirken lebendig gewesen ist, hat er dem Judenturti bis zum letzten Tage seines Lebens gegeben. Wir begreifen den Schmerz der österreichischen Brüder, der auch der unsrig;- ist. Esfolgt ein Abdruck des Aufsatzes vön Br. Alfred Goldschmidt, Berlin, aus der Monatsschrift der Berliner Logen.-, »Hat der Ordep etwas für das Judentum geleistet?« >— Den Forschungen des1 Br. Bernhard Wachstein ver- - danken wir Erinnerungen vergangener Zeiten. So neuerdings »Briefe eines reiserden Russen« (1789/90) Nicolaj Michailowitsch Karaniin. — Wir sind in der Lage, einen Blick in das Leben der Juden in Frankfurt a. M. zu werfen und ersehen die Düsterkeit, aus der später ein Aufstieg zu hellerem Leben ermöglicht worden ist. Dr.-Rudolf Glanz gibt Mitteilungen aus J. G. Kohl »Hundert Tage auf Reisen in den österreichischen Staaten«. 2. Teil: ■ > Reise von Linz nach.Wien«. (Dresden-Leipzig 1842). — In Erinnerung an den hochw. Br. Oroßpräsident Ehrmann, ist vom Humanitätsv^rband mit der Familie des Verewigten ein Denkmal geschaffen und enthüllt worden, auf dem in hebräischem .Tek't von dem verstorbenen Br.. Prof. Chajes folgende Worte gesetzt worden sind, die in deutsrher L'ebersetzung lauten: Ein Mann von großem Wissen^ Ein Adler mit weiten Schwingen. Mit kostbaren Tugenden gesegnet, Mit reinem Herzen und mit reihen Händen. Nach dem Maße Deines Könnens War Deine Arbeit ^roß für Delti Volk. Internem langen'Leben l! „ War groß die Liebe zu Deinen) Brüdern. Du hast Kranke geheilt, 'Schlafie Knie gekräftigt. Möge Deine Seele vereint sein i Mit den ewig Lebenden. Ein neues Logenheim ist in der Ehrniann-Loge in Linz eingeweiht worden. — Br. Grdllsekretär Direktor Alexander Hecht hat aus Anfaß sein«! 70 Geburtstages ein Gedenkbiich für die verstorbenen Brüder der -Eintracht« gestiftet, indem er auf Emzelblätierrt r eben den Porträts der verstorbenen 72 Mitglieder. Biogr^ jhie und Tätigkeit des einzelnen in. der Vereinigung für! plle Zeiten niedergelegt hat. , , A. Gdt. ■i B’nai B’rith, Mortatsblätier der Großlpge für den Tschechoslowakischen Staat. Jahrgaig VII. Nr. I. Januar 1928. Br. Emil Wiesmeyer berichtet über die Berliner Tagung der Aibeitsgemeirjschaft der Europä sehen Distrikte! Br. Hans Carl Brößler, Prag, behandelt in ejnem Aufsatz »G aphologie und . moderne Seelenkunde >. Die Handschiift ist eine Ausdru^ksforih des unbewußten Seelenlebens Die Graphologie ist, die Hilfsw s^enschaft der mbdernen Seelenkunde. Sie wird in der Pädagogik größere Bedeutung erlangen. IJire Beziehungen reichen in die Kriminalpsychologie und die Psychiatrie. C ie Graphologie ■ ist der Forschung nach exakte Wissenschaft, der Ausübung nach eine Kunst. Vörsicht vor Pfutchertum ist für alle Fälle geboten. F. T. zeigt »Rembrandtsl menschliches : Bekenntnis« auf. Besonders, in seinen Beziehungen zju jüdischen Zeitgenossen zeigt sich die tiefe Erkenntnis Rembrandts, die gewissermaßen in 4er Form eines z vr eiten O e - sichts die Dinge unter der Oberfläche sieht. Der.Aus- ' gang dieser Betrachtung ist ein Werk von Br. Universitäis-1 Professor Max Eisler »Der alte Rembrandt«. Es ist 'der Rembrandt von 1654<an, in] welchem Eisler ein neues menschliches Bekenntnis, eine 1 neue Religiosität entdeckt. j J Säudek unterzieht die Forderung unfeeres Rituals, »Kunst und 'Wissenschaft zu fördern«, einer liebevollen . Betrachtung, hebt ihre Bedeutung für Logen und Gemeinschaft heivor. Erkenntnis und Forderung ist notwendig, um das auszuschöpten, was aus ihrer Entwicklung 'herausgeholt werden-könnte. Ein vor Jahrhunderten, geprägtes Wort besteht nopti heute zu Recht: »Ohne Gunst Kunst umsunstc. Saudek verlangt ein jüaisch*s Mäzenatentum, eine Akademie als zweckentsprechendes Zentralorgan, ein jüdisches Museum außerhalb Palästinas. Der Bne Briss-Bund ist berufen, auch auftdie|sem Gebiet bedeutendes zu leisten. In einer Nachbemerkung wirft die Redaktion, trotzdem sie dem Gedanken de( Förderung von Kunst und Wissenschaft sympathisch ge^enübersteht, die-Frage auf, ob eine Akademie das gegebene Mittel zur Lösung wäre,! Aus einem Vortrag von Br. Prof. Oskfr Donath, »Jüdisch-tschechische Soiriftsteller«, ersehen wij die große Anzahl jüdischer Kräfte, die sich in der tschechischen Literatur einen Namen gemacht haben. Unter ihnen befindet sich auch der Arzt Franz Langer, dessen Lustspiel Eher' geht ein Kamel durch ein Nadelöhr«, in Berlin gegenwärtig viel gespielt wird. i Hamenora, Organe pc riedique des Bö du Bistiict d’Orient Nr. XI £nö Bdrith Dezember 1927! Nr‘10. Das Dezemberheft berichtet über das Vorgehen der Bne Hi iss in Amerika; tim , eine schädliche Aqswi'kung des Films auf jüdisches Lebert zu verhindern. , Die BÖr. Ordenspräs. Altred M. Cohen und Oideössekretär Boris D. Bogen haben sich mit dem Filmgewaltigen Will Hays, früher General und Minister; in "Verbindung gesetzt. Es folgen Mitteilungen über den Kongreß zur Bekämpfung des Mädchenhandels in London, ein Tätigkeits bericht der Loge von Beyrcnjth Die jüdische Gemeinde - 28