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Der Orden Bne Briss · 1927-11-01 · Nr. 11 - November · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1927
Issue
Nr. 11 - November
Date
1927-11-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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Gegenwart noch immer Berater, Führer, und Lehrer der Sittlichkeit zu sein vermag, muß hervorragende Eigenschaften besitzen, muß einen unvergänglichen. Wert in sich tragen. Betrachtet man das Werk genauer, tritt man ihm näher,' dann erkennt man gar bald, daß dies in der Tat der Fall ist, . Die Fülle feiner psychologischer Beobachtungen, das treffende Urteil in praktischen Fragen der Ethik, Fragen des Alltags, der seltene Scharfblick in der Darstellung ethischer Wertungen und die Beleuchtung dieser Wertungen vom soziologischen Gesichtspunkt aus, auf die der Verfasser der vorliegenden Uebersetzung in der Einleitung hinweist, treten dem Leser, man möchte fast sagen auf jeder Seite des Buches, in auffallendster Weise entgegen. Dazu kommt eine Frische und Lebendigkeit der Darstellung, die durch eine natürliche Anmut der Sprache, Klarheit jrnd Bestimmtheit des Ausdrucks, eine Fülle von Beispielen und Zitaten in jhrer Anschaulichkeit noch erhöht wird. Neben diesen großen Vorzügen, die der nicht .fachmäßig geschulte Leser besonders hoch schätzen wird, besitzt das Werk einen hohen wissenschaftlichen Wert durch die ihm beigefügte glänzend' gelungene! Würdigung und Kritik älterer Moralsysteme, die dem Philosophen von Fach arjch heute noc^i lehrreich und bedeutsam erscheinen dürfte. Man wird es angesichts dessen begreiflich finden, daß das Werk schon zu Lebzeiten des Verfassers eine überaus günstige Aufn3hnfe fand und daß zu seinen Bewunderern kein Geringerer .gehörte als der größte Philosoph Englands, David Hume. - Der Herausgeber hat sich durch die Herstellung einer modernen deutschen Uebersetzung, die er auf Veranlassung des bekannten ,Wiener Philosophieprofessors -Jerusalem unternommen uiid in mustergiltiger .Weise ausgeführt hat, ein Verdienst erworben, das Anerkennung heischt. Die Uebersetzung zeichnet sich durch Treue, aber zugleich durch Schliff und Glätte der Sprache aus. Die Vorzüge des Originals wirken daher auch hier noch nach. Sehr wertvoll sind auch die Abschnitte der Einleitung, in denen der Herausgeber sich über Leben und Schriften des Verfassers, die wissenschaftliche Bedeutungseines ethischen Werkes, das Verhältnis dieses Werkes ' zu seinem nationalökonomischen Hauptwerk .Reichtum der Nationen _ sowie über literarkritische Fragen ausläßt. Die äußere Ausstattung des Werkes läßt nichts zu wünschen übrig. Dr. Holzer Dalberg-Loge). ♦ Freimaurerei und völkische Frage. Eine Antwort an General Ludendorff. Von Pfarrer Dr. phil. A. Pfannk u c h e. Verlag Franz Wunder, Berlin 1927. 70 S. Der Autor ist bei aller Einseitigkeit seiner Welt- und Ordensauffassung bemüht, _vom Extremen sich fern zu halten. Unter Ablehnung der Ludendorffschen Hetzschrift versucht er jedoch zu zeigen, wie der völkische Gedanke im Freimaurerwesen Fortschritte gemacht hat. Humanität« — »Völker- und MenScher!Verbrüderung. — werden inj maurerischen Lexikon ausgelöscht oder den anderen überlassen, den »Pazifisten«. Weltbürgertum ist Begründung des. kräftigsten Nationalwillens, der Gegensatz zum Internationalismus, ln die Stelle der ausgelöschten Begriffe treten die Worte Christentum — deutscher Idealismus — höhere sittliche Weltordnung unter Anrufung des Baumeisters] aller .Welten. .‘Brüderlichkeit ist‘.Vorbehalt der wenigen. Die große Masse steht draußen. Ist im besten Falle Kulturdünger. Herr Pfarrer, sollte in den Begriffen selbst nicht etwas brüchig sein und damit das Wesen hinfällig werden? A. Gdt. Von dem trefflichen Werke des verstorbenen Br. Max Weinberg: »Ewige Weisheit«, -Spruchpoesie des Talmud, .das in diesen Blättern früher bereits entsprechend gewürdigt worden ist, sind noch 211 gebundene Exemplare zum Sortimentspreis von. 1,30 Mk. und 253 broschierte Exerhplare zum Preise von 90 Pfg. durch die Tochter von Br. Weinberg, Frau Hanna Philip Weinberg, Berlin NW. 21, Turmstr. 41 a zu.beziehen. Jüdisches Lexikon. Ein enzyklopädisches Handbuch des jüdischen Wissens in vier Bänden mit über 2000 Illustrationen, Beilagen, Karten und Tabellen. Herausgegeben von Dr. Geo^rg Herlitz und Dr. Bruno Kixs^h^ler unter Mitarbeit von über 230 jüdischen.Gelehrten und Schriftstellern und unter redaktioneller Mithilfe von Prof. Dr. Ismar Elbogen, Dr. Josef Meisel, JDr. Aron Sandler, Dr. Max Soloweifschik, Dr. Felix A. Theilhabef, Dr. Robert Weltsch, Rabbiner Dr. Max Wiener. Band 1: A— C Jüdischer Verlag, Berlin. Die von Dr. Herlitz und Dr. Kirschner herausgegebene Enzyklopädie, deren erster Band erschienen i$t, ist das erste Werk dieser Art, das in Deutschland veröffentlicht wird. Es ist in ihm der Versuch gemacht worden, über alle Fragen jüdischen Wissens nicht nur historisch« r, sondern auch aktueller Bedeutung eine zuverlässige Auskur ft zu geben. Die Namen der Mitarbeiter und der Redaktoren bürgen dafür, daß jede Sorgfalt in der Bearbeitung und Prüfung der einzelnen Artikel aufgewendet worden .ist. Das Werk darf für jede Unterstützung und Förderung empfohlen werden. Von der Großen Jüdischen Natlonal-Biographie, die mehr als S000 Lebensbeschreibungen namhafter jüdischer Männer und -Frauen aller Zeiten und Länder brirtgt — herausgegeben von S. Wininger — ist der zweite Band -erschienen. - ' Jüdische Familienforschung. September 1927. Jahrgang III. Nr. 3. Die Mitteilungen der Gesellschaft für jüdische familienforschung,enthalten u. a. Ausführungen von fernst Wolff, Berlik »Vom Wesen des Familien-Archivsi«, von Prof. Dr. Bruno Kisch, Köln: •Ueber.Nachkommen des hohen Rabbi Löw von Prag«/ von Dr. Samjuele Schärf, Rom: »Jüdischer Adel in Italien«. 1 Eingänge: »Der geistige Arzt.« Durch neugeisti&e Psychotherapie zur Gesundheit. Eine Anleitung zur see-’ lischen Selbstheilung von K. O. Schmidt. Johann Bäum Verlag, Pfullingen in Württemberg. '; »Die Thesen zur neuen Mofal und Erziehung!-‘ lehre.« Den Menschen gegeben durch Anna Westermayer-Rosenthal. Paul Stangl Verlag, Verlag der Istist-Bücher, München. 210

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