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Der Orden Bne Briss · 1927-01-01 · Januar (1.1927) · p. Seite 2

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
Beilage 1927 (1927)
Issue
Januar (1.1927)
Date
1927-01-01
Page
Seite 2 (sequence 3)
Language
German
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hang st$ht auch das Bestreben, das Interesse für Kunst neu zu jerwecken und durch Veranstaltung von Wanderausstellungen, besonders von Werken jüdischer Künstler und jüdischer Kunst, sowie durch Vermittelung von Musik und Rezitation vorwiegend aus dem jüdischen Kunstgebiet. Br. poldschmidt weist darauf hin, daß der Oeschäftsausschuß .und der Arbeitsausschuß des Sonderausschusses sich mit den von Br. Rosenfeld angeführten Punkten bereits beschäftigt haben und beide aus den übermittelten Vorschlägen die Anregung, Preisausschreiben über Logengedanken zu verfassen, als beachtenswert bezeichnet haben. Die Einrichtung von Wanderausstellungen ist zur •Zeit Gegenstand der Beratung unseres Kunstausschusses. Er begrüßt es, _daß auch die hier anwesenden Brüder der Anregung zustimmen. Es wird der Beschluß gefaßt, an die Logen ein Rundschreiben ergehen zu lassen, in dem um Vorschläge für Themen) für die Flugblätter gebeten wird. Es wird der Wunsch hinzugefügt, daß Vorschläg^- für geeignete'Themen von allen Brüdern des Ausschusses, * ■ «Abesonders von den des Arbeitsausschusses gemacht werden sollen. Diesem Vorschläge wird zugestimmt. Br. Schindler bittet die Brüder dringend, sich damit zu beschäftigen. — Br. Rosenfeld nennt das Thema »Warum nennen wir uns Brüder?l und hofft durch die Behandlung dieser und ähnliche!- Fragen systematisch einen Unterbau für eine Ordenslihre zu schaffen. — Gleichzeitig macht er den Vorschlag, die beabsichtigten Wanderausstellungen durch sachkundige Vorträge-über' die betr. Bilder resp. die Künstler den Besichtigenden näher zu bringen. * % t .. Zun! Punkte der Ritualfrage bemerkt Br. Goldschmidt, daß diese Frage seit langem behandelt wird. Auch auf den Tagungen der Arbeitsgemeinschaft der europäischen Distrikte war sie Gegenstand der Beratung, hatte aber bisher wenig Erfolg» zu verzeichnen. Allgemein besteht die Ansicht im deutschen Distrikt, daß eine Aenderung, vor allem eine Verlängerung des Rituals nicht erwünscht ist Br. Goldschmidt berichtet ferner, daß die Präsidenten mehrere^-Logen durch geeignete Einfügungen, zum Beispiel von Dichtungen usw., in das Ritual die Sitzungen zu beleben sich bemühen. Diese Anregungen müßte man weiter g^ben. — Die Ausführungen von . Br. Goldschmidt finden Zustimmung. Der Geschäftsausschuß soll nach dem Vorschläge von Br. Schindler angefragt werden, ob £S ihm genehm wäre, daß der bereits bestehenden Ritualkonimission entsprechende Vorschläge von dem Sonderäusschuß übermittelt werden. Br. Groß wünscht einen Vertrauensmann, gewissermaßen einen - Verbindungsoffizier« zu bestimmen mit der Verpflichtung, die geistigen Beziehungen v<pn Loge zu Sonderausschuß und umgekehrt zu vermitteln und vor jllem d$m Sonderausschuß vierteljährlich Bericht zu erstatten. Ör. |<ahn ist dei Ansicht, daß auf schriftlichem Wege wenig erreicht wird, und meint, daß zur Hebung des Logenlebens aktiv eingewirkt werden muß. Bestimmte Brüder sollten mit den Logen in Arbeitsverbindung treten, die Logen bei Vorbereitung der Winterarbeit aufsuchen, mit ihne^.das Programm durchsprechen, mit Rat und Tat an der Winterarbert mitwirken, nach einiger Zeit den Besuch wiederholen etc. Er ist der festen Ueberzeuguhg, daß die Brüder der kleineren