Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- Beilage 1927 (1927)
- Issue
- Dezember (12.1927)
- Date
- 1927-12-01
- Page
- Seite 58 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Lieber die Grenzen hinaus weist auch eine Spende, die wir in Höhe von 300 M. für das Blindenheim in Bojanowo gegeben haben. Wir haben diese Spende um so lieber zur Verfügung gestellt, als *’e einer Loge des abgetretenen Geb'ets ‘zugeführt wurde. Der Sdndera£sschuß für die geistigen Interessen isUden Logen durch Aufstellung von Themen und Vortragsmaterial behilflich gewesep. Er hat sich h-it der: Frage der Hebung des Logenbesuches'befaßt und Sammlung des Materials für die.Geschichte des Ordens sowie Aufstellung ' einzelner Rubriken fär die Bearbeitung angeregt . ■ Der Sonderausschuß für Kunstfragen erbittet das Interesse für das schöne Gedelpkbuch für verstorbene Brüder, für den Gedenkschiein, ferner für die so bilhg hergestelltea photographischen Tafiln, die die Entwicklung und die geographische Lage der Logen >m deutschen Distrikt illustrieren. Die Logen] wollen a“ch an die gegenwärtige schwere Lage der Künstler in unsctem Distrikt denken, sie in. ihrer Arbeit und in ihrem Schaffen fördern. Oft kann irtit kleinem mancherlei geleistet werden. Die Logen sind gebeten Worden, für Künstlerhilfe jährl ch zweimal ä 10 M. zur Veifügung!zu stellen. Das ergibt bei rund 100 Logen einen Betrag von zweimal jährlich 1QOO- M. Es wird gebeten, auch- Kleinigkeiten nicht zu vergessen. Die diesjährige Festnuiumfr zum Ordenstag, dje unter dem Titel Jüdische Dramatiker unserer Zeit herausging, hat viel aneikenmhde Zustimmung — auch “über den Distrikt h naus — ausgelöst. Um den Brüdern Gelegenheit zur Aussprache mit der Redaktipn zu get eit, ist eineRutrik Biiefe an den O. B. |B.« eingeführt worden. Kurze Aufsitze über aktuelle Loginfragen, die schärfste Prägnanz;ur Voraussetzung häbein, werden nach Möglichkeit zum Abdruck gebracht werden' >■ In dei Diskussion .über diel Ordensdevise in München ist die Aufforderung ausgesprochen worden, die zum Vortrag gebrachten Gedanken in die Logenkreise zu tragen. Hierbei handelt es sich nicht um die Frage der Aenderpng-der Devise, sondern! nur darum, die beste Formulierifng zu finden, etwa: Wfohbun, Brüderlichkeit und Eintrarht zu sagen. Dem oben gegebenen Bericht ist hur noch der Antrag der Krankenschwestern-Orgamsaticjn anzufügen: ihr angesichts dfi ai genblicklichen finanziellen Schwierigkeiten einen einmaligen Beitrag von 3000 |M. zu gewähren. Qie gegenwärt ge Schwie^gkeit ist' aus der Ausbildung vön Lehr-Schwsstern in Marnheim erfofgt, für die ein vorher nicht übersehbarer Betrag in* I Anrechnung gesetzt worden ist Finanzbericht Bt. Gfoßschatzmeister Bach Jibt einen Ueberblick über den gegenwärtigen Stand der Finanzen der Groß-i löge. Die Mitgliederzahl ist um eiiwa 400 gesunken, so daß der Distrikt gegenwärtig 14 806 einzelnen Posten der Ausgaben halten sich im großen Mitglieder zählt. Die Uebersihritten ist er Sitzungen des^ Ko- und ganzen im Rahnen des Etats, bisher be Witwen- und Waisenhilfe, mitees, Zi Wendungen an Institute. Die l osten der nächsten Grojßlogentagung dürften etwa 25 000 Mk. betragen. Um dfe Ausgaben herabzumindern, ist von einem Bruder dir Vorschlag gemacht worden, " jeder Loge nur einen Vertreter