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Der Orden Bne Briss · 1927-09-01 · Nr. 9 - September · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1927
Issue
Nr. 9 - September
Date
1927-09-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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: d< du Siel Mit dem vorliegenden fünften Bande iit das vollendet und abgeschlossen, durch das sichsow verewigte Bearbeiter als auch die Herausgeber/det: ein bleibendes Verdienst um die jüdische.und die Literatur erworben haben. Nun ist die gewaltige weit des jüdischen Volkes auch der nichtjüdischeji 'erschlossen. Weit geöffnet stehen nunmehr die die dem Fremden und Außenstehenden Zutritt zu Zaubergarten gewähren, in dem wundersam Blumen blühen, Bäume flüstern, Märchen wachsen, schwirren. Liebliche Schauer umfangen den Eintret uralte Träume werden in ihm lebendig, und ist so alt und lebensklug, hier wird er ein Kind, und plauscht er den alten frommen Sagen und Myth Märchen, die ihn wie Sonnenstrahlen umspielen u flimmern. Der Bearbeiter; hat sich naturgemäß in der und Auswahl des zu bearbeitenden Stoffes starke Beschränkung: auferlegt, aber es ist eirii schränkung, in der sich der Meister zeigt und du i er die riesige, ungefüge Stoffmasse zu einem liehen, schön geformten Oanzen gefügt und geordrje Auch im vorliegenden Bande werden die S; an .die Erzählungen der Bibel angereiht Und -a Bücher verteilt, die den Richtern, den Königen, den Reichen und schließlich den mehr literarischen schichtlichen Oestalten Daniel, Hiob, Jona und gewidmet sind. Neben bekannten Personen, die Jugend auf kennen, die aber hier durch das neue in dassie gestellt werden, ein neues Leben u neue Gestalt gewinnen, treten auch Unbekannte a wenn sie auch Kinder der Volksphantasie und der Dichtung sind oder gerade darum, unser teresse in Anspruch nehmen. Hier sehen wir es, das alte, und jüngere Isrä nicht das nüchterne und phantasiearme -Volk, für seine übelwollenden öder schlecht unterrichteten so oft schon ausgegeben haben. Dr. Holzer (Dalberg- Werk dhl der selben utsche sagen- Welt F forten liesein ftende Sagen. enden, noch dläubig in und r d.umein: V' tid vo I Be j der Große Jüdische National-Biographie von-’: n i g e r unter Mitwirkung von zahlreichen Fachmjä aus allen Weltteilen. Ein Mprjumentalwerk in fünf Bänden, Lexikonfo über 3000 Seiten stark, enthält über 80^0 Biogia namhafter jüdischer Männer und Frauen aller Zeitui Länder. Der erste Band (acht Lieferungen, liegt m gediegener Ausstattung' vor. Weitere Liefe erscheinen monatsweise. Das Gesamtwerk dürfie 192S komplett vorJiege(i Ein ungeheures Material — darauf läßt Band schon schließen — scheint in dem Gesägt Zusammentragen zu Sein, das für die K.erfVitriisj Persönlichkeiten als sehr aufschlußreich bezeichnet darf. Der Veifasser ist in seiner National-Biographjf weitherzig vorgegangen. Er rechnet - wie in rede angegeben — auch diejenigen bedeutenden iichkeitenzum Bau, die das Judentum durch- Tauf gegeben haben. Dann, sollte aber an enisprecli Stelle auch ein hinweisender Vermerk nidht fehlen dem Schauspieler Ludwig Barnay — -pm .ein anzuführen — ist dies nicht geschehen.