Logen diese Unterstützung dankbar annehmen werden. Durch eine Anfrage bei den Logen, vielleicht zuerst bei den in erreichbarer Nähe von Berlin» gelegenen, kann man feststellen,‘welche Logen einer solchen Idee sympa’hisch gegenüberstehen und man könnte im kommenden Jahr einmal mit einigen Logen Versuche in dieser Hinsicht anstellen. Br. Schindler weisf darauf hin, daß der Zusammenhang mit den Provinzlogen aufs eifrigste von dem Sonderausschuß gepflegt werde. Die alljährlich im Ordensorgan erscheinende Aufstellung der im Archiv vorhandenen Vorträge, resp. der Themen mit Literaturnachweisen, hat die Logen und Schwesternvereinigungen veranlaßt, im Verlauf von vier Monaten etwa hundert Mal die Hilfe des Sonderausschusses der Großloge in Anspruch zu nehmen. Es ist nur bedauerlich, daß bei der Ausarbeitung der Themen die Mitglieder des Sonderausschusses wenig Mitarbeit leisten, so daß in der Hauptsache nur Br. Finkei es ist, der die Vorschläge unterbreitet. Der von Br. Groß erwähnte »Verbindungsoffizier« ist bereits vorhanden in der Person des Präsidenten oder der korrespondierenden Mitglieder der Logen und der Vorsitzenden der geistigen, Ausschüsse, nur tritt dieser Verbindungsfunktionär zu wen!g in die Erscheinung. Die meisten Logen begnügen .sich mit dem nach ihrem Statut jährlich zu erstatten len Berichte des geistigen Ausschusses, der auch regelmäßig ii dem O. B, B. zum Abdruck gelangt. Im übrigeü bemerkt Br. Schindler: Eine Bevormundung der Logen durch den Sonderausschuß oder auch nur der Verdacht einer solchen ist zu vermeiden, daher glaubte er, daß der Vorschlag, Vertreter des Sonderausschusses zu den Logen zu entsenden zwecks Feststellung eines Programmes, wenig Anklang finden wird Die meisten Logen legen Gewicht auf Selbständigkeit; sie könnten ihr Programm auch nach den regelmäßig erscheinenden Vorschlägen des Sonderausschusses ergänzen und wo ausnahmsweise eine eingehendere Unterstützung für das Jahre»programm gewünscht worden ist, hat Br. -Finkei sie entsprechend geleistet. Br. Qoldschmidt-betont, daß zunächst die Generalkomiteemjtglieder als Verbindungsoffiziere in Frage kommen. Zwecks Ausgestaltung von Logenfeiern muß von Zeit zu Zeit an die bereits vorliegenden »Logengebote erinnert werden. — In einer der früheren Sitzungen des Sonderausschusses war bereits angeregt worden, Vorschläge für musikalische Ausgestaltung der Logensitzungen den Komitees für die geistigen Interessen der Logen zugehen zu lassen. Br. Finkei ist der Ansicht, daß mit dem Vorschläge des Br. Kahn nicht viel erreicht werden kann. Wenn map den kleineren Logen im Laufe eines Termins einige auswärtige Redner zur Verfügung stellt, so wäre damit nur für ein oder zwei Abende gesorgt. Die Vorschläge für Themen, wie wir sie alljährlich veröffentlichen, geben die beste Anregung; die ziemlich große Anfrage nach Vortragsmaterial zeigt auch, daß wir anscheinend damit auf dem richtigen Wege sind. , ’ Br. Rosenfeld schlägt vor, den Logenverbänden Pflichtthemen zur Bearbeitung an den Verbandstagen und daran anschließend in den Logen zu stellen. Auch diese Anregung isf, wie Br. Finkei bemerkt, sogar dem Executivkomitee für den gesamten Orden ohne nennenswerten Erfolg gegeben worden. Auch voh Br.. Oroßpräsident sind im vorigen Jahre vier Pflichtthemen für die Lögenverbände gestellt worden. Ein Versuch kann erneut gemacht werden. Für die Ausgestaltung von Logenfestlichkeiten in musikalischer Beziehung liegt bereits eine Reihe von Vor- ' — 2 - I .'i

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