Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1927
- Issue
- Nr. 12 - Dezember
- Date
- 1927-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Berlin, Dezember 1927 ier 12. Nami ii fixe ^«utfct>lan&YlllB (Sittgefra^ener Berefn. itgenfr Herldfl bet ©rogioße. gnrtan: P62, jjM|t&ralje 12. Ctlep^on: 3tmt fiii^oro 4619. IJoftrdjetkkonto: getliti lfes 36 Dadtbrudt räntflidicr Brtthct aus btefen IBlflcUunpen Verboten.. -L. Inhalt: Btti achtungen über den Orden anläßlich des Ordeostages. - Brnno~Elk.n — Oemeinsch ftbildende Kiäfie. —I Weg zu Gustav Mahl Zu Zolas 25 jährigem Todestage. — Expräsident Bernhard Oalatrer. — Briefe an denO B B — Aus Amerika. — Zeitschriften andereij Di«trl> te. — Bücher schau. — Mitteilungen. — Beilage: 143. Oeneialkomiteesiizung. — Sitzung der Jügend*chrittenkonimi$siön; t— Uogenbrrichtf. - Aus dem Verbände der Frauenvereinlgungen'der U.O.B.B Logen (Bercht über die VI. Delegicrtentagjiflg des Schweaternverpimies, der U (| B B Logen)» — Zu* und Abgänge in den Logen des VIII. Distrikts April bis Oktober 1927. Betrachtungen über den Orden anläßlich dei Ordenstages. Von Expr. J o s e p Ordenstag — eine Feier der Rückerinnerung und Einkehr, nicht ein Fest um eitet Lorbeer um die Stirne des Feiernden zu winden, oder sich im Glück des Erreichten zu sonnen. Was wollen wir erreichen und was haben wir erreicht? Was wir erreichen wollen?—Das höchste Ziel des Menschenlebens, uns zu wahrer Menschenliebe zu erziehen. Liebe zu geben und zu nehmen. Aber nicht in der1 Absicht, Lohn für eine gute Tat zu erhalten. — Wir Juden sind gewohnt, daß die Liebe, die wir der Menschheit geben wollen, nicht Widerhall findet; wir sind gewohnt,, Haß statt Liebe zu ernten. Wir müssen uns erziehen, Liebe zu geben auch ohne den Lohn der Liebe zu erhoffen. Was wir im Außenleben nicht erreichen, sollen und wollen wir in unserem eigenen Kreise erringen und das biblische Wort wird ein Gebet auf unseren Lippen: »Meine Brüder suche ich«. Diese Worte stehen als unsichtbare Schrift an allen Tempeln unseres Ordens, — Brüder suche ich, Mitstreiter im idealen Sinne unseres Ordens, die Menschen zu lieben, ihnen Bruder zu sein, ihnen Führer zu werden aber nicht in geistiger Ueberheblichh Hirsch, Berlin. Ue > keit, sondern in Bescheidenheit dien , Ver: zu machen, soziale Ungerechtigkeiten zur Jung zu bringen. Sich frei halten von jeder geistigen htblichkeit; suchen nach der Seele des 1Briid|e sich frei halten von einer Überschätzung Verstandesgaben, die ein gütiges Sc licksal leicht dem einer! mehr -als Iderfi andern unverdientes Geschenk in den Scho 3 gewoi hat. Nur dann erfüllen wir das Wort »M^i Brüder suche ich*.; — Bildung isi nicht Aeußehilng des Verstandes, sondern ei ie Wes^i äußerung des Gemüses. Da wir das Gemüt Bruderkreise atisbilden wollen, müssen wir geistige Ueberheblichkeit in Unserem Örp entschieden bekämpfen.; .*,! Es gab eine Zeit, in der eine Ueberhebl keit des Besitzes bekämpft werdenmüßte, Zeit, in der das Ansehen des Besitzenden für alle Anwartschaften eiper Führersc geeignet erscheinen ließ. Diese Zeit ist gl lieh vorübergegangen, ohne wesentlich Werte des Geistes und Gemütes zuschädi^ei Und gerade der Orden hat ,das Verdienst, er nicht die Bewegung der Prominenten Besitzes geworden ist. such leierrs; von yielals fen ne fine ns- 'T die en Rheine ihn taft uckdie n. laß des — 213 — T ••! ' i-