“ Jü ii: d< r L Jge). htung sehr e Beeh die rsichtt hat. Stoffe uf vier beiden als ge- Esther ir von Licht, eine if, die, Gebilde es Inei war das es rteiler . Winnern rmat, phieiy n .und . bereits •ungen Jahr erste twerk , iicher Werden e sehr VoJ: , Rersöne aufender 1 Bei Beispiel üdt. <45 ' V , . “ ■' * Dr. Oskar Mayer: Die Oeichjchte der Juden in Heilbronn«, Festschrift, zum 50jährigen Bestehen der Synagoge in Heiibronn, VT27. ' J , Heilbronn, abseits von den Haup'verkehrsstraßen Deutschlands im Mittelalter liegend, jiehört nicht, wie- Mainz, Worms. Speiet .und j Köln am Rhein oder wie Regensburg, Frankfurt, Wffrzburg^und Nürnberg in Süddeutschland, zu den" gY.oJien «ItCn jüdischen Gemeinden Deutschlands Trotzdem ist es-aFs v irdiehstvoll anzu- 'erl^ennen, daß^let" Verfasser,/tach detn bereits 1805 von i/i, Wienergemachten ^rstich, es -i ich als Aufgabe gestellt hat, den auf. Halbi'onn. beziij. liehen; zum Teil noch ungqdruckten Jbjtsrorischcn Stoff tu sammeln und zu einem Gesamtbild ^zusammenzufassen. Wie zahlreiche andere .jüdische Siedlungen in .Deuts«hland, so taucht auch Heilbronn erst durch die Verfolgungen .von 1798 in unserm Gesichtskreis; aiif. Mag auch «;ie jm Nürnberger' Memorbucft, d. h. Gedenkbuch, für da< Jahr 1298 angegebene Zahl von über. 140 Opferri vi illeicht nicht ganz sicher sein, so läßt sie doch jedenfalls auf eine nicht ganz kleine Gerj^einde schließen, die/ sicher bereits seit längerer Zeit bestanden haben muß. Es ist-aber zu viel^ behauptet, wenn der Verfasser den, Beginn der jüdischen Siedlung in den Anfang des 12. Jahrhur derl's verlegt. .''Die,Geschichte der, Heilbronner Gemeinde bietet das gleiche Bjld wie die Geschichte zahlr icher ahderer ju-i. dischen Oetnfeinden in Deutschland. ’VIJOS wird die Gemeinde bei der allgemeinen Verfolgung ..unter Rindfleisch in Süddeutschland ^Vernichtet, 134; widep dtä dortigen ‘Juden TOn der großen Verfolgung aus Arlajl'd^ schwarzen Todes betroffen, die $mugoge wir« h-Zerstöft3 Bald sammeln sich wieder'Juden inr, Heilbronn,.sogar adf ßifehl des Kaisers.'. *Seit 1357 finde,n-wir doM änjih wieder ttiflfe Synagoge.- »Die 'hauptsächliche wirtsc taftliihe '.Tätigkeit der Juden in Heilbronn-in der älteren ifeii ist, '"Wie auch anderswo;-'das Geldgeschäft,,, spater ', treiben sie mjrhr Warenhandel., Auoh rmä Heilkunde beb $Sea -sfe, sfch.“ stehthn Unter dem Schutte “des Kaisers, c er sie,äls wichtige Steuerquelle in seinen Reichsstädten 7 j erhattötf. und zuj ■jsdhohen sucht, aber auch, nach Beliebe i dun -ßchuldiyeut die judenschulden erläßt.' 1417 -werden "sie aus. Heilbronn vertrieben, 1.439, auf Veranlass jrig des •'Kaisers,, wieder Xaufgenomnien ,- um v jeder' Vertrieben ‘Nur \yemge Juden behält. die Stadt auf Grund^eines kurzfristigfen VertrUgs-. Das ^Eintreten* Jei Kaisers .für“ die Juden bleibt ohne Erfolg.’VdÄoO’yerfcaüit der Kaiser Bethaus. Und Friedhof der Juden‘an die Stadt, Die Juden ‘versuchen nun von. den umliegenden. Qi teil,'wo sie' unter' dem "Schütz anderer Herrschaften',stehm, mit den. Ein-', wohnern von Heilbronn Ge$chäfie‘zu machen,' die <jer. Rät der Stadt nach Möglichkeit erschwert. Erst «fas Gesetz von 1828 macht. es»den Juden migiieh, sich wieder in Heilbronn mederzulassen; und seit 831 wohnen dort Juden wieder dauernd. 1S57. entsteht ‘ eine' kleine Gfinehtde. die ältere Ge-’. Heilbronn / bietett ndheh,' 'daß er es . ßas spärlich«/ . Material, das ,;itn$ schichtender jüdischen Gemeinde“ in macht uns .der Verfasser dadurch verstäli in Zusammenhang mit der allgemeine 1 Geschichte der, Juden in. Deutschland bringt. » Auf dict e Weise erhalten wir. in' urrserm Buche “einen wertvollen Beitrag für dje allgemeine Geschichte der Juden in Deutsch and. Pr- T-yk Of i n s k i.

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