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Der Orden Bne Briss · 1927-12-01 · Dezember (12.1927) · p. Seite 66

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
Beilage 1927 (1927)
Issue
Dezember (12.1927)
Date
1927-12-01
Page
Seite 66 (sequence 10)
Language
German
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I öcrung des Milieus und der Zeitepoche erfolgen, Es würden so Kulturschilderungen entstehen, die die Großfogetzu billigem Preise in die jüdische Jugend hineinhrinjfen* kamt. Br. Gi.nsberg, Berlin: Das Buch über Liebermann gibt eine Aufklärung über eine Persönlichkeit, die dem Judentum entstammt und ist für die reifere Jugend sehr geeignet. - Das von der Jugendschriftenkommission früher geschaffene Märchenbuch hat gut gefallen. Es sollte versucht werden, derartiges zu schaffen. Ebenso ist der Wegweiser als jüdische Zeitschrift für die Jugend früher sehr gern gelesen worden. Einer Erweiterung der Kommission-würde er 'zustimmen, wenngleich er der Ansicht, J daß die Kommission überaltert ist, nicht beistimmt. , Er nennt Brüder, die für die Zuwahl in die Kommission geeignet sind. ~ Br. Stein, Berlin: \Venn auch die Debatte gezeigt hat, wie schwer es ist, eine geeignete Jugendliteratur zu schaffen,'so war sie doch auch nützlich, interessant und fruchtbai. Aus dem Protokoll des Geschäftsausschusses hat Br. G^lliner nur die Kritik herausgelesen, weil mir ■>ie w ied trgegeben worden w ar. Der Arbeit der Jugendschöffen kommission war aber auch Gerechtigkeit widerfahren, der Wille und die Leistungen sind durchaus anerkannt worden. In der jüdischen Geschichte, in" der Literatui. den Propheten, den Dichtern ist unendlich viel Material, das! geeignet ist, gerade der jüdischen Jugend lahegebracht zu werden. Er bittet, sich bei der Aussprache und den gegebenen Ratschlägen zü bescheiden und der .Geschäftsausschuß zu Ermächtigen, derjugendschrifter komrtlission Vorschläge für ihre Ergänzung zu machen Br. Jugendbewegung ist eine Tatsache, an der nicht vorüber- Cohn, Königsberg, jveist darauf hin, daß die Schilder ingen aus fremden ^.ändern, etwa das Leben der Juden ir esse dei Br, .Nordafrika, China, Abessinien usw, das Interlugend stets haben, Gro ßpr äsident möchte Br. Galliner gegenüber nochmals hervorheben, daß bei der Kritik, die die Arbeit der Jugendschriftenkommission im Geschäftsausschtß erfahren hat, die Absicht gefehlt hat, weh tun zu wollsn, und daß es lediglich darauf ankarh, Ansichten ui)d Ajiregungen zu vermitteln. Kritik aber ist notwendig, wenn die Arbeit eine gedeihliche sein soll,'und ihr müssen sich alle unterwerfen. Zwei Aufgaben sind der Jugendschriftenkommission’genannt worden, einmal die Verbilligung von Büchern und die Herausgabe einer billigen Bibelausgabe für die Jugend. Er'verweTst darauf, daß d e Württembergische Gesellschaft eine billige Bib'elaüsgabe herausgebracht hat. Es ist dann der Wunscji geäußert worden, neben den Sehriften, die erschienen oder in Aussicht genommen sind, auch solche für die jüngere Jugend zu schaffen. — Das Buch über Liebermann ist ein ausgezeichnetes Such, aber es ist nicht das, was bei der Herausgabe von Jugendschöffen gedacht war. Ein solches Buch' hätte geschaffen werden könnet, wenn alle anderen Aufgaben erfüllt waren. "Die ausgesprochene Kritik ist keine an dem Buch oder an PersonenJsie ist also eine rein sachliche, und es sind Wünsche und Anregungen für die Jugendschriftenkommission ausgesprochen worden. Ebenso war es bei dem Wunsche der Ergänzung der Jugendschrifienkommission. Ersieht nicht Ein, warum