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Der Orden Bne Briss · 1927-12-01 · Nr. 12 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1927
Issue
Nr. 12 - Dezember
Date
1927-12-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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liln litische Oesch'chte behandelt. Nur Horodezky zeichnet in seinem Basischem eine der; religiösen Strömungen. Aber die Möglichkeit eines Ausbjius in weiteren Bänden ist ohne Weiteres gegeben und (wäre sithr zu begrüßen.' Dem Heinebund, dieser jüdischen Buchgemeinde, unter dessen Aegide das gut ausgestattete Werk herausgekommen ist, muß man für die Herausgabe eines Buches dankbar sein, dak man Jung und Alt nicht genug empfehlen kann. j •' i_eszynsky. Mitteilungen des Verbandes der Gesellschaften zur Förderung dea Handwerks und jder Landwirtschaft unter den Juden «Ort«. Das Hjcft gibt Kenntnis von den Leistungen der Vereinigung im (Osten und dem Ausbau der" Organisation in Deutschland. Einen einleitenden Aufsatz bringt Justizrat Dr. Brodnitz über die Mitarbeit der deutschen Juden an dein Wiederaufbau m Osten. , . . JI - ' Die Juden im thüringisch-sächsischen Gebiet wfthrend des Mittelalters. Der Elbinger Rabbiner Dr. Siegbert N e u f e I d , der Bruder der Königsberger Kantloge ist, hat im Selbstverläge die oben bezeichnete Schrift herausgegeben, die für! jeden, der für die Geschichte des Judentums in Deutschland Interesse hat, viel Bemerkenswertes enthält. Auf G'und ejner Fülle von wissenschaftlichen Quellen veröffentlicht Dr. Neufeld lehrreiche Beiträge zu der verfölgungsreichein Geschichte der sächsisch-thürirgischen Juden im Mittelalter. Neben dem Märchen von der Brunnenvergiftung durch1 die Juden sind es, dem Autor zufolge, wahrscheinlich auch Geldgeschäfte, die den Anlaß zur Verfolgung geben. Hinzu kommt die Abgesondertheit der gesellschaftlichen Lage und die Zeichnung der Juden durch besondere Kleidung, was ihnen schon von vornherein in den Augen der christlichen. Bevölkerung den Stempel der Minderwertigkeit aufdrückte. Auch das Ritualmordmärchen darf in Jiesenr Zusammenhänge nicht unerwähnt bleiben. Neufeld schildert die Vertreibung der Juden aus Halle, Magdeburg Merseburg, Halberstadt und einer Reihe von aitdcen Städten Mitteldeutschlands. Jeder, der an der Geschichte des Judentums in Deutschland Interesse hat, ' wird dies Schriftchen gern zur Hand nehmen. > ,, |; »Die Juden» von Hilaire Belloc. jfrotzdem das Organ des C.V. schon vor diesem fürchterlichen Buch gewarnt hat, muß die Warnung wiederholt -werden: denn es ist vorgekommen, daß Buchhändler, durch djs Motto des Buches »Frieden für IsraeU auf-falsch! Fihrte geführt, das Buch für judenfreundlich hielten una es durch Rundschreiben der jüJischen Bevölkern lg zurji Ankauf empfahlen'. Qott schütze uns vor solchen Freunden,' sie sind schlimmer und. gefährlicher als unsere sch1 mmsten Feinde. Unter dem Deckmantel. der Judenfreundlict keh und der Besorgnis für die Zukunft der Juden weitlen alle die Beschuldigungen lind Vorwürfe, aufgeführt, die wir längst kennen, und diese Angriffe’werden dann s:heinbar bekämpft und widerlegt. Aber immer so, daß die Verteidigung und Rechtfertigung durch Herrn Bel loc viel perfider ist als der Angriff irgend eirfes «Anti lemi pnhäuptlings. »Die Juden sind ein Ffenrnkörper iijed4m Gastvolk, in dem sie sich befinden.«, Öas ist der leitende Gedanke. Die Juden haben kein Nätfonalgefühl im Sinne ihrer Wirtsvölker, aber — sie können es gar nicht, haben. Die Juc[en'sind freigebig, aber nie! t etwa, weil sife Vot und Elend in der Tiefe ihrer jüdischen Seele en-pfini len, sondern — weil sie ihr Oeld auf gar. zu'leichie W:ise erraffen. 'Kein Volk hat so wenig rVerräfer aufm weisen wie das jüdische Volk, weil, nur. das ihnen Verrat ist, was sie* gegen ihr eigenes Volk'jsriel unterrvehir en., ' '* So geht es weiter durch das ganze Büch liindu cü. TheodoftHäcker nennt das Bucf in seipem Nachwort, das er dazu geschrieben hat, eim .kathblischei; Bu< h-. Ich persönlich denke besser und hjoher von katlrolisc len Dingen Auf seine Frage: »Wer -will leugnen daG.irv diesem Buche Wahrheit, Gerechtigkeit und1 Liebe siml? . antworte ich ihm: »Ich will es lejignen und jeier jide und jeder Mensch, der noch Sinn! hat für Wahl heit und Oe echtigkeit und Liebe.- In efnäm hat Häcker recht: Die geringste Freude an dem Büch werden'die-Juaen empfinden. Das Büch ist ein harter Schlag ür Sie Herr Häcker mag sich trösten. Dat Judentum hjü schön härtere Schläge überstanden, es ivird zweifellos auch diesen überstehen. Das Buch ,Kaufen "hieße unsejrn Feind unterstützen. Hände weg von diesem C iftbaui Sommer,1 Pfot zheim J Gründung der Menorah-Lpge in Elbing. Am ßonntag, dem 4. Dezember 1927 wurde durch Br. Vizegroßpräsident Walter die Mimörah Loge als (114. bezw.) 103. des Deutschen Distrikts begründet. Näherer Bericht f<J>lgt der nächsten Nummer. Rechtsanwalt und Notar, Bruder aus dem abgetretenen Oberschlesien, sucht eignete Niederlassungsmöglichkeit. Angebote *an Büro der Großloge. •gedas Zahnarzt, * Br., in größerer, schön gelegener Provt'nzialriadt Schlesiens, sucht zu Anfang des rächsten -Jahres Assistenten oder Assistentin (Zahnarzt). Angebote an die Redaktion der Zeitung. Zahnarzt-Praxis in Freiburg i. Br; wegen Todesfall zu verkaufen. Angebote an das Büro der Oroßloge. - Logenbruder aus der Herrenkonfektion eg gro* Branche, ver heiratet, sucht selbständige Posi ion in einer Herrenkleider fabrik als Reisender oder ähnlich. Alter 33 Jährjr Offerten an dis Büro der Größlpge. RrOtlllOr Logenbruder, Hausbesitzer, DlCilllcI übernimmt roch einig« Adressen an das Büro der Leasing» Loge, £frcslau -»• erbeten. Metallbranclie. .- Logenbruder sucht für seinen 20jährigen Sohn mit Ober-j sekundazeugnis; 3 /. Jahre in der Branche tätig, I n letzten Jahre gereist, gute ‘Position. Beste Zeugnisse vojrhapdenJ Offerten an das Büro der Oroßloge. - 227. - I

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