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Der Orden Bne Briss · 1927-09-01 · Nr. 9 - September · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1927
Issue
Nr. 9 - September
Date
1927-09-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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und den steten Drang der Menschen^, neben der Weisheit des Kopfes durch eine Weis- ,heit-des Herzens zu einerStei|;erung und Erhöhung des Leben's|zu ..gelangen. Das Symbol sei kein Notbehelf, .kein unklarer Begriff, | sondern etwas Andersartiges., Der Begriff müsse notgedrungen Zusamrr engehöriges ausemanderreißen Turd zerlegen. Er könne nur. Klafheit .schaffen, indem er -vop der .lebensvollen Wirklichkeit .absehe, abstrahiere.- Der Begriff sei die mumifizierte Wahrheit, Jas Symbol die lebenswarme Wahrheit, um die sich ein -Menschenbund b|lden' könne. Das Erlebnis . der Vervollkommnung W.erde' in den menten ''Mysterienbünden durch ganz bestimmte, immerwiederkehrende Symbole verbildlicht. Eine' Symbotgruppe fasse cfi^ Vervollkommnung als eine .Reinigung (Heiligung) auf, eine andere Gruppe als eine. Lichtgebqng (Oeffnung der geistigen Äugen), eine weitere als* eine mystische Verehelichung und. Bundesschjießiing. JBchließ- lieh werdä die Erhöhung noch unter dem Bilde eines heiligen Krieges oder, einer heiligen Arbeit .gesehen. Tpd.und Wiedergeburt, Verwandlung und- Seejenwanderung spielten besonders im Ausgang des Altertums in den Riten der Symbolbünde eine bedeutende Rolle. Der Vorgang . .der' Lebenserhöhung sei als ein geheimnisvoller Akt, als ein Wunder aufgefaßt worden. .Die Bünde seien etwas anderes gewesen als etwa ethische Gesellschaften. In ihnen hätten diejenigen Befriedigung gefunden; die unter .der eigenen Unvollkommenheit litten und auf den üblichen Wegen diesem Mängel nicht <abzuhelfen vermochten. Alle Mysterienbünde seiän darauf ausgegangen, den Oegensatz von Transzendenz und Immanenz aufzuheben. \ Im Altertum hätten sich die Menschen mehr bedrückt, beengt, -gefesselt gefühlt. . In den hellenistischen Mysterjenbünden habe man die Soteria, die Freimachung aus unerträglichen Fesseln gefunden. In der Oegenwart fühle der Mensch sich umgekehrt eher als losgelöstes Atom im Weltenraum, als ein zwecklos umhergetriebenes Wrack im Lebensozean. Die heutigen Logen verkündeten daher weniger die »Freiheit«, als das »Gesetz«, weniger das Auflösen als das Aufbauen. Die Unterschiede in der Richtung des Strebens nach Vervollkommnung seien'-aber nur relativ. Judentum, das, wie .seiner ganzen Einste Öfe Oefahr der magischen Auffassung der Symbole gelegen, d. hL der Auffassung, daß die Symbole als solche geeignet seien, dem, der >ie verwende, eine Steigerung der Lebenskräfte :u verleihen. In den spätantiken — auch in den d iristlichen — Bünden habe man einer unsittlichen Ueberschätzungder zauberhaften Heilsmit el zugeneigt. Nach Homeffers An: icht ist auch das Judentum, das durch seine Forderung der G< setzerfüllung »anscheinend« dem Glauben an die Zauber- ■ Wirkung'heiliger Handlungen so heftig wider-, streite, der Macht der Magie 'erlegen, weil die Werke,-die das Heil sichern sollten, unvermerkt ebenfalls zii Riten, zp Bräuchen ofne sittlichen .Vervollkommnungswirt geworden seien. Man; wird diesen Satz d ihin einschränken müssen/ daß nicht »das jidentum« in feinen ftifen magische Heilmittel erblickt hat,, Sondern daß i fn Horneffer ja sjdbst -erklärt, lung nach def magischen Auffassung der Symbole widerstrebt, dennoch derartige Auffassungen (Kabbala) yorgekommen Sind, i Es würde den Rahmen dieses Aufsatzes sprengen, wollten wir mit Horneffer das Schicksal der einzelnen Symbole und ihrer Wandlungen vom Altertum bis in die Neuzeit verfolgen. Nur weniges sei hervorgehoben. Der 'Brudername in den Logen ist, wie Horneffer .betont, nicht erst durch das Christentum in das Bundeswesen, e.ingeführt worden. Er hat seine Wurzel. im Wiedergeburtserlebnis und ist gleich den Namen Mutter und Töchter schon in heimisch. Eft wurde eine' Vater und Sohn, den ältesten Bünden mystische Blutsverwandtschaft zwischen den Bundesangehörigen a Familie angenommen Freiheitscharakter de: der Freimaurerbund Orden Bne Briss - Bund,' obwohl er ein in Gegensatz zu ihr der Knechtschaft der den natürlichen AbhÖ führe leicht zu einer Nach dem Glauben der Mysterienbünde beheutigen Logen daraus erklärt, förderten die Symbole und heiligen Handlungen die Lebenserhöhung. In diesem Olauben habe, Mysteriensymbolik n^nnt Horrfeffer die Symbolik J 135 s Mitgliedern einer geistigen' Um' den^Gleichheits- und Bundes zu betonen, hat — und ihm folgend der' die Anreden Vater und Sohn nicht übernommen. * Mit Recht erwähnt Horneffer weiter, daß der. Abbild-der- FamHie sei, oft trete. .Die SehnsuchL von sinnlichen Triebe^uim Von ngigkeiten frei' zu werden, ämiliehfeindlichen Hältung. So erkläre sich au<th die große Zahl eingeschlechtiger Mysterienbünde. Hier darf , wohl hinzugefügt werden, daß sich auch die Gegnerschaft gegen das Eindringen von Frauen in die Den Schlußstein des Wünderbaues der -i „■

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