nicht auch Frauen, die manches anders sehen! als Männer, für die Schriften, die für Mädchen bestinjmt sind, zugezogen werden sollen. Auch die! ’ < i — 66 — ’ gegangen werden darf, darum erscheint es notwendig. Vertreter diesei Bewegung mit heranzuziehen.Wir brauchen Kräfte sur Mitarbeit und wollen sie htranziehefn, wo immer wir können. - y Br. Gallir er, Berlin (Schlußwort): dankt für die geübte Kritik, di* er gern auf sich genommen hat. Aber die Kritik muß gerecht sein. Die Feststellung, daß die Jügendschrfftenk Immission kein Programm aufgestelit hat, ist an sich nicht richtig. Br. Leszynsky hat in den zwei Jahren, dii die Jugendkommission an der Herausgabe der Jugendbücher arbeitet, Gelegenheit gehabt, seine Meinung zu äußern, und es hätte nicht des üeschäftsausschus: es bedurft, um berechtigte Wünsche zu berücksichtigen. Während der ganzen Zeit ist nicht einmal eine Warnung gekommen. Heute aber, wo,die bereits herausg :gebenen Bücher in der Oeffentlichkeit abgesetzt werde l sollen, fällt solche Kritik der Jugendschriftenkommis »ion in die Arme. Er bedauert es, daß Br. Leszynsky bei seinem Vorwurf der Ueberalterung der Kommisston geblieben ist. Die Bücher, die bisher erschienen sine, sind nicht einseitig von der Jügendschriftenkommission geprüft, ( sondern haben, sowohl Frauen, als auc 1 der Jugend selber Vorgelegen. Einen besonderstiefen Ei ldruck hat die dem nächst herauskommende Akibalegende I ervorgerufen, obwohj sie ein Nachdruck ist. Sie kommt aber in .der Sammlung, in der sie jetzt vorhanden ist, nicht an die Jugend heran. — Die Feststellung, daß < ie Jugend nicht neutral ist, ist richtig. Aber eine Organisation, die parteimäßig eingestellt ist, kann keine Jubendbücherei, die der Jugend aller Richtungen Zugang lieh sein muß, schaffen, und deshalb ist die Jugendschri Ftenkommission der Großloge, die Männer aller Richtungei i in sich vereinigt hierfür geeignet. — Billige Bücher wollte die Jugendschrifienkommission schaffen. Die Verhandle igen fnit den Verwiegern in dieser Beziehung waren sehr ernste_— Um die Bücher auch armen Kindern schei ken zu können, müßt» die Großloge Mittel bewilligt n. Der Referent versichert, daß die Kritik, so scharf sie war, die jugendschrifienkommission nicht davon abbring :n wird, ihren Weg weiter zu gehen, daß die ausgespro :henen Wünsche Berücksichtigung finden werden und laß das Bemühen der’ Jugendschriftenkommission di hin gehen wird, Gutes zu schaffen. Br. S o m ner, Pforzheim (Schlußwort) hält es gegenüber, der Ausführungen von Br. Galliner für einen Vorzug der Jugend, daß sie nicht neutral ist. Ermöchte das Alter.vor dem 10. Jahr für die Arbeit der Jugendschriftenkomm skion unberücksichtigt wissen. Erst von diesem Alter an kommt eine gesonderte jüdische Jugendliteratur in Frage. Auf die in früherer Zeit herausgegeben sn Arbeiten kann , nicht zurückgegriffen werden, weil der Wandel der Zeit ein zu starker war. Die Ansicht, laß die Jugendschrifienkommission »überaltert ist, ist alsch. Um für die Jugend etwas schaffen zu können, muß man einen gewissen Abstand zu ihr gewonnen haben. Vorschläge für die Zuwahlen sollen gegenseitig atsgetauscht werden. Der Versuch soll gemacht weiden, durch Preisausschreiben gEeigneteSchriften hereinzubekommen. Bei der Prüfung der Arbeiten braucht nicht Der Redner Anzahl geeigr eter Jugendbücher herausgebracht werden können. Zur Verbilligung von Büchern kann die Großder höchste Maßstab angelegt zu werden, meint, daß bei richtigem Vorgehen, eine

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