zuzubilligen, ihr aber das ihrer Mifgliederzahl entsprechende Stimmrecht zu gewähren!' Persönlich steht Br. Bach auf dem Standpunkt, die Großloga in dem bisherigen Umfang zusammentreten zu lassen. Durch eine Beschränkung der Zahl der Repräsentanten wiindei, viel Anregung und geistiges Material verloren gehen." *Die vermehrten Ausgaben müßten dadurch gedeckt wirßen, daß ein etwa im Geschäftsjahr 1927/2S sjch ergebender Ueberschuß auf das Konto Großlogentagung überschrieben wird oder, falls ein Ueberschuß sich nicht ergibt, die Mehrkosten aus dem Konto -Vereinigter Großlogen- und Zenlralfonds« entnommen werden.- Nicht gangbar erscheint es, etwa mit einem Fehlbetrag, der sich aus den Kosten der Großlogentagupg ergibt, in das neue Für den Posten Geschäftsjahr hineinzugehen. Ferienkinder ist im Etat ein Betrag nicht vorgesehen. Ein Beschluß aus dem Jahte 1903 stellt fest, daß derartige Wohlfahrtsangelegenheiten Aufgabe der einzelnen Logen sind' und daß die Großloge nur da eintreten kann, wo es sich um allgemeine, die ganze Judenheit interessie-ende Angelegenheiien handelt. Von diesem Beschluß is immer mehr und mehr abgewichen "worden, und die Anträge,, die seitens der Logen an die Großloge wegen Ibterstützung solcher Wohlfahrtsaufgaben kommen, mel ren sich. An Stipendien f ir Studierende sind 4000 M. verausgabt. Im Etat ist ein Betrag für diesen Zweck nicht vorgesehen. Die Ausgaben resultieren aus der Beschlußfassung des Generalkomitees. Dem Beamtebpei isionsfonds werden jährlich 75GOM. gutgebracht. Er weist jetzt efpen Betrag von 26834,cOM. auf. In der K.S.O. ist Ref. als Verbindungsmann zwischen der Oroßloge und der K. S. O. tätig. Die Arbeit der K.S.O. ist eme gute, und die finanzielle Verpflichtung, die die Großloge füi die bis 1975 eingestellten Krankenschwestern bezüglich ihrer Pensionierung übernommen hat, wird ,wohl kaun zur Auswirkung kommen. Für den Schwestempensionsfonds sind mehr.als 13000 M. zurückgestellt, während eine einzige Schwester eine Zuschußpens'on zu der Reicl sversicherungsversorgung von 4Q M. monatlich erhält. Cie freiwilligen Beiträge der Logen’ gehen nur spärlich . ein Die Schwierigkeit der K.S.O. ist, wie Br. Oroßpräsident bereits ausgeführt hat, dadurch entstanden, daß für die Ausbildung' von Schwestern iri Mannheim eine Summe gefordert worden ist, mit der nicht gerechnet wurde. Die,Großloge gibt jährliche Subventionen an Institutionen, die ihr weit ferner stehen. Sie sollte auch der von ihr begründeten K.S.O. eine solche gewähren. Die FinanzverhälInisse der Großloge können als geordnete bezeichn« t verden.' Qb das Geschäftsjahr mit eine'rti kleinen Uebei schuß oder aber mit einem Dtfizit abschließen wird, kann heute noch nicht gesagt werden. In der Bewilligung von Subventionen muß jedenfalls größte Zurückhaltung obwalten Br. Wi e s m ey die ihm puteil gewoi Distrikt ies als eine des Deutschen Distrijc zu beschicken, so und gefühlsmäßigen Ehrengroßpräsident und den Dank für di Distriktes zum Ausdii hat r dankt für die herzliche Begrüßung, t Jen. Wenn der tschechoslowiaksche Art Pflicht betrachet, die Tagungen;tes so oft als nur irgend möglich dies seinep Oiund in Verstandesirwägungen. Gefühlsmäßig, um Br. id Br. Großpräsident die Verehrung lie vorbildliche Arbeit des Deutschen uck zu bringen. Verstandesmäßig, — 58 —