Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- Beilage 1927 (1927)
- Issue
- April (4.1927)
- Date
- 1927-04-01
- Page
- Seite 9 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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r Beilage zu Der Orden Bne Briss April 1927. Abgekürztes Protokoll der Vollsitzung des Sondenausschusses der Großloge für die geistigen Interessen Sonntag, den 13. Februar 1927. I 1 , . Br. Expr. Schindler eröffnet die Sitzung, begrüßt die Erschienenen und j gedenkt der verstorbenen Brüder des S. A. Sodann gib) er einen (Jeberblicfc über die Arbeit des S. A. in den jkhren seines Bestehens. — Die Nachkriegszeit und def Antisemitismus haben den Orden zu stärkerer jüdischer was der S. A. solle Einstellung gebracht.^ — Die Frage, habe keine einheitliche Beantwortung gefunden. Nach Maretzki solle er ein Sprechsaal sein, in welchem die in|den Logen auftauchenden Meinungen Prüfung und Kläruhg finden sollen. Nach Ludwig Cahen," Köln, sollte er Mittel und Wege finden, um das geistige Leben in den Log^n erstarken zu lassen, bezw. neu zu erwecken, er solle Mißstände beseitigen und, wenn möglich, in einer Art Akademie des Judentums ausmünden. — Der Sonderausschuß habe sich bemüht, diesen Forderungen nachzukommen, hajbe aber hierbei Orenzen und sogar Gegner gefunden.! Die Klage sei laut geworden, daß in den Logen sogar i zu' viele Vorträge gehalten würden, durch welche die Hintergrund träten eigentlichen Ordensaufgaben in den und eine Entfremdung* dflr Brüder herbeigeführt werde-. Der Takt des Präsidenten und der geistigen Führer müsse die richtige Mitte finden. Zweifelsfrei gehört es wesentlich zu den Aufgaben des geistigen Ausschusses, die Brüder, welche doch nicht sämtlich aktiv znitkrbeiten könnten, mit., allem, was im Orden geleistet werde, referierend und kritisch bekannt zu machen, insbesondere also auch mit den Arbeiten der Plenarversammlung!, des Generalkomitees und des OeschäftsausscbussesH— Br. Schindler verliest die im Jahre 1911 vom S. A. a|ufgestelhen Leitsätze,-die heute absonderlich erscheinen, weil sie als selbstverständlich empfunden werden. Bezüglich der Aktivierung der Brüder erwähnt er den Versuch der Deutschen Reichsloge, das Stimmrecht der neaeintretenden Brüder von dem Besuche gewisser Instruktionslogen und einer Reihe von Geschäftssitzungen abhängig zu machen, um dadurch die Brüder zu veranlassen, zur Erlangung des Stimmrechts zunächst einmal in der ersten Zeit regelmäßig in den Sitzungen zu erscheinen und dadurch den Anschluß zu finden. Diese geplante Statutenänderung sei von der Großloge noch nicht gebilligt und sollerder Plenarversammlung vorgelegt werden. — Gewisse Aufgaben seien durch den Krieg unterbrochen worden. (Behandlung großer aktueller Fragen durch geeignete Persönlichkeiten, Anlegung einer biographischen Galerie berühmter Männer und Frauen.) Anderes sei in gewissem Orade erreicht, so die Sammlung i Anmerkung: Ein ausführliches Protokoll ist vorhanden, auf Wuns:h steht es mit sämtlichen schriftlichen Referaten interessierten Brüdern zur Verfügung. von Vorträgen und Berichten, Dispositioner, Literaturnachweisen, um Petenten jin ausreichendem Mäße zu befriedigen. Vieles, was zu jdenjArbeiten des S.. A. gehören würde, sei von anderer Seit^- gelöst worden •. {Sammelblätter der Jehuda'Halevi-Loge, die wertvoller; gewordenen Aufsätze im O. B. B., die Arbeiten des Kunsta isschüsses.) — Seiner Pflicht, die Größloge und den Distrikt« über den Stand der geistigen i Arbeiten im Ordei i zu 'unterrichten, sei der S. A. wohl j nachgekommen. \ (HinWeis auf die vielen Veröffentlichunjgeri im p.B.B. und in den - Protokollen) Wer wolle, der finde Material i.uch in .-den Werken, auf welche der Ausschuß regelmäßig! ingewiesen habe. (Zeitschri't »Der Morgen«, «Der Leuchter«, »Lehren des Judentums«, Verlag von C. A. Sch'wetzsch te & Söhn.) Der Ausschuß habe nuri eine) * E ve n t u a I - Existenzberechtigung«. — Eine Plenarversammlung d< s S. A. sei — auch nach Maretzki -- nur im Betiarfsfalle apz iberaumen. Auch die Kompetenzfrage spiele mit hinein. 3ie . großen Richtlinien würden von der Großlogfe sEIbst gegeben. Ausdrücklich übertragen sieien dem S, A. von der Großloge die Anträge der w. Zionloge und, das' Problem »Geschichte des Ordens«. — Zur Information des'S. Ateilt Br. Schindler mit, daß er! im Jahre 1920 in Versammlung der Großloge angeregt-' habe, Wickelung der Frauenvereine durch den S. A. zu lassen, damit dieser der Großlöge . später Bericht erstatten könne: ' i a) h i s t o r i s c h: über die erfolgte Weiteren twicke'Uuig der Frauenfrage in den einzelnen Logen des C istrikts,^ b) kritisch: darüber, ob und welche ä Richtlinien über die Behandlung der Frauentage etwa vom Orden aufgestellt werden könnten. Die Großloge'von 1920habe aber damals die-Frauenfrage zunächst für erledigt gebä.lten, Br. Schindler bittet sodann, zwei*Anregungen in den Logen in Erinnerung zu bringen: a) den Vorschlag aus Köln, Anträge,' Reiche ler Plenardie Entaeobachten gutachtlich wiederum geistige oder soziale Oebiet'berührfcn, durch di:.geistigen Ausschüsse zwecks Vertiefung vorberäteo zu fassen (in der Tschechoslowakei üblich), b) die Arbeiten des Unterausschusses fü-. Eugenik weiterhin zu fördern, indem er auf die Artik«!•’verweist• »Mittel und Wege zur Ertüchtigung der ’.jüdjsfhen Jugend und »Forderung des Tages«. Br. Oroß, Kissin;fcn, habe das Thema bisher mehr nach def sportlichen Sei :e, Korref. Moses mehr nach der Seite der Gerpütsbildüng behandelt durch Begründung von Jugendschriflen. Belebung jüdischer Feste und Gedenktage, Heranziehung der „ ugend in geistig hochstehenden Familien. . Nunmehr soll die Eugenik durch Br. Groß mehr nach einer ahdereri* das 9