Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1927
- Issue
- Nr. 10 - Oktober
- Date
- 1927-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
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I Herzchen Hölle nicht ende, und seine Ruhe behalte. Rabbi Salomo vergaß aber die Realität seiner Anhänger, die sich im Alltag wohlfühlen, weil er ifirem Geschäftseifer Genüge tut. Diese Alltpgswürger stürmen sein Haus, das Sabbathende, jdic Haw» daiah fordernd. lind als man ihm djen Willen ‘des Volkes berichtet, sagt er: Volk! Dies wäre das Volk? Zwei j . ßrei . . fünf Dutzend Kleine vertrocknete Judenscelcn! Sie trippeln heran. j: Aengstlidi — neugierig klopfen Sie beim Za^dik an . . , . \fereiste Seelchen/ werktagsfröckene Sjtrecken Bettlerhäncfe * Dem Allidit entgegen: »Hin Lichtfünkchen Ein Lichtgeschenk, Ein Wunder, einen kleinen Wink Aus jener Welt!« Lind jeder nur für sich / Für Weib und Kind -Für Haus und Gesind ... Doch zwischen Tod und Leben ' Schwankt und schwingt - Die Welt und versinkt i Im Meer der Trauer — Begreift ihr's? Die Welt — Gelöst aus Pein Werde die Welt,- Ich mache die Hawdalah nicht! Es kommt, was nun kommen muß, Rabbi Salomo wird abgesetzt, stirbt, und sein Sol r macht die Hawdalah, vom Volke jubelnd zum Rabbi ernannt. Während Rabbi Pinchas Herrschaft kommt LInglück über sein Haus. Seine Leah bringt den Arzt Dr. Bergmann hi den Fortschritt, die Wissenschaft und nüchterne Sachlichkeit und damit den LInglauben verkörpert. Ixah verläßt mit ihm das Elternhaus zum ihrer Familie -*■ und auch Rabbi Pinchas verschwindet wie sein Vater. Das dritte Glied der »g Kette«, sein Söhn Mosche, wird Rabbi. ELr ist der Schwächste: und er ist sich.seiner Schwachheit bewußt. Alsi seine Tochter, I.eah, von der kalten, ungläubigen Welt da draußen enttäuscht und entsefzt, zu ihm heimkehrt, im daß nur , der väterliche Glaube sie kann, und von dem' Vater Gesundung für ihr blindes Kind, erfleht, wird Rabbi völlig verwirrt. Er wirft sich in Ekstase vor die Thora hin und sdi eit nach einem Zeichen von Gott. Das Volk, das erschreckt sieht, wie er so Gott prüfen will,’setzt Enkelin nein, der Schrecken goldenen fremden, Gefühl, retten Mosche wilder an seiner,Stelle seinen Sohn.jJoi; ein. , : . : In diesem symbolisicn-mydstisd Drama kämpft Seelengröße geger kleinliches Leben. Perez hat- Lief gewöhnliche Kraft der Gestalten; diesem Ijframa wohl das stärki||e geschaffen.; Sein zweites großes Druuia auf dem alten Markt«.. Aüs Szene, besonders charakteristisch i gegeben: <Stimmeri ded BettLr) { ' Her^, der nimmer'schläft-und l lasf dich Von uns gewandt,j \ Hasf unser Heim .verbrannt, Hast uns erstickt 'iiji Blüte ' \ \ \v. tliäj izpnj Rabbi T en. fchagsfcfis ehern und In verstand zuweilen außererreiche - uucl jn seiner V Heißt »Die inj sei nur i iF -Perez, wieder W ir Schweigend in Schimpf und Üchänd. Wb tragen Haß und-Spprf bist Du Gott?!. (Der Narr) Bankrott . ' (Stimme aus der Sdf lind es-spricht der Herr im* Wurm! j 1 ' Du w agst es int Wahii Mir zu nahn? Ins Dunkel zu tasten, . Mit dem verhaßten . Unkenruf Nach Zweck und Erfüllen? W'o warst du, als ich die. W Nach meinem V'illen. Wundersam? | - V (Kirchenglocken) Bim, Barn, Bim, Bpm! Daneben hat Perez noch, aii dranje lia&t. füllt; i ile> ' •" - Sturm:. eit erschuf •rite «ne sich nicht du / i" i ischen ArNitetJ geschrieben f 1 ‘ ■»Was ]in“1,der Geige steckt« »Es war einmal ein König«) '»Eine N^chr auf c|em Fi-iedb »Die Schwestern« »Nach der Beerdigung**., * '" »In Fesseln« Perez' Dramen eignen Bühne. nur vom Hörensagen' kennen, sin^i weiteres verständlich. Bemerkenswerte ostjüdische I] auch: David Pinski, der realist szenen gestaltet. Von ihm'wurde vor einigen Jahren von Rem hart die Bühne gebracht. — Mehr als Dramen hat Jakob G o r d i n fe< Für diejenigen, die das ch; ssidische Leben sie nicht phie ISO — / f{hweg für dieramätiker sind sch Pröletar. er» in Deutschland .eiii Stück 60 ostjüdi^ gestorben auf die > -!