Mannheim
Compact Memory

Der Orden Bne Briss · 1927-09-01 · September (9.1927) · p. Seite 52

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
Beilage 1927 (1927)
Issue
September (9.1927)
Date
1927-09-01
Page
Seite 52 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/6727475-6074758-10846863--1625-4868245
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Oesamt-Aufgaben i machen, ist ein Hilfe eines Bne Briss-Büros ln Mexiko — den Zustrom der Einwanderer gach dem Süden zu organisieren trachten, um den Heimatlosen Unterkunft zu schaffen. Um die weit nach außen wirksam B’nai B’rith Wider Scope Committee — ein Bne Briss-Erweiterungsziel-Komitee — begründet worden, für das ein Fonds von 2 Millionen Dollars zur Verfügung gestellt werden soll. Der hochwürdige Ordehspräsident schloß sein Uebersichtsbild mit einem sinnigen Ver-' gleich durch Oscar Wildes Märchen vom glücklicher! Prinzen, dem ein Vögelchen ständig etwas von seinem Golde wegträgt, um es Armen, Leidenden, Bedrängten zuzuführen. Die Gestalt,, die Substanz schwindet, aber das Gesicht wird immer verklärter, beseeligter, glückstrahlender, weil es Glück zu schaffen ip der Lage ist — auf Kosten der Substanz — durch die Substanz. Der goldene Prinz im Märchen — das sind oder sollen die Bne Briss sein. Was war nun das, was sich da auf dem Präsidentenraum des Logen hauses vollzog — eine Rede in englischer Sprache vor deutschen Brüdern? — Nein, es war ein etwas, das sich über das Sprachentrennende hinweghob, ein Seelisches, das aus den Gedanken des Herzens kam, auch wenn der Hörer Vielleicht nicht jedes Wort verstand. Man merkte: da stand ein Sprecher, der von seiner [Sache erfüllt war. Br. Großpräsident Baeck vjerstand es, in der ihm eigenen vortrefflichen Weise die Gedanken des Ordenspräsidenten auch I durch das deutsche Wort zu den Brüdern sprechen zu lassen. Er legte den Brüdern des Deutschen Distriktes nahe, das Beispiel des 2 Millionen Dollars-Fonds zu einer Bne Briss-Tat von wenigstens 2 Millionen Mark in Deutschland äuslwirken zu lassen. Dieser Gedanke sei durchaus jeein bloßer Traum — er sei möglich! Und wie Viel gemildertes Leid wie viel geistiger Segen kpnnte aus ihm entstehen! ‘ [ In feierlicher Form wurde die Loge geschlossen. Im Zuge, wie Isie gekommen, verließen die verehrten Gäste mit den begleitenden Brüdern den Tempel und begaben sich zu dem geselligen und heiteren Abschluß des Abends. Der hochwürdige Ordeaspräsident besuchte in den Tagen seines Berliner Aufenthaltes das Altersheim in Lichterfelde-Ost, das Säuglings¬ und Mütterheim des Frauer Logen, das Waisenhaus der in Pankow, die Hochschule Vereins der Berliner Jüdischen Gemeinde ür die Wissenschaft des judentums, mehrere Synagoge i. Am Tage vor seiner Abreise aus Berlin wurd : er in seiner Eigenschaft als L eiter einer hum: nitären Weltorganisation gern einsam mit Br. Laeck m längerer Audienz vi >m Reichskanzlei^ D r. Marx überaus liebenswürdig empfangen.; Der Ordenspräsident hatte in seinem Hotel eine große Anzal I von Besprechungen mit Vertretern der verscl iedensten Organisationen, Gemeinschaften etc. In unermüdlicher Weise hat er sich keinem d :r zahlreich an ihh herangetretenen Wünsche versagt. > Br. Cohen bat sich über seinen Berliner Aufenthalt überaus befriedigt geäußert. Er hat die Bitte ausgesprochen, seinen herzlichen Dank den Logen und allen leitenden Brüdern zu übermitteln. A. Gdt. i i Dresden.*) [ Wir haben Gelegenheit genomn en, den hochwürdigen Ordenspräsidenten mi den verschiedenen führenden Brüdern unserer Loge in Verbindung zu bringen, indem wii täglich Ausflüge in die nähere und weiten; Umgebung Dresdens machten und ihn 'auch in einzelne Familien der Bruder einführten. Ein Ereignis für unsere Lege u id wohl auch für sämtliche auswärtige Brüder, di«t dem Abend beiwohnen konnten, war die Festsitzung am 7. Juli 1927. j Der hoch würdige Ordensprägident wurde durch den Menlor unserer Loge, Bruder Feuerstein, in den T:mpel unter Harmöniumklängen eingeführt. Br. Präsident Paul Saliijiger begrüßte den Gast in einfer längeren Ansprache. Der Orden spräsident erwiderte sofort; in formvollendeter, eindrucksvoller Rede, in der! er für den begeisterten Empfang dankte, und Oper die Ordenstätigleit in Amerika berichtete.! Die Rede wurde mit großen^ Beifall aufgenommen. *! [ Hierauf spnehen für die Breilauer Logen, die sämtlich duich ihre Präsidenten und andere Beamte vertreten waren, Bruder Schlesinger \|on der Lessing-Loge. j Für dep Säi ihsischen Logen-Vdrband sprich Bruder Dr. Gohlmann, Leipzig, für j die Saxotiia- Loge, Chemnitz noch besonders der Präsident dieser Loge, Bruder Schlesinger, j j j Nicht unerwähnt bleibe, daß a|ich der Vorsitzende des Ostpreußischen Logenverbandes *) Fraternitas-l oge 52

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.